3. ÖMG Sandbox: Zwischen Widerstand & Wirkung: Wie Kommunikation dann gelingt, wenn niemand hinhören will

Wie bringt man Botschaften durch, die unbequem sind, Ängste berühren oder scheinbar niemanden betreffen wollen? Die 3. ÖMG Sandbox lieferte am 03. Dezember in den Räumen von GGK MullenLowe intensive Antworten – und zeigte: Erfolgreiche Kommunikation in Zeiten von Polarisierung, Informationsflut und Veränderungsmüdigkeit braucht neue Methoden, mehr Mut und vor allem ein besseres Verständnis für Menschen.

Unter dem Thema „Zwischen Widerstand & Wandel – Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will“ diskutierten Expert:innen aus Marketing, Wissenschaft und Wirtschaft, welche Werkzeuge heute notwendig sind, um unpopuläre Inhalte verständlich und wirksam zu transportieren.

Schon in der Eröffnung wurde klar: Es geht nicht um Kanäle oder Kampagnen – es geht um Beziehung.

ÖMG-Präsident Alexander Oswald brachte es pointiert auf den Punkt: „Beziehungsarbeit macht 80 Prozent des Erfolgs aus. Bevor wir über Inhalte sprechen, müssen wir Vertrauen schaffen.“

Auch ÖMG-Präsidentin Viktoria Zischka betonte: „Vertrauen ist wichtig, um Unpopuläres zu kommunizieren.“

Eine Kommunikationslandschaft im Stress – und im Wandel

Rationale Botschaften allein reichen längst nicht mehr. Menschen öffnen sich, wenn sie abgeholt, nicht belehrt werden, dies ist u.a. ein Punkt, der mehrfach unterstrichen wurde. Ideen und Realitäten müssen empathisch vermittelt werden, statt harte Maßnahmen nur anzukündigen.

Es braucht Reframing, aber ohne Verharmlosung: Die Runde war sich einig, dass „drumherum reden“ Vertrauen zerstört. Menschen spüren Unehrlichkeit sofort. Deutlich wurde auch: Das Land könnte schneller vorankommen, wenn Universitäten, Unternehmen, Medien und Politik stärker kooperieren würden.

Die Teilnehmer:innen der Sandbox – darunter Alexander Oswald (Futura GmbH & ÖMG), Claudia Falkinger (POINT&), Viktoria Zischka (REWE & ÖMG), Michael Kapfer (GGKMullenlowe), Markus Palzer-Khomenko (ClimateLab), Christine Vierthaler (Dentsu), Christoph Feymann (KFV), Bettina Schatz (Willhaben) und Sabrina Oswald (Futura GmbH & Creative Industrie Rat BMWET) – arbeiteten heraus, was Kommunikation heute erschwert und was sie zugleich dringend braucht.

Unangenehme Wahrheiten brauchen emotionale Zugänge

Rationale Botschaften allein reichen längst nicht mehr. Menschen öffnen sich, wenn sie abgeholt, nicht belehrt werden – ein Punkt, der mehrfach unterstrichen wurde. Ideen und Realitäten müssen empathisch vermittelt werden, statt harte Maßnahmen nur anzukündigen.

Verschiedene Kernaussagen & Erkenntnisse

  • Kommunikation braucht Verantwortung und Transparenz: Besonders bei Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Wandel oder Digitalisierung sind Offenheit und ehrliche Ansprache entscheidend — statt Beschönigung oder Vermeidung.
  • Zielgruppendialog statt Broadcast: Erfolgreiche Kommunikation setzt auf Austausch: zuhören, reflektieren, einbinden — nicht nur senden.
  • Mehr Strategie, weniger Spektakel: Statt schnelle Schlagzeilen zählt Verantwortung mit Fokus auf Relevanz, Vertrauen und ausgelegt auf langfristige Bindung.
  • Strafen, Moralisieren und permanente Warnungen erzeugen mehr Abwehr als Veränderung. Nur wer Vorteile sichtbar macht z.B. im Thema Klimawandel und den damit einhergehenden Veränderungen und positiven Chancen z.B. für Unternehmen.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass Kommunikation im Wandel weniger eine Frage von Kanälen oder Budget ist, sondern von Haltung, Klarheit und Empathie.

