Der SEO-Day 2026 findet am 19. November in Köln statt. Die führende Fachkonferenz für Suchmaschinenoptimierung, GEO und KI bietet über 30 Top-Speaker, praxisnahe Workshops und exklusives Networking. Alle Infos und Tickets hier.
Künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen und digitale Souveränität sind längst keine Zukunftsthemen mehr – sie entscheiden zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Unter dem Titel „Cloud, KI, Kontrolle – Wem gehört unsere digitale Zukunft?“ diskutierten hochrangige Expert:innen aus Wirtschaft, Technologie, Recht, Kommunikation und Marketing bei unserer ÖMG-Sandbox, die gemeinsam mit ITdesign, Alexander Chvojka in den Räumlichkeiten von Himmelhoch stattfand, über Europas digitale Zukunft und den Handlungsspielraum heimischer Unternehmen.
Im Zentrum der ÖMG-Sandbox stand die Frage, wie Europa und insbesondere Österreich digitale Abhängigkeiten reduzieren können, ohne auf Innovation zu verzichten. Einigkeit herrschte darüber, dass KI heute kein Nischenthema mehr ist: Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, obwohl sich Technologien und Rahmenbedingungen rasant verändern.
„KI ist keine Zukunftsfrage mehr. Digitale Souveränität schon. Wir klicken uns täglich ein Stück Unabhängigkeit weg, bequem, schnell und meistens unbewusst. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Länder. Die strategische Frage zur Nutzung von KI lautet daher: Wollen wir Convenience oder Souveränität? Wir müssen diese Entscheidung treffen, bevor sie jemand anderer für uns trifft.“ Alexander Oswald, Präsident Österreichische Marketing-Gesellschaft.
Die Diskussion zeigte deutlich, dass Europa über exzellente Forschung, Talente und Kapital verfügt, diese Stärken jedoch zu selten in skalierbare digitale Plattformen und eigene Technologien übersetzt. Während die USA und China konsequent investieren und Entscheidungen rasch umsetzen, wird in Europa vielfach noch diskutiert. Die Teilnehmer:innen waren sich einig, dass gerade jetzt der Zeitpunkt sei, mutiger zu handeln.
Besonders intensiv wurde über die wachsende Abhängigkeit von internationalen Plattformen wie Google, Microsoft, Meta etc. diskutiert. Viele Unternehmen seien sich zwar der Risiken bewusst, sähen jedoch oftmals keine praktikablen Alternativen oder verfügten nicht über ausreichend Wissen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Als zentrale Erkenntnis kristallisierte sich heraus, dass digitale Souveränität nicht mit Autarkie verwechselt werden darf. Vielmehr gehe es darum, Wahlfreiheit zu schaffen, europäische Alternativen aufzubauen und kritische digitale Infrastruktur dort zu kontrollieren, wo sie für Wirtschaft und Gesellschaft strategisch relevant ist.
Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen. Mehrere Expert:innen warnten davor, die Dynamik der KI zu unterschätzen. Die Entwicklungskosten für leistungsfähige Modelle steigen rasant, gleichzeitig verkürzt sich der Innovationszyklus kontinuierlich. Europa verfüge nach Einschätzung der Runde noch über ein begrenztes Zeitfenster, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.
„Europa verfügt über die Köpfe und die Werte. Was fehlt, ist der gemeinsame Wille, Entscheidungen schneller zu treffen und digitale Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt sie ausschließlich von außen gestalten zu lassen.“ Alexander Chjovka, ITdesign.
Neben technologischen Fragen spielte auch das gesellschaftliche Mindset eine zentrale Rolle. Diskutiert wurde, wie Risikobereitschaft, Innovationskultur und unternehmerisches Handeln gestärkt werden können. Mehrfach wurde betont, dass digitale Souveränität letztlich nicht allein durch Regulierung entsteht, sondern durch Investitionen, Ausbildung und bewusste Entscheidungen von Unternehmen, Politik und Konsument:innen.
Über die ÖMG-Sandbox
Die ÖMG-Sandboxes sind exklusive Think-Tank-Formate der Österreichischen Marketing-Gesellschaft. In kleiner Runde diskutieren Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kommunikation aktuelle Zukunftsfragen. Ziel ist es, Trends frühzeitig einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Entscheidungsträger:innen abzuleiten.
