Cloud, KI, Kontrolle – wem gehört unsere digitale Zukunft?

Künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen und digitale Souveränität sind längst keine Zukunftsthemen mehr – sie entscheiden zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Unter dem Titel „Cloud, KI, Kontrolle – Wem gehört unsere digitale Zukunft?“ diskutierten hochrangige Expert:innen aus Wirtschaft, Technologie, Recht, Kommunikation und Marketing bei unserer ÖMG-Sandbox, die gemeinsam mit ITdesign, Alexander Chvojka in den Räumlichkeiten von Himmelhoch stattfand, über Europas digitale Zukunft und den Handlungsspielraum heimischer Unternehmen.

Im Zentrum der ÖMG-Sandbox stand die Frage, wie Europa und insbesondere Österreich digitale Abhängigkeiten reduzieren können, ohne auf Innovation zu verzichten. Einigkeit herrschte darüber, dass KI heute kein Nischenthema mehr ist: Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, obwohl sich Technologien und Rahmenbedingungen rasant verändern.

„KI ist keine Zukunftsfrage mehr. Digitale Souveränität schon. Wir klicken uns täglich ein Stück Unabhängigkeit weg, bequem, schnell und meistens unbewusst. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Länder. Die strategische Frage zur Nutzung von KI lautet daher: Wollen wir Convenience oder Souveränität? Wir müssen diese Entscheidung treffen, bevor sie jemand anderer für uns trifft.“ Alexander Oswald, Präsident Österreichische Marketing-Gesellschaft.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass Europa über exzellente Forschung, Talente und Kapital verfügt, diese Stärken jedoch zu selten in skalierbare digitale Plattformen und eigene Technologien übersetzt. Während die USA und China konsequent investieren und Entscheidungen rasch umsetzen, wird in Europa vielfach noch diskutiert. Die Teilnehmer:innen waren sich einig, dass gerade jetzt der Zeitpunkt sei, mutiger zu handeln.

Besonders intensiv wurde über die wachsende Abhängigkeit von internationalen Plattformen wie Google, Microsoft, Meta etc. diskutiert. Viele Unternehmen seien sich zwar der Risiken bewusst, sähen jedoch oftmals keine praktikablen Alternativen oder verfügten nicht über ausreichend Wissen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Als zentrale Erkenntnis kristallisierte sich heraus, dass digitale Souveränität nicht mit Autarkie verwechselt werden darf. Vielmehr gehe es darum, Wahlfreiheit zu schaffen, europäische Alternativen aufzubauen und kritische digitale Infrastruktur dort zu kontrollieren, wo sie für Wirtschaft und Gesellschaft strategisch relevant ist.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen. Mehrere Expert:innen warnten davor, die Dynamik der KI zu unterschätzen. Die Entwicklungskosten für leistungsfähige Modelle steigen rasant, gleichzeitig verkürzt sich der Innovationszyklus kontinuierlich. Europa verfüge nach Einschätzung der Runde noch über ein begrenztes Zeitfenster, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Europa verfügt über die Köpfe und die Werte. Was fehlt, ist der gemeinsame Wille, Entscheidungen schneller zu treffen und digitale Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt sie ausschließlich von außen gestalten zu lassen.“ Alexander Chjovka, ITdesign.

Neben technologischen Fragen spielte auch das gesellschaftliche Mindset eine zentrale Rolle. Diskutiert wurde, wie Risikobereitschaft, Innovationskultur und unternehmerisches Handeln gestärkt werden können. Mehrfach wurde betont, dass digitale Souveränität letztlich nicht allein durch Regulierung entsteht, sondern durch Investitionen, Ausbildung und bewusste Entscheidungen von Unternehmen, Politik und Konsument:innen.

Über die ÖMG-Sandbox

Die ÖMG-Sandboxes sind exklusive Think-Tank-Formate der Österreichischen Marketing-Gesellschaft. In kleiner Runde diskutieren Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kommunikation aktuelle Zukunftsfragen. Ziel ist es, Trends frühzeitig einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Entscheidungsträger:innen abzuleiten.

