Event 15.05.2024 / KI & Events – Hype oder Fail?

In Kooperation mit Braintrust findet am 15. Mai 2024 unser Event mit dem Thema KI & Events – Hype oder Fail? statt. Es wird spannend, haltet euch den Termin frei! Details folgen!

KI und Datamining, KI und Marketing Automation, aber KI und Event? Auf den ersten Blick scheint kein Zusammenhang offensichtlich zu sein, aber bei etwas Recherche stößt man schon auf einen ganzen Fundus an (potenziellen) Anwendungsmöglichkeiten: Unterstützung bei Textgenerierung & Recherche, treffgenauere Einladungslisten, verstärkte Interaktion mit den Teilnehmer*innen, Bild- bzw. Videoübertragung mit KI-generierter Gebärdensprache und noch vieles mehr wird in Foren und auf Tagungen bereits heftig diskutiert.

Hat KI wirklich das Potenzial, Qualitätsverbesserungen zu generieren und Effizienzpotenziale zu heben, oder besteht die Möglichkeit, dass sich einige Anwendungen als Fail herausstellen? Welche Anwendungen könnten wirklich Zukunft haben, und wo sind die Ergebnisse der KI-Tools noch mehr als rudimentär? Und last but not least: Was lässt sich unter Beachtung des Datenschutzes überhaupt heute oder in Zukunft praktisch umsetzen?
Das und vieles mehr sind die Themen, die die Expert*innen-Runde aus Event-Agenturen, Auftraggeber*innen und Technologie-Spezialist*innen diskutieren werden. Learnings garantiert!

WANN: 15.05.2024
EINTREFFEN: 17:30
START: 18 Uhr (auch per Livestream), es besteht eine limitierte Gästeanzahl von 30 Gästen
WO: Braintrust GmbH, Bankgasse 8, 1010 Wien

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Female Empowerment, Diversität und New Work – alles nur Buzzwords oder schon Realität?

In Kooperation mit der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und bettertogether laden wir zu unserem nächsten inspirierenden Event ein, das sich den wichtigen Themen Female Empowerment, New Work und Diversität widmet. Unter dem Motto „Buzzwords oder Realität?“ wollen wir gemeinsam erkunden, wie diese Schlagwörter in unserer heutigen Arbeitswelt wirklich gelebt werden und welchen Einfluss sie auf unsere täglichen Erfahrungen haben.

In einer Welt, die sich ständig verändert und in der Vielfalt und Gleichberechtigung immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es von entscheidender Bedeutung, einen offenen Dialog zu führen und konkrete Handlungen zu fördern, die eine inklusive und gerechte Arbeitsumgebung schaffen.

Unser Event wird eine Plattform bieten, um Erfahrungen auszutauschen, Best Practices zu teilen und innovative Ansätze zu diskutieren, wie wir gemeinsam an einer Zukunft arbeiten können, die von Chancengleichheit und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist.

Am Podium diskutieren Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, Alexander Hochmeier, Vice President Information Technology & Security FACC AG, Christina Steyskal, Director Unit Nachhaltigkeit & DEI bei bettertogether, Christine Wahlmüller-Schiller, Marketing und Communications bei AIT Austrian Institute of Technology, am Center for Technology Experience, sowie Leiterin WOMENinICT im VÖSI (Verband Österreichischer Software Innovationen) und Viktoria Zischka, Senior Media Consultant bei BILLA unter Moderation von Alexander Oswald, ÖMG Präsident.

WANN: 29.04.2024
EINTREFFEN: 17:30
START: 18 Uhr (auch per Livestream)
WO: APA Pressezentrum, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien

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Nachbericht & Ergebnisse, Pioneers of Purpose – Die Zukunft nachhaltiger Marketingstrategien

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit und Vielfalt in der österreichischen Marketing- und Kommunikationsbranche? Welche Maßnahmen werden gesetzt? Und wo liegen zukünftig die größten Herausforderungen und Chancen?

