Heißer Punsch zahlt warme Suppe

Am Donnerstag, 01. Dezember, ab 17:00 Uhr, möchten wir mit der Aktion „Heißer Punsch zahlt warme Suppe“ den „Canisibus“, den Suppenbus der Caritas, unterstützen. Mit jedem Punsch, den ihr beim gemütlichen Networking und Marketing-Tratsch trinkt, leistet ihr einen Beitrag und unterstützt den Canisibus, der für immer mehr Menschen die einzige warme Mahlzeit des Tages sicherstellt.

Wann: Donnerstag, 1. Dezember 2022, ab 17 Uhr

Wo: „Advent im Gartenpalais Liechtenstein“, Fürstengasse 1, 1090 Wien

Wir bitten euch um eine Voranmeldung, damit wir die ungefähre Menge an Punsch einschätzen können.

Wir freuen uns auf euch!

Euer ÖMG-Team

New generations, new demands. Nachbericht & Aufzeichnung

Recht haben oder (wertvolle Fachkräfte) gewinnen?

Die ÖMG lud am 20. Oktober zum hybriden Pressroom-Talk bei der APA ein. Diskutiert wurden New Work, Diversität und die Wünsche der aktuell vier Generationen im Jobleben im Bereich Marcom. Das Podium widmete sich dem Thema „New generations, new demands. Worauf die Changemaker*innen von morgen Wert legen“. Das Podium war hochkarätig mit Dr. Ulla Havas-Harsch (Randstad) und Katharina Miller (Jobtwins), Kosima Kovar (Ada), Jürgen Bauer (Werbung Wien) und Manfred Gansterer (ÖMG) unter der Moderation von Alexander Oswald besetzt.

„Wer kann es sich leisten, darauf zu verzichten, mehr Lösungsansätze in kürzerer Zeit zu finden?“ fragte Manfred Gansterer am Ende einer spannenden Diskussion zu New Work, Diversität, Inklusion und neuen, flexibleren Arbeitsmodellen u.a. im MARCOM-Bereich.

Fachkräftemangel und dennoch Potenziale „liegen lassen“?

Immer deutlicher kommt auch im Bereich Marcom (Marketingkommunikation) der Fachkräftemangel an. Es mutet da schon fast kurios an, dass seitens der Unternehmen viel Potenzial an Wissensarbeiter*innen nicht oder deutlich zu wenig in den Markt eingebunden werden. Denn: Viele Frauen finden nicht mehr in die Arbeit zurück, weil die Jobs meist nur in Vollzeit ausgeschrieben werden. Ihr Wissen geht dem Markt quasi verloren. so Katharina Miller. Damit „produziere“ man für viele, denen aufgrund ihrer Lebensplanung nicht möglich ist in Vollzeit zu arbeiten, ein Problem.

Bestätigt wird dies durch Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Wien und seine brandaktuelle Employer Branding Studie Der Arbeitsdruck wird von 37 Prozent aller Befragten in unserer Studie klar am häufigsten genannt, wenn es um die unattraktiven Faktoren der Branche geht. Grundsätzlich wird die Branche aber dennoch aufgrund ihrer Gestaltungsmöglichkeiten für Themen und Anliegen in der Öffentlichkeit als sehr attraktiv empfunden.

„Teilzeit“ wird insbesondere dann zu einem starken Thema, wenn es um Lebensqualität geht. Der Wunsch nach Teilzeitmodellen ist in der MARCOM Branche enorm hoch. „So gut wie niemand will Vollzeit arbeiten. Das Konzept 40 Stunden Job „stresst“ die Mitarbeitenden nahezu aller Generationen geschlechterübergreifend. Man will das Gefühl haben flexibel auch für andere Dinge im Leben Zeit zu haben.“, so Bauer weiter. Und: Führen bleibt einem nicht erspart. Denn Menschen wollen ihren Freiraum, aber sie wollen ganz klar auch Führung. bestätigt Ulla Havas-Harsch.