An der Diskussion beteiligten sich Alexander Oswald, ÖMG-Präsident & Futura GmbH; Viktoria Zischka, ÖMG-Präsidentin & BILLA; Rainer Schneemayer, Timewarp; Barbara Streimelweger, Stragere; Matteo Rosoli, Eustella; Gertraud Leimüller, Winnovation, Andreas Seling, DORDA Rechtsanwälte; Wilhelm Steindl, Rethink Consulting und Alexander Chvojka, ITdesign.

Über ITdesign:

ITdesign ist ein Anbieter aus Business Consultants und Spezialisten mit tief-technischem Know-how, die gemeinsam eine Einheit bilden, um Ihren Erfolg am Markt zu steigern.
So klar muss die Lösung sein.

Meldet euch zu unserem Sommerfest an

ÖMG Sommerfest

Nach vielen inspirierenden Diskussionen, spannenden Sandboxen und gemeinsamen Zukunftsprojekten ist es Zeit, den Sommer bei unserem ÖMG Sommerfest gemeinsam zu genießen.

Wir laden euch herzlich zum ÖMG Sommerfest am 26. August 2026 ins Crudo del Monteofelio ein.

Freut euch auf einen entspannten Abend in besonderem Ambiente, gute Gespräche, neue Kontakte, kulinarische Highlights und die Gelegenheit, die ÖMG Community abseits von Workshops und Veranstaltungen zu erleben. Auch dieses Jahr küren wir wieder die Rookies der Werbeakademie Lehrgänge Online Marketing und Social Media.

Ob langjähriges Mitglied, Sandbox-Teilnehmer:in, Partner:in oder Freund:in der ÖMG – wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch auf ein erfolgreiches Jahr anzustoßen und den Blick auf kommende Ideen und Projekte zu richten.

📅 26. August 2026, ab 17 Uhr
📍 Crudo del Monteofelio, Gumpendorfer Strasse 10, 1060 Wien
🥂 Netzwerken, genießen und gemeinsam Zukunft gestalten

Anmeldung bitte an info@marketinggesellschaft.at.

Wir freuen uns auf einen sommerlichen Abend mit euch!

Hier findet ihr alles zu unserer nächsten Sandbox.

Euer ÖMG-Team 💙

3. ÖMG Sandbox: Zwischen Widerstand & Wirkung: Wie Kommunikation dann gelingt, wenn niemand hinhören will

Wie bringt man Botschaften durch, die unbequem sind, Ängste berühren oder scheinbar niemanden betreffen wollen? Die 3. ÖMG Sandbox lieferte am 03. Dezember in den Räumen von GGK MullenLowe intensive Antworten – und zeigte: Erfolgreiche Kommunikation in Zeiten von Polarisierung, Informationsflut und Veränderungsmüdigkeit braucht neue Methoden, mehr Mut und vor allem ein besseres Verständnis für Menschen.

Unter dem Thema „Zwischen Widerstand & Wandel – Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will“ diskutierten Expert:innen aus Marketing, Wissenschaft und Wirtschaft, welche Werkzeuge heute notwendig sind, um unpopuläre Inhalte verständlich und wirksam zu transportieren.

Schon in der Eröffnung wurde klar: Es geht nicht um Kanäle oder Kampagnen – es geht um Beziehung.

ÖMG-Präsident Alexander Oswald brachte es pointiert auf den Punkt: „Beziehungsarbeit macht 80 Prozent des Erfolgs aus. Bevor wir über Inhalte sprechen, müssen wir Vertrauen schaffen.“

Auch ÖMG-Präsidentin Viktoria Zischka betonte: „Vertrauen ist wichtig, um Unpopuläres zu kommunizieren.“

Eine Kommunikationslandschaft im Stress – und im Wandel

Rationale Botschaften allein reichen längst nicht mehr. Menschen öffnen sich, wenn sie abgeholt, nicht belehrt werden, dies ist u.a. ein Punkt, der mehrfach unterstrichen wurde. Ideen und Realitäten müssen empathisch vermittelt werden, statt harte Maßnahmen nur anzukündigen.