„Wahrheit erreicht Menschen nur über Emotion. In Zeiten großer Veränderungen brauchen wir positive Narrative, eine große Vision und ganz klar: Weniger Orientierungslosigkeit.“ so Sabrina Oswald, Futura GmbH & Vorständin ÖMG.

Teil der ÖMG-Neupositionierung – Blick nach vorne

Die Sandbox-Reihe ist ein zentrales Element unserer Transformation als Think Tank für Marketing. Ziel ist es, gemeinsam mit Branchenexpert:innen, Praktiker:innen und Vordenker:innen Antworten auf aktuelle wie künftige Herausforderungen der Branche zu finden.

Die Ergebnisse der drei 2025 durchgeführten Sandboxes fließen demnächst gebündelt in die Publikation Marketing Utopia 2030 ein — als Impulsgeber für Unternehmen, Agenturen und die gesamte Kommunikationsbranche.

Ausblick

Wir laden interessierte Unternehmen, Agenturen und Medien ein, sich frühzeitig für kommende Sandbox-Runden und Beteiligungsmöglichkeiten an „Marketing Utopia 2030“ zu informieren. Kontakt für Rückfragen: info@marketinggesellschaft.at.

Hier geht es zu dem Nachbericht der 2. ÖMG Sandbox.

2. ÖMG-Sandbox: Zukunftsmodelle der Zusammenarbeit und Agenturmodelle der Zukunft

In Kooperation mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation luden wir am 23. Oktober zur zweiten Ausgabe ihres neuen Denkformats, der ÖMG-Sandbox, in die Wiener Greißlerei und Käserei Lingenhel. Unter dem Titel „Von Full Service zu Full Flex – Was muss bei Kunden-Agenturmodellen neu gedacht werden?“ diskutierten wir mit führenden Köpfe aus Agenturen, Unternehmen, Wissenschaft und Fachvertretung über neue Formen der Zusammenarbeit und der Partnerfindung im Kunden- und Agenturbereich. Mit dabei waren Moana Merzel (DMB), Veronika König (Merkle), Eva Mandl (Himmelhoch & Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien), Joachim Feher (Gründer), Christoph Feymann (KFV), Hellmut Schneider (Universität Wien), Alexander Oswald (Futura & ÖMG) Viktoria Zischka (REWE & ÖMG) und Sabrina Oswald (Futura & ÖMG).

Neue Anforderungen an Zusammenarbeit und Vertrauen

Die Diskussion zeigte klar: Das klassische Full-Service-Agenturmodell steht vor einer umfassenden Transformation. Unternehmen fordern zunehmend Flexibilität, Transparenz und Co-Creation. Sie integrieren immer mehr Agenturleistungen im Team durch den Einsatz von KI-Tools und sind in laufenden Austausch um die Bewertung von KI-Kreationen in den Kampagnen. Klar wurde in der Diskussion, dass Agenturen neue Wege suchen, um Wertschöpfung, Kreativität und Beratungskompetenz neu zu positionieren.

„Die Zukunft gehört den Flexiblen. Durch KI wird die Kunde-Agentur-Zusammenarbeit verändert. Agenturen müssen deutlich mehr strategische Sparringspartner auf Augenhöhe sein. Kunden müssen ihrerseits klar definieren, was sie in welchem Set-up wollen.“, fasste ÖMG-Präsident Alexander Oswald zusammen. Auftraggeber*innen haben verstanden das KI zum Teamplayer wurde. Dieses Zusammenspiel gehört kuratiert und im Wert, den man damit schafft, bemessen.

Viktoria Zischka, Präsidentin der ÖMG, ergänzt: „Unsere Sandbox-Formate zeigen, dass es für nachhaltige Zusammenarbeit neue Denkweisen braucht. Der kleine Kreis bringt Offenheit, Vertrauen der Diskutant*innen und die Bereitschaft offen über Überlegungen, Ansätze und Ideen zu reden.“

Neue Modelle der Zusammenarbeit

Die Inhalte und Ideen der offenen Sandbox-Diskussion machten Reibungspunkte sichtbar. Das Verhältnis zwischen Kund:innen und Agenturen ist aktuell „belastet“. Die Ausschreibungen der letzten Monate zeigen dies deutlich: Ob Diversität nur mehr zum „kosmetischen Faktor“ wird oder Abstandhonorare nicht mehr angesetzt werden – es braucht ganz klar konsequenter umgesetzte Spielregeln. Die Wertschätzung strategischer und kreativer Leistungen von Dienstleister*innen ist deutlich zu gering.