Wertschätzung als Grundbedürfnis

Studienzahlen von Dr. Ulla Havas-Harsch, COO von Randstad bestätigen, dass „wir aktuell erstmals vier Generationen im Arbeitsprozess haben. Diese Bandbreite an Bedürfnissen und Sichtweisen sorgt durchaus für Spannungen.“, so Havas-Harsch, COO von Randstad.

Das offensichtlichste verbindende Element ist dabei aber „Wertschätzung“. „Sie geht über alle Generationen und jeden Joblevel“, so Katharina Miller, Mitgründerin von Jobtwins. Keine der Generationen, die aktuell im Arbeitsprozess ist, kann darauf verzichten auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten, offene Dialoge zu führen und jene Dinge anzusprechen, die im Gesamtgefüge der Job- und Arbeitswelt wichtig sind. Jeder in einem Job will Wertschätzung. Das hängt auch eng mit „mental health“ zusammen, die dabei ein wesentlicher Faktor ist. Denn: Wertschätzung ist, analog zur Maslowschen Bedürfnispyramide, ein menschliches Grundbedürfnis. ergänzt Kosima Kovar, Gründerin von Ada.

Teilt die Zeit und die Jobs!

Das Gute für alle Arbeitgeber*innen, in der Teilzeitarbeit liegt enorm viel Potenzial! Darin ist sich das Podium einig. „Viele Menschen schaffen in Vollzeit nicht das, was andere in Teilzeit hinbekommen“, so Ulla Havas-Harsch. Hier hat sich seit den Coronajahren viel verändert. Prangerte man damals die fehlende Produktivität an, so lobt man diese heute insbesondere bei Teilzeitbeschäftigten.

Organisationsprobleme seitens der Arbeitgeber*innen , die die Leistungsbereitschaft unterschätzen, sehen alle am Podium als Hauptproblem im Umstellungsprozess auf die neuen „demands“ an. Dabei sind sich alle einig, dass es „ausschließlich ein Thema für Führungskräfte“ ist, sich umzustellen.

Die PR-wirksam diskutierte 4-Tage Woche ist aus Sicht der Podiumsteilnehmer*innen nur bedingt eine Lösung. Denn ihr fehlt es deutlich an Flexibilität. Arbeitgeber*innen sind gefordert, deutlich aktiver zu führen und anzunehmen, dass es um die Leistung geht und dabei die Unflexibilität bei der zeitlichen Gestaltung diese Arbeitsleistung tatsächlich drosselt.

„Teilzeit ist vielfach noch nicht akzeptiert und eher die Ausnahme – und sie ist – quer über alle Branchen – meist noch ein weibliches Thema.“ meint Jobtwins-Gründerin Katharina Miller. „Der „neue“ Modus lautet: Auf Augenhöhe zusammenarbeiten, offen Dialoge führen, Dinge ansprechen.“, so Jürgen Bauer.

So richtig divers

Diversität, Inklusion und echte Gleichberechtigung ist eine wirkliche Umstellung allerorts. In global orientierten Unternehmen und Konzernen müssen dem Topmanagement meist Schulungen „verordnet“ werden. Egal, wie mühevoll die Umstellung und wie schwierig neue Sichtweisen anzunehmen sind – es lohnt sich.

Wenn echte Diversität in den Teams angekommen ist, sehen die Manager*innen das auch rasch in den positiven Ergebnissen und verstehen die Sinnhaftigkeit, so Manfred Gansterer.

Die Marcom-Branche hat in Sachen Diversität kein Problem. „Diese sollte allerdings noch in den obersten Führungsrängen Platz greifen“ ergänzt Moderator Alexander Oswald. „Wir müssen zu einem neuen Selbstverständnis finden und die Transformation, die wir unseren Kunden predigen, auch selbst praktizieren“, so Werbung Wien-Obmann Bauer pointiert.

Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie

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10. ÖMG Hauptversammlung

Am 15. November 2022 wird die 10. Generalversammlung der Österreichischen Marketing-Gesellschaft im APA-Pressezentrum stattfinden. Der Vorstand der ÖMG wird über die Aktivitäten und Erfolge der Jahre 2020, 2021 und 2022 ausführlich berichten. Bitte machen Sie als Mitglied von Ihrem Recht Gebrauch, sich über diese beiden Jahre Rechenschaft ablegen zu lassen.