Es braucht Reframing, aber ohne Verharmlosung: Die Runde war sich einig, dass „drumherum reden“ Vertrauen zerstört. Menschen spüren Unehrlichkeit sofort. Deutlich wurde auch: Das Land könnte schneller vorankommen, wenn Universitäten, Unternehmen, Medien und Politik stärker kooperieren würden.

Die Teilnehmer:innen der Sandbox – darunter Alexander Oswald (Futura GmbH & ÖMG), Claudia Falkinger (POINT&), Viktoria Zischka (REWE & ÖMG), Michael Kapfer (GGKMullenlowe), Markus Palzer-Khomenko (ClimateLab), Christine Vierthaler (Dentsu), Christoph Feymann (KFV), Bettina Schatz (Willhaben) und Sabrina Oswald (Futura GmbH & Creative Industrie Rat BMWET) – arbeiteten heraus, was Kommunikation heute erschwert und was sie zugleich dringend braucht.

Unangenehme Wahrheiten brauchen emotionale Zugänge

Rationale Botschaften allein reichen längst nicht mehr. Menschen öffnen sich, wenn sie abgeholt, nicht belehrt werden – ein Punkt, der mehrfach unterstrichen wurde. Ideen und Realitäten müssen empathisch vermittelt werden, statt harte Maßnahmen nur anzukündigen.

Verschiedene Kernaussagen & Erkenntnisse

  • Kommunikation braucht Verantwortung und Transparenz: Besonders bei Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Wandel oder Digitalisierung sind Offenheit und ehrliche Ansprache entscheidend — statt Beschönigung oder Vermeidung.
  • Zielgruppendialog statt Broadcast: Erfolgreiche Kommunikation setzt auf Austausch: zuhören, reflektieren, einbinden — nicht nur senden.
  • Mehr Strategie, weniger Spektakel: Statt schnelle Schlagzeilen zählt Verantwortung mit Fokus auf Relevanz, Vertrauen und ausgelegt auf langfristige Bindung.
  • Strafen, Moralisieren und permanente Warnungen erzeugen mehr Abwehr als Veränderung. Nur wer Vorteile sichtbar macht z.B. im Thema Klimawandel und den damit einhergehenden Veränderungen und positiven Chancen z.B. für Unternehmen.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass Kommunikation im Wandel weniger eine Frage von Kanälen oder Budget ist, sondern von Haltung, Klarheit und Empathie.

„Wahrheit erreicht Menschen nur über Emotion. In Zeiten großer Veränderungen brauchen wir positive Narrative, eine große Vision und ganz klar: Weniger Orientierungslosigkeit.“ so Sabrina Oswald, Futura GmbH & Vorständin ÖMG.

Teil der ÖMG-Neupositionierung – Blick nach vorne

Die Sandbox-Reihe ist ein zentrales Element unserer Transformation als Think Tank für Marketing. Ziel ist es, gemeinsam mit Branchenexpert:innen, Praktiker:innen und Vordenker:innen Antworten auf aktuelle wie künftige Herausforderungen der Branche zu finden.

Die Ergebnisse der drei 2025 durchgeführten Sandboxes fließen demnächst gebündelt in die Publikation Marketing Utopia 2030 ein — als Impulsgeber für Unternehmen, Agenturen und die gesamte Kommunikationsbranche.

Ausblick

Wir laden interessierte Unternehmen, Agenturen und Medien ein, sich frühzeitig für kommende Sandbox-Runden und Beteiligungsmöglichkeiten an „Marketing Utopia 2030“ zu informieren. Kontakt für Rückfragen: info@marketinggesellschaft.at.

Hier geht es zu dem Nachbericht der 2. ÖMG Sandbox.