Diesen Fragen gingen wir mit der Unterstützung der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, umgesetzt von marketagent, im Rahmen der Erhebung „Pioneers of Purpose – Die Zukunft nachhaltiger Marketingstrategien“ auf den Grund. Ein Auszug aus den insgesamt 530 Befragungen wurde gestern von Thomas Schwabl/ marketagent in einer kurzen Keynote in den Räumlichkeiten der GroupM präsentiert. Im Anschluss diskutierten die Expert*innen Marlies Banton/ Team Climate, Jürgen Bauer/ Fachgruppe Werbung- und Marktkommunikation, Martin Distl/ GroupM und Dr. Kirstie Riedl/ FH Wiener Neustadt unter der Moderation von Alexander Oswald/ unser Präsident die Implikationen der Studienergebnisse.

Nachhaltigkeit ist relevant für den Unternehmenserfolg

Besonders spannend waren die Erkenntnisse, dass zwar 70 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen nachhaltiges Marketing als relevant für den Unternehmenserfolg sehen, die Unternehmensaktivitäten jedoch stark divergieren und auch das Potenzial in Branchen ganz unterschiedlich eingestuft wird. Thomas Schwabl fasst es treffend zusammen: „Es zeigt sich ein typisch österreichisches Bild. Alle finden die Sache gut, aber wenn man ins Detail geht, wird das Engagement immer weniger. Auch ist der Begriff „nachhaltig“ bei vielen bereits negativ behaftet“.

„Wenn sich Nachhaltigkeit und Vielfalt nur in Worten, nicht aber in konkreten Handlungen niederschlagen, kommen wir als Branche nicht weiter. Diese Studie dient nicht nur als Inspiration, für uns ist sie auch eine Antwort auf die Frage, was wir als Branchenvertreter*innen tun können und müssen“, sagt Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. „Das Übernehmen von sozialer und nachhaltiger Verantwortung gehört für uns ganz klar zu Marketing dazu. Da Marketing für „Demand creation“ steht, sind wir Marketer*innen in der Verantwortung nachhaltiges Engagement im doppelten Wortsinn zu zeigen. Diese Umfrage soll einen Status-Quo abbilden und einen Blick auf die Ambitionen der heimischen Marketer*innen werfen“, ergänzt Sabrina Oswald, unsere Vorständin. Im Zuge der Umfrage wurden 530 Marketingentscheider*innen im Zeitraum von Dezember 2023 bis Jänner 2024 mittels Fragebögen befragt.

Noch keine Nachhaltigkeitsstrategie bei mehr als der Hälfte der Befragten

Für 7 von 10 Befragten ist nachhaltiges Marketing für den langfristigen Unternehmenserfolg wichtig, und zwar ungeachtet der Größe des Unternehmens. Auch was Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb angeht, sprechen die Ergebnisse eine deutliche Sprache: Obwohl knapp 55 Prozent der Unternehmen noch keine offizielle Nachhaltigkeitsstrategie haben, sieht über die Hälfte der Teilnehmer*innen das Thema als wichtig für ihr eigenes Unternehmen an. Marlies Banton dazu: „Das Verständnis für Nachhaltigkeit wird besser. Auch das Bewusstsein, dass etwas passieren muss. Aber der Weg dahin ist vielen noch nicht klar“.

Etwas anders verhält es sich mit der Gewichtung des Themas in den einzelnen Branchen. Hier sehen die Teilnehmer*innen den größten Bedarf an Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Lebens- und Nahrungsmittelsektor (72 Prozent), in der Textilindustrie (68 Prozent) und im Bereich Transport und Logistik (65 Prozent). Das Schlusslicht bilden der Bildungssektor (25 Prozent) der Telekommunikationssektor (24 Prozent) und nur für knapp ein Viertel sind Nachhaltigkeitsmaßnahmen in der Medien-, PR- und Kreativbranche relevant. Hier spielt laut Martin Distl das Mindset eine große Rolle: „Es sind immer die anderen zuständig. Diese Einstellung ist immer noch sehr präsent. Wir müssen aber ins Tun kommen. Hier könnten einheitliche Standards helfen“.

Unternehmen sind aktiv, aber wenig fokussiert

Allgemein hat sich die Bereitschaft, im eigenen Unternehmen in Initiativen zur Förderung von Nachhaltigkeit und Vielfalt zu investieren, in den letzten fünf Jahren bei fast 65 Prozent der Befragten gesteigert und über 80 Prozent sind bereit, diese Bemühungen auch in Zukunft fortzusetzen. Diese Agenden übernehmen jedoch nur bei einem Sechstel der Teilnehmenden spezielle Abteilungen für Compliance, CSR und ESG. Bei einem Viertel werden die Aufgaben über alle Gebiete hinweg in einer Anlaufstelle zusammengefasst und bei einem Drittel werden die Agenden von Abteilungen beziehungsweise Personen mitbetreut, die grundsätzlich andere Tätigkeiten verrichten.