TAGESORDNUNG

1. Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Genehmigung der Tagesordnung

3. Bericht der Präsidenten

4. Bericht des Kassiers

5. Genehmigung des Budgets 2020, 2021 und 2022

6. Bericht der Rechnungsprüfer

7. Nachträgliche Genehmigung der Änderungen im Generalsekretariat

8. Entlastung des Vorstandes

9. Wahl des neuen Vorstandes

10. Anträge an die Generalversammlung

11. Allfälliges

Wir planen die Generalversammlung physisch umzusetzen. Sollte es Änderungen auf Grund der aktuellen Coronasituation geben, werden wir Sie  zeitnah informieren.

Wenn Sie Agendapunkte, Anträge an die Generalversammlung oder Allfälliges einbringen wollen, so müssen diese schriftlich bis spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung im ÖMG-Büro, 1080 Wien, Piaristengasse 1/3, eingelangt sein.

Gemäß den Statuten der Österreichischen Marketing-Gesellschaft geben wir Ihnen hiermit die Tagesordnung bekannt. Sollten Sie verhindert sein, delegieren Sie bitte Ihre Stimme an ein Mitglied Ihrer Wahl. Gemäß den Statuten kann ein Mitglied maximal drei Stimmen (inkl. der eigenen) abgeben.

Eine entsprechende Information erhalten Sie gemeinsam mit dem oder den Wahlvorschlägen demnächst.

Um Voranmeldung wird gebeten:

New generation – new demands. Worauf die Changemaker*innen von morgen wert legen

Am Donnerstag, 20. Oktober, erwartet euch unser nächster spannender Event, zu dem ihr euch ab sofort anmelden könnt.

Die hybride Veranstaltung findet im APA-Pressezentrum statt und wir haben wieder hochkarätige Gäste eingeladen, um ein besonders aktuelles und wichtiges Thema zu diskutieren.

Der Fachkräftemangel ist jetzt auch in unserer Branche angekommen. Die Ansprüche der Talente von morgen verändern sich nämlich auch im Bereich Marketing und Kommunikation.

Worauf die Changemaker*innen von morgen wert legen und welche Themen sie wirklich beschäftigen, diskutieren wir unter anderem mit:

  • Ulla Havas (COO Randstad)
  • Jürgen Bauer (Fachgruppenobmann Werbung Wien)
  • Manfred Gansterer (Vorstandsmitglied ÖMG)
  • Kosima Kovar (CEO & Co-Founder ADA)
  • Katharina Miller (Co-Founder JobTwins)
  • weitere tba.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Jürgen Bauer unter anderem über diese aktuelle Studie zum Fachkräftemangel in der Werbung sprechen.


Termin: Donnerstag, 20.10.2022. Einlass ab 17:30 Uhr, Start um 18:00 Uhr

Location: APA-Pressezentrum, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
Weitere Infos folgen in Kürze.

Wir freuen uns auf euch!

Euer ÖMG Team 

ÖMG x Leitbetriebe Austria: Marketingautomation

Viele Arbeitsabläufe und Aufgaben sind vom stetigen Wandel beeinflusst. Dabei spielt natürlich auch die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Die Möglichkeiten für Entscheidungsträger*innen, Marketing- und Sales-Prozesse mit Tools und Softwarelösungen zu optimieren, sind umfangreich.

Im Rahmen eines hochkarätig besetzten Studiogesprächs präsentieren die ÖMG und die Leitbetriebe Austria Best Practices, die einen spannenden Einblick in die Zukunft des Marketings geben. Wie sehen die unterschiedlichen Marketing-Strategien aus und welche Ziele sollen erreicht werden? Wie verändern sich die Abläufe zwischen Sales und Marketing? Welche Herausforderungen punkto Know-How stellt es an die Teams?

