Cloud, KI, Kontrolle – wem gehört unsere digitale Zukunft? Das war unsere ÖMG-Sandbox

Künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen und digitale Souveränität sind längst keine Zukunftsthemen mehr – sie entscheiden zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Unter dem Titel „Cloud, KI, Kontrolle – Wem gehört unsere digitale Zukunft?“ diskutierten hochrangige Expert:innen aus Wirtschaft, Technologie, Recht, Kommunikation und Marketing bei unserer ÖMG-Sandbox, die gemeinsam mit ITdesign, Alexander Chvojka in den Räumlichkeiten von Himmelhoch stattfand, über Europas digitale Zukunft und den Handlungsspielraum heimischer Unternehmen.

Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie Europa und insbesondere Österreich digitale Abhängigkeiten reduzieren können, ohne auf Innovation zu verzichten. Einigkeit herrschte darüber, dass KI heute kein Nischenthema mehr ist: Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, obwohl sich Technologien und Rahmenbedingungen rasant verändern.

„KI ist keine Zukunftsfrage mehr. Digitale Souveränität schon. Wir klicken uns täglich ein Stück Unabhängigkeit weg, bequem, schnell und meistens unbewusst. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Länder. Die strategische Frage zur Nutzung von KI lautet daher: Wollen wir Convenience oder Souveränität? Wir müssen diese Entscheidung treffen, bevor sie jemand anderer für uns trifft.“ Alexander Oswald, Präsident Österreichische Marketing-Gesellschaft.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass Europa über exzellente Forschung, Talente und Kapital verfügt, diese Stärken jedoch zu selten in skalierbare digitale Plattformen und eigene Technologien übersetzt. Während die USA und China konsequent investieren und Entscheidungen rasch umsetzen, wird in Europa vielfach noch diskutiert. Die Teilnehmer:innen waren sich einig, dass gerade jetzt der Zeitpunkt sei, mutiger zu handeln.

Besonders intensiv wurde über die wachsende Abhängigkeit von internationalen Plattformen wie Google, Microsoft, Meta etc. diskutiert. Viele Unternehmen seien sich zwar der Risiken bewusst, sähen jedoch oftmals keine praktikablen Alternativen oder verfügten nicht über ausreichend Wissen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Als zentrale Erkenntnis kristallisierte sich heraus, dass digitale Souveränität nicht mit Autarkie verwechselt werden darf. Vielmehr gehe es darum, Wahlfreiheit zu schaffen, europäische Alternativen aufzubauen und kritische digitale Infrastruktur dort zu kontrollieren, wo sie für Wirtschaft und Gesellschaft strategisch relevant ist.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen. Mehrere Expert:innen warnten davor, die Dynamik der KI zu unterschätzen. Die Entwicklungskosten für leistungsfähige Modelle steigen rasant, gleichzeitig verkürzt sich der Innovationszyklus kontinuierlich. Europa verfüge nach Einschätzung der Runde noch über ein begrenztes Zeitfenster, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Europa verfügt über die Köpfe und die Werte. Was fehlt, ist der gemeinsame Wille, Entscheidungen schneller zu treffen und digitale Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt sie ausschließlich von außen gestalten zu lassen.“ Alexander Chjovka, ITdesign.

Neben technologischen Fragen spielte auch das gesellschaftliche Mindset eine zentrale Rolle. Diskutiert wurde, wie Risikobereitschaft, Innovationskultur und unternehmerisches Handeln gestärkt werden können. Mehrfach wurde betont, dass digitale Souveränität letztlich nicht allein durch Regulierung entsteht, sondern durch Investitionen, Ausbildung und bewusste Entscheidungen von Unternehmen, Politik und Konsument:innen.

Über die ÖMG-Sandbox

Die ÖMG-Sandboxes sind exklusive Think-Tank-Formate der Österreichischen Marketing-Gesellschaft. In kleiner Runde diskutieren Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kommunikation aktuelle Zukunftsfragen. Ziel ist es, Trends frühzeitig einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Entscheidungsträger:innen abzuleiten.