Der Erfolg und die Qualität in der Beziehung von Agentur und Kunde liegt meist in langjährigen Vertragsbeziehungen mit ebenso langgedienten Marketeers, die eine gewisse Resilienz gegen den „Veränderungsaffekt“ aufweisen und lieber mit gewohnten Partnern in die Tiefe und an Qualität arbeiten. Alle aktuellen Maßnahmen in der Branche, die helfen sollten, die Kunden-Agentur-Ausschreibungen fair zu machen, werden „als bislang zahnlos“ erachtet.

Zusammenfassend…

  • Mehr Transparenz, Ausdauer und Vertrauen – insbesondere beim Einsatz von KI und bei der Definition gemeinsamer Ziele und der Zusammenarbeit.
  • Neue Kooperationsmodelle – weg von starren Strukturen hin zu flexiblen, interdisziplinären Teams mit intensiven Wissensaustausch zwischen Auftraggebenden und Agenturen.
  • Fairness und Ausbildung – Verantwortung nicht delegieren, sondern definieren: Pitches, Bezahlung und Kompetenzentwicklung müssen neu gedacht werden.
  • Nachhaltige Markenarbeit – Qualität, Haltung und langfristige Werte zählen deutlich mehr als kurzfristige Effekte.

Bei einem gemeinsamen Ausklang mit Spezialitäten bot sich Raum für vertiefenden Austausch und Vernetzung, Ideenentwicklung und persönliche Gespräche – ganz im Sinne unseres Sandbox-Gedankens: offen, interdisziplinär, zukunftsorientiert.

Weiterdenken mit der ÖMG

Die Sandbox-Reihe ist Teil unserer Neupositionierung als Think Tank für Marketing. Die Ergebnisse aller drei diesjährigen Sandboxes fließen in die kommende Publikation „Marketing Utopia 2030“ ein, die im 1. Quartal2026 zur Verfügung stehen wird.

Ausblick

Die nächste ÖMG-Sandbox findet am 03. Dezember 2025 statt:
„Zwischen Widerstand & Wandel – Wie man mit Botschaften durchdringt, die keiner hören will.“

Zum Nachlesen der 1. Sandbox!

Hier findet ihr die Bilder

2. Sandbox „Von Full Service zu Full Flex – Was muss bei Kunden-Agenturmodellen neu gedacht werden?“

Nach dem erfolgreichen Auftakt der ersten ÖMG-Sandbox zum Thema „Prompt & Purpose – Das neue Berufsbild Marketing im KI-Zeitalter“ geht es nun mit frischem Fokus in die nächste Runde:
Am 23. Oktober 2025 laden wir gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation zur 2. Sandbox ein – diesmal zum Thema:

„Von Full Service zu Full Flex – Was muss bei Kunden-Agenturmodellen neu gedacht werden?“

📅 23. Oktober 2025
📍Lingenhel, Wien
🕒 18:00–21:00 Uhr

Warum dieses Thema jetzt entscheidend ist

Die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Auftraggeber:innen verändert sich rasant.
Künstliche Intelligenz, neue Erwartungshaltungen, flexible Arbeitsformen und wirtschaftlicher Druck führen dazu, dass klassische Modelle an ihre Grenzen stoßen.
Die Frage lautet daher:
Wie sieht ein zukunftsfähiges Agenturmodell aus, das Kreativität, Effizienz und strategische Partnerschaft neu denkt?

Im Fokus der Diskussion stehen Themen wie:

  • Wie flexibel müssen Agenturen künftig aufgestellt sein?
  • Welche neuen Anforderungen stellen Auftraggeber:innen an Teams, Tools und Prozesse?
  • Wie verändern sich Wertschöpfung und Zusammenarbeit im Spannungsfeld von Technologie und Kreativität?