Beim Studiogespräch mit dabei sind:

  • Kristina Maria Brandstetter, Head of Marketing Zühlke Austria
  • Andreas Perotti, CMO FACC
  • Barbara Rauchwarter, CMO APA
  • Michael Swoboda, Geschäftsführer ETC
  • John Oakley, Country Marketing Manager IKEA Austria

Termin: Mittwoch, 14.09.2022, 9:00 Uhr

Location: ProSiebenSat.1 PULS 4, Media Quarter Marx 3.3, Maria Jacobi Gasse 1, 1030 Wien

Ablauf:

  • 09:00 Uhr Welcome mit Snacks
  • 09:30 Uhr Begrüßung & Impuls
  • 09:45 Uhr Studiogespräch
  • im Anschluss: Fragen & Antworten
  • 11:00 Uhr Get-together
  • Ende ca. 12:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung:

Nachbericht: Das ÖMG Sommerfest 2022

Die ÖMG lud am Mittwoch, dem 24. August 2022 zur Sommerparty ins Palais Freiluft in den Garten des Palais Auersperg. Neben einem Get-together vieler Marketer*innen wurden die Besten der Besten des letzten Semesters der Online- und Social Media Management Lehrgänge der Werbe Akademie des Wifi Wien geehrt und mit der Branche vernetzt.

Nach etlichen Regentagen schien Mittwoch die Sonne für die Gäste des ÖMG Sommerfestes. Viele waren der Einladung in den Palaisgarten des Auersperg gefolgt und genossen, neben Netzwerken mit Branchen-Kolleg*innen, Drinks und Food des „Palais Freiluft“.

Das Präsidenten-Duo der ÖMG, Barbara Rauchwarter und Alexander Oswald, begrüßte in gewohnt launiger Art seine Gäste: „Wir freuen uns sehr, hier so viele Mitglieder bei perfektem Wetter begrüßen zu dürfen. Das Jahr war trotz schwieriger Rahmenbedingungen bisher sehr erfolgreich, und ein spannender Event-Herbst steht uns noch bevor. Das ermöglichen unter anderen unsere Sponsoren: die COPE Content Performance Group, Sitecore und die Wirtschaftskammer Wien, bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich für ihre konstante Unterstützung bedanken“, so Rauchwarter. Oswald ergänzt: „Es ist großartig an einem herrlichen Sommerabend einen Branchentreff mit unseren Mitgliedern zu haben. Junge Talente der Werbeakademie auszuzeichnen und einen Austausch zwischen den Generationen zu haben, ist das Beste.

Besonderer Höhepunkt der Sommerfestveranstaltung ist die Ehrung der Jahrgangsbesten der Lehrgänge Online Marketing und Social Media Management der Werbe Akademie des Wifi Wien. Hier engagiert sich Vorstandsmitglied Sabrina Oswald als Lehrgangsleiterin und kooperiert mit Digital-Expertin Kisten Neubauer (digital hotpot).

Geehrt wurden die Nachwuchstalente im Social Media Management Lehrgang/ Sabrina Oswald:

  • Beste Arbeit „Social Demokratie“ Von: Helena Luczinsky
  • Rookie des Jahrgangs: Julia Pehr mit ihrer Leistung im Lehrgang und der Arbeit „The new normal: Slow living bei Lagerhaus Baustoffe, Haus- und Gartenmarkt“

Geehrt wurden die Nachwuchstalente in den Online-Lehrgängen/ Kirsten Neubauer:

  • Beste Arbeit: Kategorie Perfomance: „E-Mobility-Tarife von Wien Energie“
    Von: Katharina Edler, Gudrun Rath, Stefanie Strasser, Clara Treberer-Treberspurg
  • Beste Arbeit 360° Kampagne: „HABIT – A great place to work & be“
    Von: Anna von Grünigen, Bianca Czeipek, Ioana Kreuzer-Roi, Tomas Mikeska
  • Beste Arbeit: Kategorie Strategie: „MA11 – Jedes Kind ist ein Abenteuer“
    Von: Alexander Blach, Krisztina Hajdu, Martina Poimer, Christoph Seibert
  • Rookie des Jahrgangs: Clara Treberer-Treberspurg mit ihrer Leistung im Lehrgang

Mit der ÖMG und den Rookies feierten u.a.: Xenia Daum (COPE), Nicola Dietrich (COPE), Peter Drobil (Bank Austria), Dinko Fejzuli (medianet), Harald Fleischer (ÖAMTC), Gabriele Fischer-Ahrens (ORF), Niki Fuchs (Radio 88.6), Michael Jiresch (Mediaprint), Martina Kapral (Agentur Martina Kapral), Gudrun Keindl (LSZ), Ralf Kober (Springer und Jacoby), Kirsten Neubauer (hotpot), Markus Nutz (SPiNNWERK), Petra Schenner (Payback), Gabriele Stanek (Unicef) und Gerhard Weber (vektorama).