Einen eigenen Nachhaltigkeitsbeauftragten hat nur jedes sechste Unternehmen in dieser Befragung. „Das kann natürlich dazu führen, dass Nachhaltigkeitsaspekte „untergehen“ und nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie bräuchten, um wirklich etwas zu bewegen und zu verändern“, ergänzt Barbara Rauchwarter, CMO der APA-Gruppe und unsere Präsidentin die Ergebnisse. Das könnte sich in Zukunft ändern. „In Österreich haben wir bereits einige Green-Marketing-Studiengänge oder Masterprogramme mit Nachhaltigkeitsschwerpunkten, die es sonst nirgendwo in Europa gibt“, sagt Dr. Kirstie Riedl.

Um das Bewusstsein und Engagement auch unter den Mitarbeitenden zu fördern, gibt es bei den heimischen Marketer*innen viele Ansätze. Zu den beliebtesten Maßnahmen gehören Recycling- und Abfalltrennungssysteme (60 Prozent), flexible Arbeitszeitmodelle (44 Prozent) und ein Drittel kommuniziert die Nachhaltigkeitsziele aktiv auch innerhalb des Betriebes. Einen Bonus für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen gibt es nur bei 8 Prozent der Befragten.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sehen die befragten Entscheider*innen verschiedene Herausforderungen. Angeführt wird das Ranking von den möglichen höheren Kosten für umweltfreundliche Produkte, Verpackungen oder Prozesse (53 Prozent), gefolgt von mangelndem Wissen über mögliche Maßnahmen (42 Prozent) und das Fehlen von zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen (42 Prozent).

Das oft medial diskutierte Risiko eines Imageschadens durch Greenwashing, ist immerhin für ein Drittel der Befragten eine wahrgenommene Bedrohung. Aber auch ein fehlendes Verständnis für das Thema an sich sowie die schwierige Messbarkeit und Dokumentation von Nachhaltigkeitszielen werden als Herausforderungen genannt. Dies ist insbesondere relevant, da der Branche mit den Berichtspflichten im Sinne der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Direktive) so einige neue Dokumentationen ins Haus stehen. Insofern überrascht es wenig, dass fast 80 Prozent der Befragten Nachhaltigkeitszertifikate zum Nachweis von entsprechenden Maßnahmen als wichtig erachten.

Das größte Potenzial für die Optimierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Marketing besteht laut Befragten im Produktmanagement (54 Prozent), in der externen Kommunikation (42 Prozent) – etwa durch Events, Pressearbeit oder Sponsoring – und im Vertrieb (40 Prozent). „Unternehmen müssen ehrlich und genau kommunizieren. Da kommen auch die Marketingagenturen ins Spiel. Viele Unternehmen wissen überhaupt nicht, was sie sagen dürfen und was nicht. Und wir müssen in einer Art und Weise kommunizieren, also ohne Fachbegriffe wie SDGs, dass auch Unternehmen und Menschen außerhalb unserer Blase unsere Botschaften verstehen und ins Tun kommen“, führt Jürgen Bauer weiter aus.

Das Schließen von nachhaltigen Partnerschaften wird als ein großer Hebel in der Zukunft gesehen – nur die Hälfte der Befragten verfügen bereits über solche. Und auch die Zusammenarbeit mit Expert*innen und interne Workshops können die Bemühungen zur Steigerung von Nachhaltigkeit und Vielfalt in den Unternehmen, und dadurch auch im Marketing-Output unterstützen.

„Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit und Vielfalt für eine überwiegende Mehrheit – fast 90 Prozent – der Entscheider*innen eine Rolle im Unternehmen spielt, ist die Wichtigkeit und Verantwortung für das Marketing selbst noch lange nicht bei allen angekommen. Es gibt schon sehr gute Ansätze über alle Branchen hinweg, aber auch noch viel Potenzial. Was im „Verordnungswald“ übersehen wird, sind die Potenziale sich durch Innovationen klar zu positionieren. Wir wollen hier auch weiterhin für wertvolle Impulse sorgen und Sparringpartner für ein zukunftsfähiges und nachhaltigeres Marketing für Unternehmen sein“, sagt Alexander Oswald, Moderator des Abends und unser Präsident.