Was die Sandbox ausmacht

Die ÖMG-Sandboxes sind Teil unserer Neupositionierung als Think Tank für Marketing.
In einem kleinen, interdisziplinären Kreis von Expert:innen werden aktuelle Herausforderungen diskutiert, Erkenntnisse verdichtet und praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet.
Die Ergebnisse fließen in die ÖMG-Publikation „Marketing Utopia 2030“ ein, die Zukunftsthemen der Branche aufbereitet und weiterentwickelt.

Kooperation mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien begleitet die Sandbox als Kooperationspartnerin und stärkt damit den fachlichen Austausch zwischen Agenturen, Unternehmen und der Wissenschaft.
Gemeinsam schaffen wir Raum für konstruktive Diskussionen, neue Denkanstöße und mutige Perspektiven auf die Zukunft der Kommunikationsbranche.

Jetzt anmelden – die Plätze sind limitiert

Die Teilnahme an den Sandboxes ist bewusst exklusiv gehalten, um einen intensiven, offenen Austausch zu ermöglichen.

Hier bei der Umfrage „Corporate Influencer“ mitmachen!

10. Cyber Conference Week

Die ‘MARKETING ON TOUR – Cyber Conference Week’ wird bereits zum 10. Mal von SM:ILe Communication im Online-Format veranstaltet. Sie hat das Ziel, die Teilnehmer:innen 1x im Jahr über die wichtigsten Neuerungen im Digital Marketing praxisnah und kompakt zu informieren! 

In diesem Jubiläumsjahr wurde das Konzept neu gedacht: Statt einer durchgehenden Konferenzwoche, wie in den vergangenen Jahren, setzen sie auf einzelne, klar fokussierte Thementage mit zeitlichem Abstand. So können Sie noch gezielter teilnehmen – je nach Interesse, Bedarf oder Fachgebiet. 

Jeder Conference Day behandelt ein Schwerpunktthema aus dem digitalen Marketing – kompakt, praxisnah und hochwertig aufbereitet. Sie können die Tage einzeln oder als Komplett-Paket buchen.
Tag 1 – 18. Nov. 2025: Social Media
Tag 2 – 25. Nov. 2025:  Search 
Tag 3 – 02. Dez. 2025: KI + Tools
Tag 4 – 11. Dez. 2025: Online Recht 
Die einzelnen Sessions dauern ca. 45 Minuten. Alle Vorträge sind anwender- und nutzenorientiert.
Keine Zeit? Kein Problem!
Die gesamten Webinare werden aufgezeichnet und können nach der Konferenz-Woche für 4 Monate abgerufen werden. Also kein Problem, wenn Sie keine Zeit zu den angesetzten Terminen haben oder den Inhalt nochmal wiederholen möchten.

Unsere ÖMG Mitglieder erhalten eine Teilnahme zum Discount-Preis von 49,-€ zzgl. MwSt. (statt 149,-€ zzgl. MwSt.) für einzelne Cyber Days und 199,-€ zzgl. MwSt. (statt 356,-€ zzgl. MwSt.) für das Kombi-Ticket für ALLE 4 Tage

Bei der Registrierung bitte folgenden Rabatt-Code angeben: cyber#25
Registrierung unter: Cyber Conference Week 2025 – Registrierung

Erste ÖMG-Sandbox: „Prompt & Purpose“ — Marketing-Skills im KI-Zeitalter im Fokus

Wir setzten mit unserer ersten Sandbox einen deutlichen Impuls für die Neupositionierung als Think Tank: Unter dem Titel „Prompt & Purpose – das neue Berufsbild & die nötigen Marketing-Skills im KI-Zeitalter“ trafen wir uns am 11. September mit ausgewählte Expert:innen zu einem intensiven Abend im Otto will Meer (Wien). Das Ziel: Eine gute, praxisnahe Debatte über das, was Marketing und Marketeers künftig leisten müssen.