Die Sponsoren der ÖMG: COPE – Content Marketing Agentur, Sitecore – Digital Experience Platform, Fachgruppe Werbung der WK Wien

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Let’s have a… ÖMG-Sommerparty 2022

Wir freuen uns, auch heuer wieder im Park des Palais Auersperg zur ÖMG-Sommerparty 2022 begrüßen zu dürfen – und die neue „Strohboid-Lounge“ macht es möglich, dort auch bei etwas etwas kühlerem Wetter eine heiße Party feiern zu können!

Wieder als besonderes Programmhighlight: 

*** Meet your future talents ***

Unsere Rookie Ehrung für insgesamt 5 Online-Marketing und 2 Social Media Marketing Lehrgänge der Werbeakademie, die einige unserer Vorstandsmitglieder als Lektor*innen begleitet haben.

Wann: Mittwoch, 24. August 2022, ab 17:00 Uhr
Wo: Palais Freiluft (im Park des Palais Auersperg), Trautsongasse 1, 1080 Wien

Bitte meldet euch rechtzeitig an, damit wir neben genug Platz auch genug kühle Getränke bereit halten können!

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend
Euer ÖMG Team 

Anmeldung unter https://shop.timesloth.io/oemg

Nachbericht: Content Marketing & Data – A Love Story

Daten als Hebel für Content Marketing – Mit richtigem Content zum richtigen Zeitpunkt zu qualifizierten Leads  – Marketingexpert*innen geben Tipps zur Umsetzung

Wien (OTS) – Noch nie wussten Unternehmen so viel über ihre Kund*innen. Wer dieses Wissen im Content Marketing richtig einsetzt, kann nicht nur Kund*innen binden, sondern auch Leads generieren und Neukund*innen gewinnen. Darin waren sich die Marketingexpert*innen bei der Kooperationsveranstaltung der Österreichischen Marketing-Gesellschaft (ÖMG), der COPE-Group und der APA – Austria Presse Agentur am 28. Juni 2022 einig.

Social Media Listening und Monitoring

Xenia Daum, CEO der COPE-Group, veranschaulichte die erfolgsversprechende Liaison von Daten und Content Marketing anhand mehrerer Beispiele. So könne man etwa mit Social Media Listening & Monitoring sehen, welche Inhalte die User*innen gerade interessieren, welche Themen positiv und welche negativ besetzt sind. Dieses Wissen könnten Unternehmen für ihre Interessen nutzen und Themenführerschaften aufbauen. „Social Media Listening & Monitoring wird noch sehr wenig genutzt, obwohl es nicht teuer ist. Mein Tipp ist, es einfach auszuprobieren. Wenn man den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Touchpoints platziert, wird man gute Leads erzeugen“, so Daum.

Mit Marketing-Automation zum Kaufabschluss

Eine höhere Disziplin ist die Marketing-Automation. Mit ihr lassen sich Interessent*innen sukzessive in qualifizierte Leads und schließlich in Käufer*innen wandeln. Laut Daum führen 100.000 Visits auf der Website zu vier Kaufabschlüssen. Auch im Storytelling gibt es einen neuen Ansatz, mit Daten zu arbeiten. Das können Infografiken oder auch exotischere Ideen wie die Verwendung von GPS-Daten der Kund*innen sein.