ÖMG Marketeer’s Mind: Im Gespräch mit Robin Wagner

Die Marketing-Welt steht vor großen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, nachhaltige Transformation, Turbo-Entwicklungen dank KI, u. v. m.. Wir präsentieren gemeinsam mit der Werbe Akademie dazu einen Gedankenaustausch in Videoform: The Marketeer’s Mind!

In der aktuellen Ausgabe sprechen wir mit Robin Wagner, Marketing Manager bei Vossen und Jahrgangsbester vom Diplomlehrgang Online Marketing der Werbe Akademie (Rookie of the Year 2025) über aktuelle Marketing-Herausforderungen und über seine Erfahrungen, wie das Gelernte in der Berufspraxis Anwendung findet. Er erzählt offen, wie er Herausforderungen meistert und sein Wissen erfolgreich einsetzt.
Ein inspirierender Blick hinter die Kulissen einer bekannten Marke,

Jetzt ansehen!
Alle bisherigen Videos unsere Marketeers Mind Videoserie gibt es hier zum Nachsehen!

3. Sandbox „Zwischen Widerstand & Wandel – Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will“

Die dritte ÖMG-Sandbox widmet sich einem Thema, das aktueller nicht sein könnte:
Wie gelingt Kommunikation, wenn es um unpopuläre, aber notwendige Botschaften geht – etwa zu Nachhaltigkeit, gesellschaftlichem Wandel oder Veränderungsprozessen in Unternehmen?

Gemeinsam mit Expert:innen aus Wirtschaft, Forschung und Kommunikation diskutieren wir, welche Strategien, Haltungen und Tools helfen, Akzeptanz zu schaffen und Vertrauen aufzubauen – auch dann, wenn Widerstand spürbar ist.

📅 03. Dezember 2025
🕒 09:00–12:00 Uhr

Was die Sandbox ausmacht

Die ÖMG-Sandboxes sind Teil unserer Neupositionierung als Think Tank für Marketing.
In einem kleinen, interdisziplinären Kreis von Expert:innen werden aktuelle Herausforderungen diskutiert, Erkenntnisse verdichtet und praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet.

Die Ergebnisse fließen in die ÖMG-Publikation „Marketing Utopia 2030“ ein, die Zukunftsthemen der Branche aufbereitet und weiterentwickelt.
Jetzt anmelden – die Plätze sind limitiert

Die Teilnahme an den Sandboxes ist bewusst exklusiv gehalten, um einen intensiven, offenen Austausch zu ermöglichen.

Anmeldung unter: info@marketinggesellschaft.at

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussionsrunde, neue Denkanstöße und wertvolle Inputs für unsere Publikation Marketing Utopia 2030.

Das war unsere 2. Sandbox!

ÖMG Neujahrsfeier

Liebe Mitglieder,

wir starten gemeinsam ins neue Jahr – und laden euch herzlich ein, euch den Termin für unsere ÖMG-Neujahrsfeier vorzumerken:

📅 Montag, 19. Januar 2026, ab 17 Uhr
📍 BDO, QBC 4 – Am Belvedere 4/Eingang Karl-Popper-Straße 4; 1100 Wien

Dich erwartet ein Abend voller Austausch, Netzwerken und Zukunftsblick auf die nächsten Projekte unseres Think Tanks für Marketing – und natürlich viel Zeit zum Anstoßen & Feiern.

Zusätzlich präsentieren wir erstmals die Publikation „Marketing Utopias 2030 ff.“:
Ein Blick nach vorne auf das Marketing von morgen, auf die Einflüsse von KI und das Fachwissen, das gefragt ist. Die Publikation verdichtet die Ergebnisse der drei ÖMG-Sandboxes, und ergänzt mit spannenden Interviews aus der Branche und einer europaweiten Studie des Marketing Club Österreich.