Die handverlesene Runde umfasste Vertreter:innen aus Agentur-, Hochschul- und Unternehmenspraxis. Neben Alexander Oswald (Futura GmbH & Präsident ÖMG) und Viktoria Zischka (REWE & Präsidentin ÖMG) diskutierten Michaela Buttazzoni (BDO)Helmut Kammerzelt (FH St. Pölten)Patrik Partl (BROKKOLI)Martina Zöbl (FH Wien)Katrin Brandtner (Wiesbauer) und Andreas Schmölzer (Pilotfilm). Der Ablauf und das Format bestand aus Mini-Impulsen, offenen Tischdiskussion, Wrap-ups und war bewusst auf Diskussion und Reibung ausgelegt. 

Die ersten Kernerkenntnisse der ersten Sandbox zu „Prompt & Purpose“

Die Debatte machte deutlich: KI ist nicht (nur) Werkzeug — sie verändert Rollen, Verantwortlichkeiten und Wertschöpfungsketten im Marketing. Sie verändert aber auch Zeitabläufe. Kann man als Hochschule heute noch ein Curriculum für 5 Jahre im Voraus definieren? Was waren erste Erkenntnisse:

  • Mindset schlägt Toolset. Nicht das Tool macht den Unterschied, sondern wie wir es einsetzen und welche Fragen wir stellen.
  • Neue Kernkompetenzen. Strategisches Prompting, kritische Reflexion, ethisches Urteilsvermögen und Storytelling bleiben absolute Schlüsselqualifikationen.
  • Schnittstelle statt Silos. Marketing agiert zunehmend als Bindeglied zwischen Technologie, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung.
  • Human Skills entscheiden. Kreativität, Empathie und Leadership sind die Faktoren, die KI nicht einfach „ersetzt“.

Eine Zahl, die für Gesprächsstoff sorgte: „79 Prozent der Unternehmen in Österreich lassen das Arbeiten mit KI noch nicht zu“ — ein Befund, der eher als Warnsignal denn als Komfortzone verstanden werden sollte.

Was sind künftig wertschöpfende Tätigkeiten?

Es braucht ein offenes, neues Mindset und es braucht Mut, dazu haben die Teilnehmenden Einigkeit. Junge Marketeers müssen wieder lernen, Menschen anzusprechen, echte Kommunikation ist ein Skill der Zukunft. Und: Lehrgänge müssen neu gedacht werden: Innovation gehört als eigenes Fach in die Ausbildung. Denn: Neben Hard Skills wie Datenkompetenz, KI-Tools & Customer Experience Design werden Soft Skills wie Kreativität, Empathie und Leadership entscheidend bleiben. „Ich vergleiche Marken im KI-Zeitalter gerne mit einem Lagerfeuer: KI ist das Turbo-Feuerzeug — schnell, effizient, voller Funken. Aber ohne Holz — also Purpose — bleibt es nur heiße Luft. Purpose ist nicht die Kür, sondern das Brennmaterial.“ meint Patrik Partl, BROKKOLI. Michaela Buttazzoni, BDO fasst es so zusammen „Der Mensch, der Marketer, bleibt Pilot, die KI ist der Co-Pilot. Entscheidend sind nicht nur technische, sondern vor allem menschliche Fähigkeiten.“

Marketing Utopias 2030ff.

Die Erkenntnisse dieser uns zwei weiterer Sandboxes fließen in die Publikation ÖMG „Marketing Utopia 2030“ ein und werden Grundlage weiterer Formate und Empfehlungen der ÖMG sein. Konkret identifizierte Handlungsfelder: Curricula neu denken: Innovation als eigenständiges Pflichtfach in Aus- und Weiterbildung. Unternehmen in ihrer Change-Readiness fördern und Raum für kritisches, kreatives Denken schaffen. Und auf Seiten der Agenturen & CMOs: Experimentierfelder schaffen, in denen KI verantwortet und erprobt wird.

Ausblick: Weitere ÖMG Sandboxes in 2025

Aufbauend auf dem Auftakt folgen zwei kuratierte Abende (jeweils „by invitation“):

  • 23. Oktober 2025 – „Von Full Service zu Full Flex: Was muss bei Kunden-Agenturmodellen neu gedacht werden?“
  • 19. November 2025 – „Zwischen Widerstand & Wandel: Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will.“

„Die 1. Sandbox hat gezeigt: Der Diskussions- und Orientierungsbedarf ist riesig. KI verändert nicht nur Tools, sondern Rollen, Kompetenzen und Verantwortung unseres Metier verändern sich. Genau hier setzen die ÖMG als Think Tanks an — mit interdisziplinären Formaten, wollen wir Orientierung geben und Perspektiven aufzeigen.“ Viktoria Zischka & Alexander Oswald, Präsidium ÖMG

Hier geht es zum Nachbericht unseres Sommerfestes!