Datengetriebenes Content Marketing in der Praxis

Florian Kraft, Interim-Director für Digital Customer Management bei A1, hält Marketing-Automation für sehr sinnvoll. „Wir haben bei A1 Marketing-Automation eingeführt, um mehr Emotion und Beziehung einzubringen. Wir verwenden die Daten, um langbestehenden Kund*innen Empfehlungen auszusprechen, wie sie ihre Produkte besser nutzen, oder um ihnen Angebote zu legen.“

Barbara Rauchwarter, Marketingleiterin bei der APA, schilderte ihre Erfahrung mit Marketing-Automation bei der APA. „Die Marketing-Automation hat uns neue Kund*innen gebracht, sie war aber auch viel mehr Arbeit als gedacht. Die Learnings daraus sind, dass nicht alles, was man gerade verkaufen möchte, den Bedarf der Kund*innen trifft. Und dass es ganz wichtig ist, Sales von Anfang an mitzunehmen.“

Letzteres unterstrich auch Ulrike Kittinger, Geschäftsführerin der MTH Retail Group: „Es ist ganz wichtig, dass der Data-driven-Ansatz nicht nur auf das Marketing beschränkt ist. Auch die Einkaufsabteilung muss mit Daten arbeiten, und die IT muss wissen, was sie mit diesen Daten tut.“

Für Roland Fink, Gründer von niceshops, waren Daten im Content Marketing schon immer relevant: „Wenn man 180.000 Produkte täglich bewirbt, braucht man Daten, um herauszufinden, wann man welche Geschichte erzählt. Denn nicht jede Geschichte, die erzählt werden muss, will auch gehört werden.“ 

Zwei Welten prallen aufeinander

Kirsten Neubauer, Geschäftsführerin von Digital Hotpot, brachte die Herausforderungen von Data-driven Content Marketing aufs Tapet: „Hier prallen zwei Welten aufeinander: Die Mitarbeiter*innen, die sich mit Daten beschäftigen, haben eine höhere Technikaffinität und einen anderen Zugang zu Kommunikation als Marketingverantwortliche. Sie halten es nicht für notwendig, über Zielgruppen zu reden und Personas zu entwickeln. Sehen das Eingreifen der Kreativen als Angriff auf ihre Domäne, und vice versa. Diese zwei Welten aneinander zu führen, ist nicht immer leicht.“

Zur Fotogalerie: 

https://www.apa-fotoservice.at/galerie/29456/

Die Aufzeichnung des Events finden Sie hier:

https://events.streaming.at/oemg-apa-20220628

Nachbericht: Wie werden Marketer und Agenturen künftig zusammenarbeiten? Ein Blick in die Zukunft.

Die Zukunft der Zusammenarbeit: Auch Auftraggeber werden pitchen.

Die Österreichische Marketinggesellschaft (ÖMG) lud zur Podiumsdiskussion im APA-Pressezentrum. Das Thema: „Wie werden Marketeers und Agenturen künftig zusammenarbeiten?“ Das hochkarätig besetzte Podium diskutierte pointenreich die Gestaltung, die Kooperation und die Findung der richtigen Partner im Marketingbereich.

Wird die Agenturbranche sich noch stärker verändern müssen? Glaubt man den Gästen des Podiums der ÖMG-Veranstaltung, so lautet die Antwort: Ja! Modelle, die als agile Kollektive agieren, mit Artists, Spezialist*innen in den Bereichen e-Commerce, Performance, Social Media, uvm. und die von Key Accounts oder Projektleads gesteuert werden, standen gestern auf dem einen Ende der Skala. Kreativagenturen, mit ihrem Fokus auf „die Idee oder neue Kategorien“, und Teams aus Strategie, Konzept, Text und Art Direction standen auf dem anderen Ende der Skala. Die enorme Bandbreite an möglichen Modellen zeigt eines: Es gibt durchaus sehr unterschiedliche „Reifegrade“ in den Marketingabteilungen der Auftraggeber -und ebenso auf Agenturseite.

Wer führt nun „die Marke“?