Programm:

ab 17:00 Uhr,  Ankommen und Einstimmen
18:00 Uhr,  Begrüßung, Ausblick und Vorstellung der neuen ÖMG Sandboxes
Ein kurzer Rückblick sowie ein Ausblick auf die Neupositionierung der ÖMG als Think Tank für Marketing und Vorstellung des neuen Denkformats Sandbox.
18:30 Uhr, Thomas Schwabl (Marketagent) präsentiert zentrale Erkenntnisse aus der aktuellen Studie
„Zwischen Reiz und Realität – Wie Österreich Marketing wirklich sieht“.
19:00 Uhr,  Präsentation
Erstvorstellung der ÖMG-Publikation, gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation: „Marketing Utopia 2030 ff.“

Bitte meldet euch unter info@marketinggesellschaft.at an!

Wir freuen uns, mit dir ins neue Jahr zu starten.

Liebe Grüße
dein ÖMG-Team

ÖMG: Wir denken Marketing neu.

Marketing steht an einem Wendepunkt. Künstliche Intelligenz, neue Kommunikationslogiken, gesellschaftlicher und sozialer Wandel und wachsender Anspruch an ethisches Handeln verändern unsere Branche radikal. Wir als Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG) nehmen diese Entwicklungen nicht nur zur Kenntnis – wir machen sie zum Ausgangspunkt für eine neue Rolle: Wir werden zum Think Tank. 

Wir sind der Meinung, dass wir abseits der „klassischen Vereinsarbeit“ gerade jetzt deutlich mehr zu einer Plattform für offenen Austausch, mutige Denkansätze sowie Experimente und strategische Überlegungen werden müssen.  

Die neue ÖMG bietet Marketing Sandboxes: Sie sind ein Ort, an dem Perspektiven aufeinandertreffen, Reibung erwünscht ist und Zukunft nicht nur kommentiert und verwaltet, sondern gestaltet wird. 

Wir laden wir am 27. August zum ÖMG Sommerfest. Ein inspirierender Abend, bei dem wir mit Mitgliedern, Partner:innen und dem Beirat eine neue Phase einläuten. In entspannter Atmosphäre am Rooftop des Ruby Marie Hotels stellen wir neue Formate vor, eröffnen Räume zum Mitdenken und -diskutieren – und feiern gemeinsam mit Partnern wie der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und der Werbe Akademie.

Vormerken und Mitdenken: Die ersten Sandbox-Formate 

Im Herbst starten wir mit unseren ÖMG Sandboxes. In kleiner Runde von rund 10–15 Teilnehmer:innen diskutieren wir zentrale Fragen unserer Branche, gemeinsam mit Mitgliedern sowie Expert:innen unseres neuen Beirats.  
 

Drei Abende, drei Themen, drei intensive Denkformate: 

  • 11. September: Prompt & Purpose 

Das neue Berufsfeld & die nötigen Marketing-Skills im KI-Zeitalter 
Welche Kompetenzen braucht es künftig – und wie entwickeln wir diese? 

  • 23. Oktober: Von Full Service zu Full Flex 

Wie müssen Kunden-Agenturmodelle neu gedacht werden? 
Wie gestalten wir neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber:innen, Agenturen und KI? Wie wird ausgeschrieben und beurteilt? 

  • 19. November: Zwischen Widerstand & Wandel 

Wie man Botschaften durchbringt, die keiner hören will. Von Verhaltensänderung bis zu neuen „Kulturtechniken“: Wie kommuniziert man Unpopuläres, wie Verhaltensveränderungen, neue Weltbilder, polarisierende Themen relevant, wirksam und mit Haltung? 

Ein Tipp: KI in der Praxis – Unser Lehrgang mit der Werbe Akademie 

In Kooperation mit der Werbe Akademie Wien haben wir den berufsbegleitenden und sehr praxisbezogenen Lehrgang „KI im Marketing“ entwickelt. Unser Ziel: Buzzwords durch ganz konkretes Marketeer-Praxiswissen ersetzen – und so das nötige Know-how mitgeben, um Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen. Ein wertvoller Wissensbooster für Marketingteam-Members. 

Mehr dazu!

Warum all das? 