Das war unser ÖMG Sommerfest…

Bei strahlendem Sommerwetter und einem Rekordandrang an Anmeldungen luden wir gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und der Werbe Akademie am 27. August 2025 zum traditionellen Sommerfest. Die Veranstaltung im Ruby Marie Hotel in Wien war nicht nur ein geselliger Treffpunkt der Branche, sondern zugleich der symbolische Start unserer Neupositionierung – vom klassischen Verband hin zum Think Tank für Marketing.

Unser Fest stand unter dem Motto „Survival of the fittest – Wer überlebt im Dschungel des Marketings?“. Viele Mitglieder und Gäste aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Kreativszene nutzten die Gelegenheit für Austausch, Inspiration und Networking.

Programm-Highlights des Abends

Der Abend begann mit einem Empfang auf der Dachterrasse des Ruby Marie Hotels. Bei Aperitif und sommerlicher Stimmung nutzten unsere Gäste die Gelegenheit für erste Gespräche und Networking.

In ihrer Begrüßung betonten unsere Präsident:innen Viktoria Zischka und Alexander Oswald unsere neue Rolle als Think Tank und gaben einen Ausblick auf die kommenden Formate und Events.

 „Marketing steht an einem Wendepunkt. Mit der ÖMG als Think Tank wollen wir nicht nur reagieren, sondern den Wandel aktiv mitgestalten – durch fundierte Diskussion, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Formate und echten Mehrwert für die Branche schaffen.“ sagt dazu Alexander Oswald, Präsident der ÖMG.

Im Anschluss folgte ein lockerer Talk mit Mitgliedern des neu gegründeten ÖMG-Beirats. Unter dem Motto „Survival of the fittest – Das Marketing von morgen“ diskutierten Thomas Schwabl (Marketagent), Peter Rosenkranz (media4more), Michaela Buttazzoni (BDO), Patrik Partl (Brokkoli) und Bettina Schatz (Willhaben). Die Runde beleuchtete, wie sich Marketing unter den Bedingungen von KI, gesellschaftlichem Wandel und neuen Erwartungen an Marken weiterentwickeln muss. Unterschiedliche Perspektiven aus Forschung, Data, Kreation, Ethik und Praxis machten die Diskussion besonders spannend und vielseitig.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der „Rookies of the Year“ der Werbeakademie. Junge Talente der Branche wurden vor großem Publikum ausgezeichnet und damit die Bedeutung der Nachwuchsförderung hervorgehoben.

Neupositionierung als Think Tank
Mit der Transformation zur Denkfabrik wollen wir Antworten auf die drängendsten Fragen des Marketings geben. Neben Netzwerk-Events werden künftig interdisziplinäre Formate wie die ÖMG-Sandboxes etabliert – kleine, konzentrierte Denk- und Experimentierräume, in denen Ideen für die Zukunft entwickelt werden.

 „Unser Sommerfest war der perfekte Auftakt für diesen neuen Weg: voller Energie, inspirierender Gespräche und frischer Ideen. Es zeigt, dass unsere Branche bereit ist, über den Tellerrand hinauszudenken und mutig neue Antworten zu finden.“ so Viktoria Zischka, Präsidentin der ÖMG.

Ausblick
Noch im Herbst folgen drei Sandbox-Abende mit Themen wie:

  • Prompt & Purpose – Das neue Berufsbild Marketing im KI-Zeitalter (11. September, noch 1 Platz frei)
  • Von Full Service zu Full Flex – Kunden-Agenturmodelle neu denken (23. Oktober)
  • Zwischen Widerstand & Wandel – Unpopuläres erfolgreich kommunizieren (19. November)

Zusätzlich setzen wir mit der Werbeakademie neue Akzente in der Aus- und Weiterbildung – unter anderem mit dem Lehrgang „KI im Marketing“, der praxisnah aufzeigt, wie Künstliche Intelligenz erfolgreich eingesetzt werden kann.