Alexander Oswald, Präsident der ÖMG und Moderator der Veranstaltung, arbeitete mit seinen Fragen die Unterschiede der möglichen Zugänge heraus. Eine zentrale Frage sorgte in der Diskussion aber für eine deutliche Polarisierung: Wer organisiert Markenführung? Die Markenarbeit, die Kreativagenturen immer wieder für sich in Anspruch nehmen, liegt für Gregor Almassy, CMO von Oppo Overseas, klar auf Auftraggeberseite. „Wenn die Brand nicht weiß, was sie tut, wer dann? Immerhin engagiert ‚der Kunde‘ die Agenturen und nicht umgekehrt. Die Brands müssen wissen, wie sie ihre Marke aufstellen und wohin sie wollen.“ Aber er räumte ein: “Viele Wege führen nach Rom. Für Zusammenarbeit in diesem Bereich gibt es kein one-fits-all Modell.“

Michael Kapfer, CEO der Kreativagentur GGK MullenLowe sieht die Creative Excellence, die neue Kategorien definiert, als zentralen Ankerpunkt. „Der Gedanke, dass Unternehmensberater Agentur spielen, ist absurd. Unternehmensberater kommen vom Cost cutting, Agenturen setzen einen Anspruch.“ Er gestand zu, dass Interdisziplinarität gut und wichtig ist. Und er forderte von Kunden ein, Businessprobleme mit ihren Agenturen zu erläutern. „Nur dann kann man als Agentur neu und anders denken.“

Den Punkt der deutlich strategielastigen Kommunikationsarbeit unterstreicht in der Diskussion auch Doris Christina Steiner, Geschäftsführung Jung von Matt. „Kollektive ja, aber das funktioniert als Patentrezept nicht immer gut. Dieser Ansatz kann durchaus die Schärfe einer Marke nehmen.“ Sie betrachtet das Zuviel an Partnern nur selten als hilfreich, gesteht aber zu, dass die „klassische“ Arbeitsaufteilung in Agenturen (in Text, Konzept und AD), die heute benötigte Geschwindigkeit nimmt. Und: „Zielgruppen gibt es im klassischen Sinn nicht mehr, vielmehr werden heute Filterbubbles bedient“, so Steiner weiter. Die Frage stellt sich, wie weiß ein Auftraggeber, welche Bubbles entstanden sind und welche für ihn relevant sind? Bubbles trennen sich, verbinden sich. Und: „Wie kann man das in einen Beschaffungsprozess eingliedern?“ fragt Martin Schiefer, Kanzlei Schiefer Rechtsanwälte.   

„Es gilt Businessprobleme zu lösen. Das ist, was Kunden heute brauchen. Daher ist Relevanz bei uns großgeschrieben. Man muss mehrere Bereiche orchestrieren können – und das beherrschen Kreativagenturen meist nicht. Das Konzept der Leadagentur ist überholt“, kontert Markus Höfinger, Geschäftsführer von Accenture Song. Seine Perspektive reflektiert stark die zunehmende Digitalisierung: „Jeder digitale Touchpoint ist heute als ein POS zu sehen. Das Internet führt dazu, dass ‚Marke – Performance – Commerce‘ in einem close loop laufen müssen“, ergänzt er weiter.

„Ja, das stimmt. Aber ‚Marke‘ ist und bleibt ein dauerndes Experiment,“ reflektiert Tanja Sourek, Vice President Brand & Marketing Com Magenta Telekom Sie sieht eine zunehmende Komplexität, wie sie schon von Gregor Almassy angesprochen wurde. „Ein Produkt wie Netzqualität ist nicht greifbar. Wie mache ich da meine Marke begehrlich? Eine Frage, der wir uns täglich – erfolgreich – stellen.“

Wie gestalten sich die Beziehungen der Zukunft im Marketingbereich?

„Wir müssen uns von der Sichtweise lösen, dass Markenbildung in der heutigen digitalisierten Welt weiterhin nach außen vergeben werden wird“, so Martin Schiefer, Inhaber der Vergabespezialisten-Kanzlei Schiefer Rechtsanwälte. „Was es braucht, ist Geschwindigkeit. Man muss viele „Boote koordinieren, aber das geht nicht ohne ‚Hafenmeister‘. Das Problem: Das Vergaberecht bildet aktuell die nötige Flexibilität für Kreativität und Innovation nicht ab. Das muss sich rasch ändern!“

Markus Höfinger, Accenture Song, nennt dies „die Mitwirkungspflicht des Kunden“, etwas, das auf durchaus viel Diskussionsbedarf auslöst.