Weil Marketing heute mehr ist als Reichweite und Conversion. Wir sind überzeugt, dass Vermarktung und Kommunikation mit Haltung beginnt. Dazu braucht es „Raum“ für all jene, die an der Zukunft des Marketings „mitdenken“ möchten. 
Als Think Tank werden wir nicht nur beobachten, sondern gestalten. Nicht nur reagieren, sondern vorangehen. Und wir freuen uns über alle, die mit uns gehen. 

👉 Mehr Informationen, alle Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

ÖMG – Der Marketer´s Playground: radikal & relevant.  

Die ÖMG wird Think Tank: Die Zukunft des Marketings beginnt jetzt

Die Marketingbranche steht vor einem grundlegenden Wandel. Technologien wie KI, neue rechtliche Rahmenbedingungen und steigende gesellschaftliche Erwartungen verändern unser Verständnis von Marke, Kommunikation und Verantwortung.
Die ÖMG reagiert darauf – nicht mit mehr vom Alten, sondern mit einem mutigen Schritt nach vorne:
Wir entwickeln uns zur Denkfabrik der österreichischen Marketinglandschaft.
Was heißt das konkret?

Wir transformieren uns vom klassischen Verband zur Marketing Sandbox – einem interdisziplinären Raum für Diskussion, Forschung, Sparring und Pilotprojekte.
Ein Ort, an dem nicht nur Fragen gestellt werden, sondern auch neue Antworten entstehen.

Das erwartet Mitglieder im neuen ÖMG-Think Tank:
✅ Zugang zu exklusiven, interdisziplinären Studien & Benchmarks
✅ Sparring-Sessions & Think-Tank-Sprints für individuelle Themen
✅ Pilotformate im „Marketer’s Playground“
✅ Events mit echten Perspektivwechseln – von Philosophie bis KI
✅ Austausch mit einem Beirat aus Expert*innen aus Data, Ethik, Kreativwirtschaft, Wissenschaft und Technologie

Unsere Mission:
Wir bringen Denker:innen, Kreative, Forscher:innen und Markenmacher:innen zusammen – für ein Marketing, das nicht nur verkauft, sondern mitgestaltet: ethisch fundiert, technologisch mutig und gesellschaftlich relevant.
Die ersten Schritte sind bereits getan:
Unsere KI-Live-Session mit Marketer:innen und Kreativen hat gezeigt, wie schnell sich unser Arbeitsalltag verändert. Diese Art von praxisnahem Austausch werden wir vertiefen – mit neuen Formaten, Studien und immersiven Events.

📆 Save the Date: 27. August 2025 – Sommerfest & Think Tank Kick-off
Erlebt live, was die neue ÖMG bewegt – und mit wem wir sie bewegen.
👉 Jetzt Mitglied werden und Teil der Transformation sein
ÖMG – radikal relevant. Anders denken. Besser handeln.

Nachbericht & Aufzeichnung – Event „Influencer Fatigue“

Influencer Fatigue – Haben wir genug von Content Creators?

Sind digitale Testimonials bald passé, oder wird Influencer-Marketing schlicht komplexer? Muss Reichweite weiterhin der Hauptindikator für Erfolg sein, oder zählen heute Werte wie Authentizität und Haltung mehr denn je? Und welchen Einfluss hat Künstliche Intelligenz auf eine Disziplin, die auf Vertrauen basiert?

Diesen und weiteren Fragen widmeten wir uns gemeinsam mit Marketagent und dem PRVA Public Relations Verband Austria bei der repräsentativen Studienpräsentation und Podiumsdiskussion „Trendsetter oder übersättigter Hype? Wie Influencer Fatigue das Marketing neu herausfordert“ im APA Pressezentrum in Wien.

Influencer Fatigue: Realität oder überbewerteter Hype?