Fazit: Bei bestem Wetter, mit vollem Haus und einem abwechslungsreichen Programm gelang uns ein gelungener Auftakt in eine neue Ära – mit frischen Formaten, spannenden Diskussionen und einer klaren Zukunftsvision für das Marketing in Österreich.

APA Fotogalerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/39248

Mit dabei waren u.a.: Oliver Jonke, Medianet; Roland Grafl, Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation; Barbara Rauchwarter, APA; Andrea Bigl, Menschen für Menschen; Michaela Buttazzoni, BDO; Michael Schachinger-Brauner, Proxymedia; Thomas Schwabl, Marketagent; Marion Stelzer-Zöchbauer, COPE; Bettina Schatz, Willhaben; Claudia Falkinger…

Weitere Infos zu unserer Neupositionierung findet ihr hier!

Hands-on, Heads-up! – Warum unsere Sandbox das KI-Thema endlich aus dem Elfenbeinturm holt

Gestern war Premiere – und ehrlich gesagt: ein bisschen Herzklopfen war dabei. „Hands-on“ heißt unser neues Format, und das meinen wir wörtlich. Statt Folien gab es Live-Prompts, statt Buzzwords echte Workflows zu sehen. Drei Szenenwechsel zeigen, wohin die Reise geht:

Von Monats-Reporting zu Minuten-Insight

Norbert Mach von Corestad klickt auf „Run“ – und eine Werbewirkungsanalyse, die früher schnell mal 100 Arbeitsstunden fraß, ploppte förmlich mit erläuterndem Plain-Language-Reports aus dem Modell. Prompt-Ökonomie statt Excelsheets mit Einsatz von Gemini, Notebook LLM, deep research uvm. die Agentur- und Beratungsangebote neu und anders umdefiniert. „In den kommenden Jahren werden die Systeme durchaus auch destruktiv werden. Das ist aber jetzt noch in weiterer ferne. Viele unterschätzen Exponenzialität.“, so Mach.

Von Warhol zu Godall

Brokkoli-Chef Patrick Partl nennt es selbst ironisch „Bipolarität“ und einer der untechnischsten Menschen: Seine kreative Wunderwelt trifft Primatengehirn. „Die Arbeitsbedingungen rund um KI beschäftigen schon länger. Ich habe mich aus purer Angst damit beschäftigt und verliebt.“, so meint Partl. KI-Tools testen Werbemittel, rechnen Heatmaps für Regale, lassen Weinflaschen sprechen und zeigen mit face recognition wie ählich man im Kunsthistorischen Museum einem Kunstwerk sehen kann. Menschen kreieren, kuratieren, verfeinern, überraschen. Das Ergebnis: schnelleres Go-to-Market und mehr Raum fürs Unvorhergesehene und Kreative.

Von Ein-Mensch-Kampagne zu Multi-Agenten-Ökosystem

David Toran von Virtual Identity entwickelt u. a. Multi-Agentensysteme: Der eine textet LinkedIn-Posts, der nächste baut Dashboards, ein dritter transformiert Insights in einen Podcast. Die menschliche Rolle bleibt entscheidend: Knowledge Basen aufbauen, Resultate kuratieren, Verantwortung tragen. Das sehr spezifische Wissen seiner Agentur rund um Corporate als Klientel hilft auch Kund*innen neue Mehrwerte abseits von FTE-Denken zu finden.

Warum ist das ÖMG-FutureLab genau jetzt so wichtig?

Gerade KI schreit nach Spielplätzen – geschützten Räumen, in denen Fehler Lernsprünge und nicht Karriereknicke bedeuten. Sie ist aber nur eines von vielen transformativen Themen. Mit unserem neuen Vorstand der Österreichischen Marketing-Gesellschaft setzen wir auf spannendes Erleben, Erarbeiten und Testen. Unsere Sandbox liefert drei Dinge:

  1. Tatsächliches Tun – Live-Sprints, in denen Members Prototypen bauen, Hackatons machen und Expert*innen zum Austausch nutzen können.
  2. Unser neuer Beirat ist inhaltlicher Sparringpartner und Impulsgeber*in gleichzeitig – interdisziplinär besetzt, breit aufgestellt und dazu nötig, um Sackgassen früh zu erkennen.
  3. Offene Ergebnisse – Wir publizieren, studieren, lehre und testen. Die Ergebnisse werden in Studien, Cross-over-Eventformaten, Whitepapers, Podcasts, Toolkits uvm.: für Mitglieder zuerst, danach öffentlich erscheinen.