An der Diskussion beteiligten sich Alexander Oswald, ÖMG-Präsident & Futura GmbH; Viktoria Zischka, ÖMG-Präsidentin & BILLA; Rainer Schneemayer, Timewarp; Barbara Streimelweger, Stragere; Matteo Rosoli, Eustella; Gertraud Leimüller, Winnovation, Andreas Seling, DORDA Rechtsanwälte; Wilhelm Steindl, Rethink Consulting und Alexander Chvojka, ITdesign.
Über ITdesign:
ITdesign ist ein Anbieter aus Business Consultants und Spezialisten mit tief-technischem Know-how, die gemeinsam eine Einheit bilden, um Ihren Erfolg am Markt zu steigern. So klar muss die Lösung sein.
Bei den 1. KI made in Europe – DAYs stehen praxisnahe KI-Lösungen, Technologien und Innovationen aus Europa im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum strategischen Wettbewerbsfaktor – für Prozesse, Geschäftsmodelle sowie für Marketing, Kommunikation und kundenorientierte Wertschöpfung. Europäische Technologien und Plattformen stehen dabei für Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Innovationskraft und leisten einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität. Für Unternehmen bedeutet der gezielte Einsatz von KI aus Europa nicht nur Effizienz- und Wachstumspotenziale, sondern auch die Chance, bewusst auf ein starkes europäisches Ökosystem zu setzen.
Die KI made in Europe DAYs bieten eine Business-Plattform, um aktuelle Entwicklungen, innovative Anwendungen und zukunftsweisende Strategien zu präsentieren und zu diskutieren. Die Stärkung der europäischen Innovationskraft und digitalen Souveränität ist für SM:ILe Communication ein zentrales Anliegen – und zugleich Antrieb, ein Event zu gestalten, das Orientierung, Inspiration und konkrete Mehrwerte verbindet.
Die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung der Konferenz orientiert sich an den folgenden Eckpunkten: • Vorstellen von europäischen Lösungsansätzen, Technologien, Vorgehensmodelle • Aufzeigen von Einsatzmöglichkeiten und Best Practice • Vermitteln von Learnings, Orientierungspunkten und Empfehlungen aus der Praxis • Fördern von Wissensaustausch
Unser Discount-Preis für ÖMG Mitglieder (50€ Rabatt auf den aktuellen Tagespreis)
Bei der Registrierung bitte folgenden Rabatt-Code angeben: europedays#50
ÖMG Sandbox – Cloud klingt nach Himmel. KI nach Magie. Digitale Transformation nach Fortschritt. Aber hinter all dem steht eine ziemlich handfeste Frage: Wer hat eigentlich die Kontrolle?
Denn bei digitaler Souveränität reden wir nur auf den ersten Blick über Technologie. In Wahrheit reden wir über Macht. Über Abhängigkeiten. Über Spielräume. Über Regeln, die andere setzen, während wir sie im Alltag ganz selbstverständlich übernehmen.
Wer Systeme baut, bestimmt die Logik. Wer Daten kontrolliert, kontrolliert Wertschöpfung. Wer Infrastruktur besitzt, definiert, was möglich ist. Und wer keine Alternative hat, verhandelt nicht, sie / er klickt auf „Akzeptieren“.
Gerade im Marketing ist das Thema brisant. Fast alle relevanten Tools, Plattformen, Clouds, KI-Systeme und Datenökosysteme kommen von wenigen globalen Playern. Wir planen Kampagnen, analysieren Zielgruppen, automatisieren Customer Journeys und optimieren Content auf Infrastrukturen, die wir kaum verstehen, kaum beeinflussen und selten hinterfragen.
Ist das noch digitale Freiheit oder schon komfortable Abhängigkeit oder ein technisches K.O.?
In dieser ÖMG-Sandbox mit ITdesign stellen wir die großen Fragen hinter den kleinen Alltagsentscheidungen: Welche Abhängigkeiten nehmen wir im Marketing längst hin? Wo brauchen wir europäische Alternativen? Wie viel Kontrolle geben wir für Convenience auf? Und was bedeutet Souveränität in einer Zeit, in der KI, Cloud und Plattformen zum Betriebssystem unserer Kommunikation werden?
Cloud, KI, Kontrolle oder Souveränität: Wem gehört unsere digitale Zukunft? Eine ÖMG-Sandbox über Marketing, Macht und die Frage, ob Europa digital nur mitspielt oder selbst Spielregeln setzen kann.
Was ist eine ÖMG-Sandbox?
Die ÖMG-Sandboxes sind bewusst klein gehaltene, kuratierte Think-Tank-Formate.