Den Auftakt machte Thomas Schwabl, CEO von Marketagent, mit der Präsentation der neuen Studie unter über 600 Marketingverantwortlichen aus Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen ein vielschichtiges Bild:
Nur 29 % der Befragten bewerten Influencer-Marketing insgesamt positiv. Dennoch gehen über 50 % davon aus, dass es in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Authentizität (86,7 %), Content-Qualität (85,8 %) und thematische Relevanz (81,7 %) sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Influencer*innen. Als geeignetste Ziele werden die Ansprache neuer Zielgruppen, Markenbekanntheit und die Förderung von Impulskäufen genannt.
Jüngere (<30) und ältere Zielgruppen (60+) zeigen am stärksten Anzeichen von Fatigue, obwohl sie gleichzeitig zu den aktivsten und – im Falle der über 60 Jährigen – am wenigsten Social Media Nutzergruppen zählen.

Content Creator im Wandel: Haltung statt Hochglanz

Im anschließenden Panel diskutierten Florian Bösenkopf, Co-CEO of influence.vision, Wajden Byloff, CEO & Founder punsch.group, Ingrid Gogl, Head of Brand & Communication Austrian Airlines & Präsidentin PRVA, Max Ratzenböck, Schauspieler, Comedian, Podcaster und Redakteur bei Kleine Zeitung und Claudia Schinnerer, Diätologin und Influencerin unter der Moderation von unserer ÖMG-Präsidentin Viktoria Zischka. Zentrale Erkenntnis: Der Begriff „Influencer“ wandelt sich. Immer wichtiger werden Content Creators, die für Werte stehen und ihre Community authentisch ansprechen. „Eine große Followerzahl reicht nicht mehr aus – der Brandfit zählt.“, so Ingrid Gogl.
Auch Wajden Byloff unterstrich: „Influencer sind keine Werbefläche, sie müssen zu den Werten der Marke passen.“ Ich möchte keine Produkte verkaufen, aber genau das macht meine Arbeit in den Sozialen Medien so schwer. Die Menschen sind durch Influencer stark auf der Suche nach Produkten“, so die Diätologin Schinnerer.

Medienkompetenz, Transparenz und der Einfluss von KI

Neben der Professionalisierung der Branche forderten die Diskutant:innen mehr Medienkompetenz – insbesondere bei jungen Zielgruppen – sowie eine klare Kennzeichnungspflicht bezahlter Inhalte. Max Ratzenböck brachte es auf den Punkt: „Wer sich nicht an Regeln hält, ist kein seriöser Unternehmer. Medienkompetenz gehört in den Lehrplan der Jugendlichen.“ Florian Bösenkopf verstärkte diese Aussage noch: „Junge Leute ungefiltert auf Social Media loszulassen, ist ein No-Go.“

Mit Blick auf Künstliche Intelligenz war das Panel gespalten. Während das Potenzial für die Content Generation anerkannt wurde, warnte Byloff: „KI kann Fatigue verstärken – Vertrauen entsteht nicht durch Algorithmen. Authentizität und KI-Contentmassenware stehen im Widerspruch.“ Fazit der Trend geht ganz klar vom Content zur Relevanz.

Influencer-Marketing steht an einem Wendepunkt. Reichweite allein reicht nicht mehr. Es geht um Kontext, Community und strategische Markenarbeit. Der Trend geht klar in Richtung Micro- und Nano-Influencer*innen, die spezifische Zielgruppen sehr exakt und authentisch ansprechen.

Aber der Influencevision Marketplace Betreiber Florian Bösenkopf resümierte „Content wird zur Commodity – Relevanz wird zur Währung.“

Unter den zahlreichen Gästen waren u.a.: Lena Luisa Fuchs, BIPA; Anja Troharz, Wiener Städtische; Martin Distl, GroupM; Jockel Weichert, Buzzdriver; Melanie Fuhrmann, Ketchum; Helga Fiala, Beauty.at; Martina Zöbl, FH Wien; Barbara Köcher-Schulz, AMA; Maja Crnogorac, Vereinigte Bühnen Wien, Barbara Rauchwarter, APA

Alle Bilder findet ihr hier und die ganze Aufzeichnung zum Nachsehen hier.

Die Ergebnisse der Studie findet ihr hier.

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