Die Ergebnisse der Studie findet ihr hier und weitere Bilder hier!

Falls ihr nicht vor Ort dabei sein konntet, findet ihr hier die Aufzeichnung!

Präsentation Umfrage by marketagent: Pioneers of Purpose – Die Zukunft nachhaltiger Marketingstrategien

Unsere Umfrage in Kooperation mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation und marketagent zum Thema „Nachhaltigkeit“ der Marketing- und Kommunikationslandschaft ist abgeschlossen und wir möchten euch die spannenden Ergebnisse am 13. März um 18 Uhr bei GroupM präsentieren.

Wie wichtig ist dieses Thema unserer Branche? Diese Frage stellten wir uns, gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, durchgeführt von marketagent und ihr habt Eure Sichtweise zum Thema Nachhaltigkeit in der Marketing- und Kommunikationslandschaft abgegeben.

Vorab schon einige sehr interessante Punkte:

  • Knapp 70% der Marketingentscheider*innen sind von nachhaltigem Marketing für den langfristigen Unternehmenserfolg überzeugt.
  • Mehr als die Hälfte sehen höhere Kosten für umweltfreundliche Produkte, Verpackungen oder Prozesse als Herausforderung bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
  • Dabei bestehen bei über 45% der befragten Unternehmen Initiativen zur Förderung von Nachhaltigkeit.
  • Weiters erachten knapp 72% die Nachhaltigkeitsmaßnahmen im eigenen Unternehmen als sinnvoll.
  • Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen ist die Bereitschaft, in Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu investieren, in den letzten Jahren gestiegen.
  • Zudem sind mehr als 80% der Unternehmen bereit, auch künftig in Initiativen für Nachhaltigkeit und Vielfalt zu investieren.

Sample Zusammenfassung:

Umfrage Sample

Am Podium mit dabei sind:

Seid gespannt auf alle Umfrage Ergebnisse!

WANN: 13.03.2024

WO: GroupM, Vordere Zollamtstrasse 13, 1030 Wien

EINTREFFEN: AB 17:45

START: 18 Uhr (Livestream)

Hier geht es zur Anmeldung!

Eure ÖMG

Nachbericht & Aufzeichnung, Let´s talk mit AMS-Chef Johannes Kopf

Zum ersten Mal im heurigen Jahr hieß es bei uns am 1.Februar „Let’s Talk“. Unser hochkarätiger Gast im APA-Pressezentrum war niemand geringerer als der Vorstandsvorsitzende des AMS Österreich Johannes Kopf. Im Expertentalk mit anschließender Diskussion sprach der Arbeitsmarktspezialist über Veränderungen und Herausforderungen aber auch Zukunftschancen des heimischen Arbeitsmarktes.

Zunächst gab Johannes Kopf einen kurzen Überblick über den österreichischen Arbeitsmarkt sowie Hintergründe zu den Arbeitslosenzahlen.
Beginnend mit dem Krisenjahr 2009, in dem die Wirtschaft um mehr als 4 Prozent einbrach, spannte Kopf den Bogen bis zum Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 und den damit verbundenen drastischen Auswirkungen für viele Branchen. Die gegenwärtige Situation des österreichischen Arbeitsmarkts und der Ausblick auf dessen Entwicklung in den nächsten Jahren, waren ebenso Thema, wie die Notwendigkeiten für Arbeitssuchende und Arbeitsgeber:innen.

Hier sieht Kopf neue Herausforderungen für Unternehmer:innen: „Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei 6,4 Prozent. Für 2024 sehen die Prognosen eine Erholung der Konjunktur und damit auch ein Sinken der Arbeitslosigkeit vorher. Die Vergangenheit hat uns aber gelehrt, mit Prognosen vorsichtig zu sein. Betrachten wir etwa den Fachkräftemangel, der gegenwärtig in aller Munde ist, so wird uns dieses Problem schon alleine aus demografischen Gründen erhalten bleiben. Dennoch sind fast alle Branchen, z.B. der Tourismus, heute sicher mehr denn je gefordert, sich als attraktive Arbeitgeber:innen zu präsentieren und auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden und potenziell Neuer einzugehen,“ so der Experte.