An der Diskussion beteiligten sich Alexander Oswald, ÖMG-Präsident & Futura GmbH; Viktoria Zischka, ÖMG-Präsidentin & BILLA; Rainer Schneemayer, Timewarp; Barbara Streimelweger, Stragere; Matteo Rosoli, Eustella; Gertraud Leimüller, Winnovation, Andreas Seling, DORDA Rechtsanwälte; Wilhelm Steindl, Rethink Consulting und Alexander Chvojka, ITdesign.

Über ITdesign:

ITdesign ist ein Anbieter aus Business Consultants und Spezialisten mit tief-technischem Know-how, die gemeinsam eine Einheit bilden, um Ihren Erfolg am Markt zu steigern.
So klar muss die Lösung sein.

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ÖMG-Sandbox mit ITDesign: Cloud, KI, Kontrolle: Wem gehört unsere digitale Zukunft?

Cloud klingt nach Himmel. KI nach Magie. Digitale Transformation nach Fortschritt. Aber hinter all dem steht eine ziemlich handfeste Frage: Wer hat eigentlich die Kontrolle?

Denn bei digitaler Souveränität reden wir nur auf den ersten Blick über Technologie. In Wahrheit reden wir über Macht. Über Abhängigkeiten. Über Spielräume. Über Regeln, die andere setzen, während wir sie im Alltag ganz selbstverständlich übernehmen.

Wer Systeme baut, bestimmt die Logik.
Wer Daten kontrolliert, kontrolliert Wertschöpfung.
Wer Infrastruktur besitzt, definiert, was möglich ist.
Und wer keine Alternative hat, verhandelt nicht, sie / er klickt auf „Akzeptieren“.

Gerade im Marketing ist das Thema brisant. Fast alle relevanten Tools, Plattformen, Clouds, KI-Systeme und Datenökosysteme kommen von wenigen globalen Playern. Wir planen Kampagnen, analysieren Zielgruppen, automatisieren Customer Journeys und optimieren Content auf Infrastrukturen, die wir kaum verstehen, kaum beeinflussen und selten hinterfragen.

Ist das noch digitale Freiheit oder schon komfortable Abhängigkeit oder ein technisches K.O.?

In dieser ÖMG-Sandbox stellen wir die großen Fragen hinter den kleinen Alltagsentscheidungen: Welche Abhängigkeiten nehmen wir im Marketing längst hin? Wo brauchen wir europäische Alternativen? Wie viel Kontrolle geben wir für Convenience auf? Und was bedeutet Souveränität in einer Zeit, in der KI, Cloud und Plattformen zum Betriebssystem unserer Kommunikation werden?

Cloud, KI, Kontrolle oder Souveränität: Wem gehört unsere digitale Zukunft?
Eine ÖMG-Sandbox über Marketing, Macht und die Frage, ob Europa digital nur mitspielt oder selbst Spielregeln setzen kann.

Was ist eine ÖMG-Sandbox?

Die ÖMG-Sandboxes sind bewusst klein gehaltene, kuratierte Think-Tank-Formate.

Ausgewählte Expert:innen aus Wirtschaft, Agenturen, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft kommen in einem interdisziplinären Setting zusammen. Ziel ist kein Frontalvortrag, sondern ein moderierter, offener Austausch auf Augenhöhe – mit klarer Ergebnisorientierung.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Publikationen für ÖMG-Mitglieder.

Die Teilnehmer:innenzahl ist bewusst limitiert, um einen intensiven Dialog zu ermöglichen.
Wann: 07. Juli 2026 9:00–12:00 Uhr

Wenn du Teil dieser Diskussion sein möchtest, bitten wir um Rückmeldung bis 15.06.2026 an info@marketinggesellschaft.at

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Vormittag und neue Perspektiven!

Hier findest du den Nachbericht zu unserer letzten Sandbox.https://marketinggesellschaft.at/culture-x-performance-unternehmenskultur-marketingfaktor/

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