Ausgewählte Expert:innen aus Wirtschaft, Agenturen, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft kommen in einem interdisziplinären Setting zusammen. Ziel ist kein Frontalvortrag, sondern ein moderierter, offener Austausch auf Augenhöhe – mit klarer Ergebnisorientierung.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Publikationen für ÖMG-Mitglieder.
Die Teilnehmer:innenzahl ist bewusst limitiert, um einen intensiven Dialog zu ermöglichen. Wann: 07. Juli 2026 9:00–12:00 Uhr
Wenn du Teil dieser Diskussion sein möchtest, bitten wir um Rückmeldung bis 15.06.2026 an info@marketinggesellschaft.at
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Vormittag und neue Perspektiven!
Marketing Utopias 2030 ff.: Marketing steht nicht vor dem nächsten Trend. Marketing steht vor einer Entscheidung.
KI macht Inhalte schneller, Varianten billiger und Produktion skalierbar. Strategieansätze, Zielgruppenanalysen, Konzepte, Texte, Visuals, Headlines und Claims entstehen heute in Minuten. Doch genau dadurch verschiebt sich die eigentliche Frage: Wer entscheidet künftig, was gut, richtig, relevant und verantwortbar ist?
Mit „Marketing Utopias 2030 ff.“ legt die Österreichische Marketing-Gesellschaft gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation ein Whitepaper vor, das nicht noch einen weiteren Zukunftsbericht liefern will. Es ist ein Kompass für eine Branche, die lernen muss, mit mehr Möglichkeiten besser umzugehen.
Denn der Engpass im Marketing ist längst nicht mehr nur der Output. Der Engpass liegt in der Qualität der Entscheidungen, wie wir in unseren Sandboxes herausarbeiten konnten. Aber auch in der Klarheit von Briefings. In der Fähigkeit, Technologie zu führen. In Prozessen, die Tempo ermöglichen, ohne Verantwortung auszulagern. Und in Kommunikation, die nicht lauter wird, sondern glaubwürdiger.
Drei Fragen für Marketing 2030 ff.
Die Publikation bündelt Erkenntnisse aus drei ÖMG-Sandboxen, Stimmen aus der Praxis, Daten zur Wahrnehmung von Marketing in Österreich und konkrete Handlungsimpulse für Unternehmen, Agenturen und Marketer:innen.
Im Zentrum stehen drei große Zukunftsfragen.
Was braucht Marketing im KI-Zeitalter wirklich?
Prompt & Purpose zeigt: KI-Kompetenz ist nicht nur Prompting. KI-Kompetenz ist Denken. Wenn Produktion immer leichter wird, braucht Marketing mehr Urteilskraft, bessere Qualitätsmaßstäbe und klare Verantwortung.
Es geht nicht darum, möglichst viel zu generieren. Es geht darum, richtig zu fragen, sauber zu prüfen, klug zu kuratieren und markenkonform zu entscheiden.
Wie verändert sich Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen?
Von Full Service zu Full Flex beschreibt den Wandel von gewohnten Leistungspaketen hin zu flexibleren, modularen und stärker orchestrierten Arbeitsmodellen.
Full Flex klingt nach Freiheit. In Wahrheit braucht es mehr Führung. Mehr Klarheit. Mehr Verlässlichkeit. Wer mit mehreren Spezialist:innen, Partner:innen und Tools arbeitet, braucht ein Betriebssystem für Zusammenarbeit: klare Rollen, saubere Schnittstellen, definierte Abnahmen und gemeinsame Qualitätskriterien.
Wie gelingt Kommunikation, wenn Themen unbequem werden?
Zwischen Widerstand und Wandel zeigt, warum Kommunikation nicht bei Botschaften beginnt, sondern bei Beziehungen. Gerade, wenn´s ruppig wird.
Transformation, Nachhaltigkeit, Kosten, Verzicht oder gesellschaftlicher Wandel stoßen oft nicht deshalb auf Widerstand, weil Informationen fehlen. Häufig fehlt Vertrauen. Wer sofort erklärt, erzeugt Abwehr. Wer zuerst zuhört und versteht, schafft die Grundlage für Wirkung.
Für wen ist das Whitepaper gedacht?
„Marketing Utopias 2030 ff.“ richtet sich an alle, die Marketing nicht nur als Disziplin der Sichtbarkeit verstehen, sondern als echte Führungsaufgabe.