Frühförderung bildungsferner Schichten als Schlüssel

Ein wesentlicher Punkt im Talk war die Veränderung des Arbeitskräftepotenzials. Gerade im Hinblick auf Migration und qualifiziertem Zuzug liegen hier enorme Chancen. Der AMS-Chef: „Die höchste Arbeitslosenrate, rd. 30 Prozent, haben wir derzeit bei Menschen, die nur einen Pflichtschulabschluss besitzen und nicht Deutsch als Muttersprache haben.“ Die Antwort auf die Frage, was es brauche, um diese Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, lautet für Kopf „Die größten Chancen bieten sich hier in einem sehr frühen Stadium, am besten bereits im Kindergarten.“ Denn wenn die Personen aus der oben genannten Gruppe AMS-Kund:innen werden, sei es oft meist zu spät. „Ich plädiere seit langem für ein verpflichtendes 2. Kindergartenjahr und den problemzentrierten Einsatz von Fördermitteln an Kindergärten und Schulen,“ erklärt der AMS-Vorstand.

Was bringt uns die Arbeitswelt der Zukunft?

Natürlich ging es an dem Abend auch um zukunftsträchtige Themen. Digitalisierung, das Thema KI und die große Frage „Wie werden wir in Zukunft – nicht nur im Marketing, sondern in allen Unternehmensbereichen – arbeiten?“.

Johannes Kopf fokussiert hier auf 4 Schlagworten: flexibler, digitaler, internationaler und ökologischer. Diese vier Begriffe kennzeichnen Trends, die laut dem Experten auf so gut wie auf jede Branche anwendbar sind. „All das ist essenziell, wenn es darum geht, in der sich verändernden Arbeitswelt wettbewerbsfähig zu bleiben“, meint Kopf. Etwa die Flexibilität im Sinne von Homeoffice, die nicht zuletzt durch Corona befeuert wurde und die trotz aller positiven Aspekte auch herausfordernde Begleiterscheinungen – etwa im Bereich des Arbeitsrechts – mit sich bringt. Aber auch die Tatsache, dass es auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft normal sein wird, dass Personen in einem Land arbeiten, in dem sie nicht wohnen. „Das Thema grenzüberschreitendes Arbeiten wird uns in den kommenden Jahren stark beschäftigen. Oft werde ich gefragt, was junge Menschen tun sollen, um auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen zu haben. Mein Gefühl ist, dass es nicht mehr der geradlinige Lebenslauf ist, der bei HR-Verantwortlichen Eindruck macht. Sondern möglichst viele verschiedene Erfahrungen, von denen man einige idealerweise im Ausland gesammelt hat. Doch auch hier stehen etwa Sozialversicherungsträger vor großen Herausforderungen, die diese neue Flexibilität und Internationalität mit sich bringt,“ so der AMS-Chef. Bei seinem älteren Sohn sei er gescheitert, ihn zu einem Auslandsaufenthalt zu motivieren, er würde aber alles daran setzen, dass ihm das bei seinem jüngeren Sohn gelänge, gibt Kopf einen kleinen Einblick in sein Privatleben.

Digitalisierung und Ökologie als große Treiberthemen der Zukunft

Dass die Arbeitswelt von morgen eine ökologisch nachhaltige sein muss, darüber waren sich Kopf; Moderator und Gäste einig. Nimmt doch das Thema auch bei der ÖMG einen besonderen Stellenwert ein. Johannes Kopf verwies in diesem Zusammenhang auf den APPC Special Report „Strukturen für ein klimafreundliches Leben“ des Climate Change Center Austria. Laut diesem müssen sich 80 Prozent der derzeitigen Erwerbsarbeitsbereiche ändern, um die Klimaziele zu erreichen. Wie diese Veränderungen aussehen könnten, damit befasst sich aktuell auch die ÖMG intensiv. „Wir führen aktuell eine Studie zum Thema Wie kann Nachhaltigkeit im Marketing implementiert werden durch, an der bereits über 500 Brancheninsider:innen teilgenommen haben. Wir werden die Ergebnisse dieser Studie demnächst präsentieren,“ so Oswald.