Unsere Sandbox ist offen – für Fragen, Kritik, kühne Ideen. Melden Sie sich bei uns im Marketer´s Playground.

Lieben Dank an die Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und die Werbeakademie für dieses gelungene Event!

Präsentation zum Nachlesen von Alexander Oswald!

👉 Mitglied werden oder Eventplatz sichern

11.06.: KI Expert:innen Battle

In Kooperation mit der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und der Werbeakademie findet am 11.6. unser ÖMG Event mit dem Thema „KI hands-on: So entsteht spürbarer Nutzen!“ im APA Pressezentrum statt.

Was erwartet euch: Ihr bekommt nicht nur die neuesten Infos zu KI im Marketing, sondern lernt auch, wie ihr sie direkt und effektiv anwenden könnt.

Programm:
Präsident Alexander Oswald eröffnet den Abend mit einem kurzen Impuls zur Rolle und den unglaublichen Möglichkeiten von KI im Marketing.

Meet the Macher:innen
Wir tauschen uns live mit den drei Inputgeber:innen aus, die direkt ihre Tools und Workflows vorstellen.

Live-Impulse: So geht KI in der Praxis
Drei kreative Profis: David Toran, Patrik Partl und Norbert Mach zeigen in je 10 Minuten, wie sie KI konkret einsetzen – von Texterstellung über Bildgenerierung bis zu automatisierten Kampagnenprozessen. Keine Theorie – echte Anwendungsbeispiele


In der abschließenden Fragerunde ist Raum für Austausch, Diskussion und konkrete Tipps für den eigenen Workflow. Sowie die Vorstellung des neuen praxisorientierten Diplom-Lehrgang „KI im Marketing“ der Werbeakademie.

Event „KI hands-on: So entsteht spürbarer Nutzen!“
WANN: 11.06.2025
START: 18 Uhr, Eintreffen 17:30
WO: APA Pressezentrum, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien

Meldet euch gleich hier an!

Den Nachbericht zum letzte Event findet ihr hier!

ÖMG Sommerfest

„Survival of the Fittest – Wer überlebt im Dschungel des Marketings?“

Die Evolutionstheorie trifft auf das moderne Marketing: In einer Zeit ständiger Umbrüche – von KI-Revolution über Datenflut bis hin zu Wertewandel – überleben nicht die Größten, sondern die anpassungsfähigsten Marken, Strategien und Teams.

Wer heute im Marketing bestehen will, muss radikal denken, mutig handeln und bereit sein, alte Muster zu hinterfragen.

Gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation und der Werbeakademie feiern wir unser Sommerfest unter dem Motto: „SURVIVAL OF THE FITTEST – Das Marketing von morgen“

Neben inspirierenden Gesprächen unter Marketeer´s und kühlen Getränken werden wir die Neuausrichtung der ÖMG vorstellen:

In einer Welt radikaler Umbrüche – technologisch, ökologisch, sozial – positioniert sich die Österreichische Marketing-Gesellschaft neu: 

Nicht als Eventplattform.
Nicht als Branchen-Club.
Sondern als Think Tank für die Zukunft des Marketings.
Wir nennen es: The Marketer´s Playground.

📅 Datum: 27. August 2025
📍 Ort: Roof Top, Ruby Marie Hotel, Kaiserstrasse 2-4, 1070 Wien
🕓 Start: ab 17 Uhr

Auch dieses Jahr werden wir im Zuge unserer Feier wieder die Rookies der Werbeakademie Lehrgänge Social Media und Online-Marketing küren.Ob Sonnenbrille oder Flip-Flops – bring gute Laune mit, der Rest wartet auf dich!

Lass uns zusammen den Sommer feiern! 🌞Wir freuen uns auf dich!

Hier geht es zum Nachbericht vom letzten Jahr!

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