An Marketer:innen, die KI nicht nur nutzen, sondern verantwortungsvoll integrieren wollen. An Unternehmen, die ihre Zusammenarbeit mit Agenturen neu denken. An Agenturen, die in flexibleren Modellen Orientierung, Qualität und Wirkung sichern wollen. An Kommunikator:innen, die auch dort Vertrauen aufbauen müssen, wo Themen schwierig, emotional oder widersprüchlich sind.
Was Leser:innen mitnehmen
Das Whitepaper liefert keine einfachen Prognosen. Es liefert Denkwerkzeuge.
Es zeigt, warum Marketing 2030 ff. nicht daran gemessen wird, wie viel es produziert, sondern ob es Orientierung schafft. Ob es Qualität definieren kann. Ob es Technologie sinnvoll einsetzt. Ob es Vertrauen baut. Und ob es Verantwortung übernimmt, wenn Entscheidungen komplexer werden.
Marketing Utopias 2030 ff. ist damit Einladung, Standortbestimmung und Arbeitsgrundlage zugleich.
Wir luden am 19. Februar gemeinsam mit Marketagent zur aktuellen ÖMG-Sandbox unter dem Titel „Voice x Trust – Corporate Influencer:innen im Fokus“ in die Vinothek des Palais Herzfeld im 1. Bezirk. In einem interdisziplinären Setting diskutierten Expert:innen aus Wirtschaft, Medien, Agenturen und Organisationen über die wachsende Bedeutung von Vertrauen, glaubwürdigen Stimmen und Corporate Influencer-Strategien im Marketing.
Im Rahmen unserer Veranstaltung präsentierte Thomas Schwabl, Marketagent aktuelle Studienergebnisse zum Thema Vertrauen in Markenkommunikation und die Rolle von Corporate Influencer:innen. Die Daten zeigen klar: Authentische, persönliche Kommunikation gewinnt massiv an Relevanz. Dazu Thomas Schwabl, Marketagent-Founder: „Konsument:innen vertrauen Mitarbeiter:innen und realen Persönlichkeiten deutlich stärker als klassischen Markenbotschaften. Besonders in Zeiten von KI-generierten Inhalten und steigender Informationsflut wird Glaubwürdigkeit zum entscheidenden Differenzierungsfaktor.“
Die Studienergebnisse unterstreichen, dass Corporate Influencer-Programme nicht nur Image- und Reichweiteneffekte erzielen, sondern auch direkt auf Markenwahrnehmung, Kaufbereitschaft und Arbeitgeberattraktivität einzahlen. Vertrauen entwickelt sich damit zur strategischen Währung moderner Markenführung.
In unserer anschliessenden Sandbox diskutierten u.a. Michael Schmidt, virtual identity, Kerrin Marisa Jürgensen, Österreichische Post, Georg Mayer, ÖBB, Melanie Veitschegger, Gewista, Sigrid Uray Esterer, AMS, Lisa Sophie Thoma, Andreas Kohazy, Studio Kohazy, Jasmin Schierer, Hashtagchefin, Akyokus Hatice, REWE, Melanie Vock, BIPA, Lasse Schmidt-Bodenstein, currycom, Ralf Tomatschek, bold position, Manuela Schneider, Eduscho, Kathrin Pauser, Ketchum, Maria Schober, Ecker & Partner, Christoph Reischenböck, Felix Austria, Laura Ertl, Ökostrom, Ludwig Alexander, Schlumberger sowie Viktoria Zischka und Alexander Oswald seitens der ÖMG über Chancen, Herausforderungen und strategische Leitplanken für Corporate Influencing, Fragen wie: Wie lassen sich Corporate Influencer:innen strukturell im Unternehmen verankern? Welche kulturellen Voraussetzungen braucht es für glaubwürdige Markenbotschafter:innen? Wo liegen rechtliche und ethische Grenzen? Und wie verändert Künstliche Intelligenz die Dynamik zwischen persönlicher Stimme und Markenbotschaft? Die Ergebnisse fließen in unsere nächsten Publikationen, welche wir gerne zur Verfügung stellen.