Beim Thema Digitalisierung wurde es dann noch einmal richtig spannend. Etwa bei der Frage, wie gut unsere Schulen künftige Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt vorbereiten, wenn es um digitale Kompetenzen geht. Oder was generell auf Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen zukommt, wenn es um die ständige Anpassung und Erweiterung digitaler Skills geht. Denn hier stellt sich nicht zuletzt die Frage, wer dafür bezahlen soll. Kopf sieht einen ersten Schritt in der Implementierung eines digitalen Kompetenzmodells, das auf alle Arbeitnehmer:innen anwendbar ist. Vergleichbar mit dem Klassifikationssystem für Sprachkenntnisse (GeR), das sich mittlerweile vollständig etabliert hat. Ein solches System befindet sich derzeit AMS-intern bereits in der Testphase und soll in absehbarer Zeit zu einem Instrument für Unternehmen bei der Suche nach Mitarbeitenden werden. Kopf erklärt dazu: „Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass das, was auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich gefordert wird, digitale Grundkompetenz ist. Auch wenn das banal klingt, ist eine solche bei weitem nicht quer durch alle Bildungsschichten und Generationen Standard. Insbesondere, da die Anforderungen, die heute mit diesem Begriff verbunden sind, durchaus anspruchsvoll sind. Hier wird es in den kommenden Jahren sicher verstärkt Initiativen brauchen, um den Arbeitsmarkt zukunftsweisend zu gestalten. Denn auch jungen Menschen sind diese Kompetenzen nicht, wie viele meinen, in die Wiege gelegt.“

Die Aufzeichnung findest du hier!

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Nachbericht ÖMG Neujahrsfeier

Im coolen Ambiente des Loft Z13 in der Zollergasse im 7. Bezirk begrüßten wir am 10. Jänner unsere Gäste zum ersten Netzwerktreffen des heurigen Jahres.

Der entspannte Abend im Architektenloft wurde mit einer kurzen Ansprache unserer beiden Präsident:innen Barbara Rauchwarter/ CMO APA-Gruppe und Alexander Oswald/ Futura GmbH eröffnet, im Rahmen derer unser neues Vorstandsmitglied Veronika Zischka/ REWE Group offiziell willkommen geheißen wurde. Danach gab es die Aufgabe, das „next big thing“ im Marketing zu benennen.  

Was ist das „MarkeDing“ 2024?
„Wir wollten von unseren Mitgliedern wissen, welche Themen unsere Branche im kommenden Jahr beschäftigen werden. Die Antworten, die wir dabei erhalten haben, sind für uns gleichzeitig Statement und Orientierungspunkt für 2024“, erklärt Sabrina Oswald, Vorstandsmitglied. Ihre Gedanken dazu durften unsere Gäste auf Holzklötze schreiben, die aus der Co-Working-Werkstatt „Do Something Great“ stammten. Die zusammengebauten Holzbausteine ließen im Laufe des Abends das „MarkeDing“ entstehen – ein Sinnbild für das Marketing der Zukunft. „Wir waren überrascht, nicht die aktuell allgegenwärtigen Marketing-Buzzwords zu lesen, sondern G´fühliges, wie Empathie, Emotionen, Werte. Für die ÖMG stehen 2024 Diversität, Gleichberechtigung und die Umsetzung der SDGs im Marketing weiterhin im Fokus. Die heutigen Impulse nehmen wir aber selbstverständlich als Denkanstoß mit“, so unser Präsident Alexander Oswald.

Make Marketing Great Again trifft auf Do Something Great
Das Werkstatt-Projekt „Do Something Great“ wurde 2023 von Jan Hosa und Philipp Consemüller ins Leben gerufen, die ursprünglich ebenfalls aus dem Marketing kommen. In der größten Studiowerkstatt Wiens bieten die beiden passionierten Bastler Unternehmen und Einzelpersonen die Möglichkeit, das Tischlern zu lernen und eigene Möbelideen zu realisieren. „Wie alle Branchen stehen auch wir im Marketing vor vielseitigen Herausforderungen, die es gemeinsam zu lösen gilt. Die Do Something Great-Society ist ein großartiges Projekt, das für Ideenreichtum und das Schaffen von Neuem steht. Es war eine Freude zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus die Gäste ans Werk gingen. Das zeigt, dass wir Marketer immer bereit sind, die Ärmel hochzukrempeln und Visionen in die (Marketing)-Praxis umzusetzen“, sagt unsere Präsidentin Barbara Rauchwarter.