Viel wird, wie es scheint, in Zukunft von den Größenordnungen abhängen. Es gibt in Österreich auch viele „Nicht-Konzern-Großkunden“ – Mittelstand, KMUs, die eine namhafte Größe haben, aber durchaus andere Partnersettings benötigen. „Sparringpartner sein kann nur funktionieren, wenn der andere auch einen haben will. Tatsächlich ist das Vergaberecht ein Thema, das an die Zeit angepasst werden muss. Denn: Die Anforderungen sind unterschiedlich, der Bürokratiewust zu gewaltig. ‚Kreativität‘ ist in einem Einkaufsprozess echt schwierig zu vermitteln, denn sie lässt sich nicht in ein Korsett pressen“, so Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation.

Die perfekte Symbiose zwischen Kunden und Agentur kann nur funktionieren, wenn man sich aufeinander einlässt. Das erfordert Zeit, um sich intensiv kennenzulernen, sich mit Zielgruppen oder Bubbles, Produkt, Kundenverhalten, uvm. auseinanderzusetzen. Gregor Almassy, Oppo Overseas: „Wenn man jemanden engagieren will, muss man auch bereit sein zu bezahlen, damit dieser lernt. Davor schrecken viele Firmen zurück. Aber: Wenn ich einen Partner an meiner Seite haben will, dann muss ich investieren.“

Ein Mut und ein Investment, die selten sind – darin ist sich das Podium einig. Eine komplexe Strategie in Ausschreibungsprozessen auf maximal zehn Seiten zu begrenzen oder in Rahmenvereinbarungen keine Verbindlichkeit zu schaffen, hilft dabei nicht. Ebenso wenig hilft es, dass wesentliche KPIs nicht im Prozess und später im Team geteilt werden. Pure Daten und Zahlen sind rar, ebenso sind ehrlich Businessherausforderungen selten am Tisch.

„Agenturen sollen Partner sein. Aber: Welchen Prozesslevel kann/ will ich begleiten? Welche Teamstruktur passt? Ganz wesentlich wäre daher im Vorfeld des Ausschreibungsprozesses ein Werte- und Sichtweisen-Abgleich“, so Doris Christina Steiner von Jung von Matt.

Einig sind sich alle Diskutant*innen, dass im Pitch nicht nur von Agenturen gefordert werden sollte. Es braucht durchaus auch „Formblätter“ für und Vorstellungen seitens der Auftraggeber. Das fehlt in vielen Ausschreibungen.

Die Arbeit in Zukunft in Marketing und Werbung

Gerade aktuell ist Werbung vom Umfeld noch stärker beeinflusst: „Es ist nicht gerade die Zeit der mutigen Werbung. Spannend, toll, zum Nachdenken anregen, das ist aktuell nicht groß geschrieben“, meint Kapfer von GGK MullenLowe. „Die einzige ‚Währung‘ heute scheint die: Wiederholung. Obschon es wesentlich wichtiger wäre, gerade heute Menschen zu bewegen.“

Das Bewegen muss aber auch für die Berater*innenseite gelten: Es braucht deutlich mehr Verzahnung mit dem Kunden. „Berater*innen sind bei uns Teil der Kundenteams. Denn: Man muss eng am Kunden sein, sonst kann nichts Relevantes produziert werden. Wir agieren als Anbieter heute wie Scrum-Teams, wie in der IT, da es einen deutlich agileren Modus braucht“, so Markus Höfinger, Accenture Song.

Seniorität muss auf allen Seiten gegeben sein, denn gut geführtes, partnerschaftliches Arbeiten ist essenziell. „Scrum – ja gut – aber es geht eher um das Mindset. Crossfunktionalität ist heute sehr gefragt Jedes Unternehmen beschäftigt sich mit Agilität. Ist das ein Thema in den Agenturen?“ fragt Tanja Sourek, Magenta Telekom, abschließend.

Zur Fotogalerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/28862/

Die Aufzeichnung des Events finden Sie hier: https://events.streaming.at/oemg-20220531

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung zum nächsten Event am Dienstag, 28. Juni 2022:
Content Marketing & Data – A Love Story | 2022-06-28 – 2022-06-28 (eventmaker.at)