Alexander Oswald, Präsident ÖMG dazu „Die Marketagent-Studie zeigt sehr klar: Vertrauen entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung und Persönlichkeit. Corporate Influencer:innen sind kein zusätzlicher Kommunikationskanal, sondern ein strategischer Kulturindikator. Wer interne Expertise sichtbar macht, stärkt nicht nur die Marke nach außen, sondern auch Identifikation und Stolz nach innen.“
Einigkeit bestand darüber, dass Corporate Influencing kein kurzfristiger Social-Media-Trend ist, sondern Ausdruck eines tiefergehenden Paradigmenwechsels: Weg von kontrollierter Einwegkommunikation, hin zu dialogorientierter, menschenzentrierter Markenführung. Erfolgreiche Programme benötigen klare Governance-Strukturen, Mut zur Persönlichkeit und eine Unternehmenskultur, die Vertrauen ermöglicht statt kontrolliert.
Viktoria Zischka, Präsidentin ÖMG „Gerade im Zeitalter von KI-generierten Inhalten wird Authentizität zur härtesten Währung im Marketing. Corporate Influencing funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Unternehmen bereit sind, echte Stimmen zuzulassen – mit Ecken, Kanten und einer klaren Wertebasis. Vertrauen lässt sich nicht automatisieren, aber strategisch ermöglichen.“
Die ÖMG Sandbox ist ein bewusst kuratiertes Diskussionsformat mit limitierter Teilnehmer:innenzahl. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, kontrovers zu diskutieren und konkrete Erkenntnisse für die Marketingpraxis zu erarbeiten. Die Ergebnisse fließen in die Publikationsreihe der ÖMG ein.
Mit der Kombination aus fundierter Marktforschung durch Marketagent und strategischer Diskursplattform durch uns wurde deutlich: „Voice x Trust“ ist kein kommunikatives Add-on, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Marken in einer zunehmend digitalen und KI-geprägten Welt.
Hier findet ihr die Infos zur nächsten ÖMG-Sandbox.
Bei den 6. KI MARKETING DAYs in Wien (9. Juni) und in München (20. Mai) stehen praxisnahe, KI-basierte Lösungen für das Marketing im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Marketinginstrumente und -prozesse grundlegend, sondern auch die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren und interagieren. Für viele Marketing-Expertinnen und -Experten zählen der gezielte Einsatz von KI sowie datengetriebenes Marketing zu den zentralen Erfolgsfaktoren der kommenden Jahre. Vor diesem Hintergrund bieten die KI MARKETING DAYs eine etablierte Business-Plattform, um aktuelle Entwicklungen, innovative Use Cases und zukunftsweisende Strategien zu präsentieren und zu diskutieren. Die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung des Kongresses orientiert sich an den folgenden Eckpunkten:
Vorstellen von Lösungsansätzen, Technologien, Vorgehensmodellen
Aufzeigen von Einsatzmöglichkeiten und Best Practices
Vermitteln von Orientierungspunkten und Empfehlungen aus der Praxis
Fördern von Networking und Wissensaustausch
Für unsere ÖMG Mitglieder gibt es einen Discount Preis. Die Anmeldung zum Discount-Preis von 190,-€ (statt 390,-€ zzgl. MwSt.) ist unter folgendem Link möglich: Registrierung – KI Marketing Day Bei der Registrierung bitte folgenden Rabatt-Code angeben: kiday#26
Wir setzten mit unserer ersten Sandbox einen deutlichen Impuls für die Neupositionierung als Think Tank: Unter dem Titel „Prompt & Purpose – das neue Berufsbild & die nötigen Marketing-Skills im KI-Zeitalter“ trafen wir uns am 11. September mit ausgewählte Expert:innen zu einem intensiven Abend im Otto will Meer(Wien). Das Ziel: Eine gute, praxisnahe Debatte über das, was Marketing und Marketeers künftig leisten müssen.
Die handverlesene Runde umfasste Vertreter:innen aus Agentur-, Hochschul- und Unternehmenspraxis. Neben Alexander Oswald (Futura GmbH & Präsident ÖMG) und Viktoria Zischka (REWE & Präsidentin ÖMG) diskutierten Michaela Buttazzoni (BDO), Helmut Kammerzelt (FH St. Pölten), Patrik Partl (BROKKOLI), Martina Zöbl (FH Wien), Katrin Brandtner (Wiesbauer) und Andreas Schmölzer (Pilotfilm). Der Ablauf und das Format bestand aus Mini-Impulsen, offenen Tischdiskussion, Wrap-ups und war bewusst auf Diskussion und Reibung ausgelegt.
Die ersten Kernerkenntnisse der ersten Sandbox zu „Prompt & Purpose“
Die Debatte machte deutlich: KI ist nicht (nur) Werkzeug — sie verändert Rollen, Verantwortlichkeiten und Wertschöpfungsketten im Marketing. Sie verändert aber auch Zeitabläufe. Kann man als Hochschule heute noch ein Curriculum für 5 Jahre im Voraus definieren? Was waren erste Erkenntnisse:
Mindset schlägt Toolset. Nicht das Tool macht den Unterschied, sondern wie wir es einsetzen und welche Fragen wir stellen.
Neue Kernkompetenzen. Strategisches Prompting, kritische Reflexion, ethisches Urteilsvermögen und Storytelling bleiben absolute Schlüsselqualifikationen.
Schnittstelle statt Silos. Marketing agiert zunehmend als Bindeglied zwischen Technologie, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung.
Human Skills entscheiden. Kreativität, Empathie und Leadership sind die Faktoren, die KI nicht einfach „ersetzt“.
Eine Zahl, die für Gesprächsstoff sorgte: „79 Prozent der Unternehmen in Österreich lassen das Arbeiten mit KI noch nicht zu“ — ein Befund, der eher als Warnsignal denn als Komfortzone verstanden werden sollte.
Was sind künftig wertschöpfende Tätigkeiten?
Es braucht ein offenes, neues Mindset und es braucht Mut, dazu haben die Teilnehmenden Einigkeit. Junge Marketeers müssen wieder lernen, Menschen anzusprechen, echte Kommunikation ist ein Skill der Zukunft. Und: Lehrgänge müssen neu gedacht werden: Innovation gehört als eigenes Fach in die Ausbildung. Denn: Neben Hard Skills wie Datenkompetenz, KI-Tools & Customer Experience Design werden Soft Skills wie Kreativität, Empathie und Leadership entscheidend bleiben. „Ich vergleiche Marken im KI-Zeitalter gerne mit einem Lagerfeuer: KI ist das Turbo-Feuerzeug — schnell, effizient, voller Funken. Aber ohne Holz — also Purpose — bleibt es nur heiße Luft. Purpose ist nicht die Kür, sondern das Brennmaterial.“ meint Patrik Partl, BROKKOLI. Michaela Buttazzoni, BDO fasst es so zusammen „Der Mensch, der Marketer, bleibt Pilot, die KI ist der Co-Pilot. Entscheidend sind nicht nur technische, sondern vor allem menschliche Fähigkeiten.“
Marketing Utopias 2030ff.
Die Erkenntnisse dieser uns zwei weiterer Sandboxes fließen in die Publikation ÖMG „Marketing Utopia 2030“ ein und werden Grundlage weiterer Formate und Empfehlungen der ÖMG sein. Konkret identifizierte Handlungsfelder: Curricula neu denken: Innovation als eigenständiges Pflichtfach in Aus- und Weiterbildung. Unternehmen in ihrer Change-Readiness fördern und Raum für kritisches, kreatives Denken schaffen. Und auf Seiten der Agenturen & CMOs: Experimentierfelder schaffen, in denen KI verantwortet und erprobt wird.
Ausblick: Weitere ÖMG Sandboxes in 2025
Aufbauend auf dem Auftakt folgen zwei kuratierte Abende (jeweils „by invitation“):
23. Oktober 2025 – „Von Full Service zu Full Flex: Was muss bei Kunden-Agenturmodellen neu gedacht werden?“
19. November 2025 – „Zwischen Widerstand & Wandel: Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will.“
„Die 1. Sandbox hat gezeigt: Der Diskussions- und Orientierungsbedarf ist riesig. KI verändert nicht nur Tools, sondern Rollen, Kompetenzen und Verantwortung unseres Metier verändern sich. Genau hier setzen die ÖMG als Think Tanks an — mit interdisziplinären Formaten, wollen wir Orientierung geben und Perspektiven aufzeigen.“ Viktoria Zischka & Alexander Oswald, Präsidium ÖMG
Hier geht es zum Nachbericht unseres Sommerfestes!
Dieser Lehrgang bietet Ihnen eine spezialisierte Ausbildung zur praxisnahen Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Marketing. Profis aus der Branche vermitteln Ihnen praxisnah, wie Sie KI gezielt für strategische und operative Marketingaufgaben einsetzen können. Die hohe Qualität des Lehrgangs wird durch unsere bewährte Kooperation mit der Österreichischen Marketing Gesellschaft (ÖMG) garantiert. Hier geht es zum BLOG Beitrag von Kursleiter Alexander Oswald: KI im Marketing einsetzen | WIFI Wien