Auch die Wahl der Location stand diesmal ganz im Zeichen von Neubeginn. Wurde das Loft Z13 doch erst vor kurzem fertiggestellt. „Das Objekt ist das einzige österreichische Projekt des international renommierten italienischen Architekten Vincenzo De Cotiis und verbindet auf 350m2 den unverwechselbaren Stil der modernen Ästhetik nahtlos mit dem reichen historischen Erbe des Gebäudes“, beschreibt Managerin Lidija Ajvazi.

AMS-Chef Johannes Kopf als Gast bei unserem nächsten Event im Februar
Unser nächstes Treffen findet am 1. Februar im APA-Pressezentrum statt. Begrüßt wird dann AMS-Vorstandsvorsitzender Johannes Kopf, der im one-to-one-Gesprächsformat „Let’s Talk“ über Fachkräftebedarf und Digitalisierungsthemen sprechen wird.

Zum Abschied gab es, sehr zur Freude unserer Gäste, einen Kinogutschein als Geschenk für jedes ÖMG Mitglied. Zur Verfügung gestellt von cineplexx.

Mit uns feierten am 10. Jänner u.a.: Josef Almer/ Goldbach Media, Jürgen Bauer/ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, Louisa Böhringer/ personalbranding, Bernhard Gily/ medianet, Michael Grof-Korbel/ better together, Ulla Havas/ Randstad, Jürgen Hofer/ Horizont, Alexis Johann/ FehrAdvice, Ralf Kober/ Springer & Jacoby, Michael Lang/ better together, Oliver Nitz/ Somersault, Markus Nutz/ Spinnwerk, Nicole Plein/ plein communications, Anna Pordes/ Weseo, Alexander Raffeiner/ raffeiner reputation, Bettina Schatz/ willhaben, Marion Stelzer-Zöchbauer/ COPE, Thomas Urban/ Digitalisten und viele mehr.

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Im Gespräch mit AMS-Chef Johannes Kopf

Von Digitalisierung über den Fachkräftebedarf bis zu Marketingthemen diskutieren wir in unserem Einzelgesprächsformat „Let´s talk“ mit Johannes Kopf, Vorstandsvorsitzender des AMS Österreich. Die Premiere unseres ganz persönlichen Gesprächsformats hatte 2023 ganz toll funktioniert und viel positives Feedback bekommen, nun legen wir nach!

Wir fühlen dem österreichischen Arbeitsmarkt und den vielfältigen Themen, wie z.B. dem hohen Fachkräftebedarf auf „den Zahn“ und das mit niemand Geringerem als Johannes Kopf.

Die Moderation leitet ÖMG Präsident Alexander Oswald.

WANN: 01.02.2024

WO: APA Pressezentrum 

EINTREFFEN: 17:30 Uhr

START: 18:00 Uhr

LIVESTREAM

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Anmeldung

(c)Tanja Hofer

Nachbericht & Aufzeichnung / Event Democracy Dies in Darkness – Hat die Wa(h)re Nachricht eine Zukunft?

An unserem Netzwerkabend gemeinsam mit dem PRVA wurden die aktuellen Herausforderungen des Nachrichtenschaffens und die Rolle eines glaubwürdige (Medien)-Umfeldes für Kommunikationsbotschaften diskutiert.

Marketinginteressierte, Journalist:innen und Presseverantwortliche versammelten sich im APA-Pressezentrum und tauschten sich mit einem hochkarätigen Panel aus, wie Medien und Nachrichtenagenturen redaktionelle und künstliche Intelligenz verbinden können. Das Panel war besetzt mit Ingrid Gogl/ PRVA, Alexander Oswald/ ÖMG, Dr. Clemens Pig/ APA, Anna Wallner/ Die Presse. Durch den Abend führte Barbara Haas/ Kleine Zeitung.

Dr. Clemens Pig, CEO der APA-Presseagentur, eröffnete den Abend mit der Erzählung aus seinem neuen Buch, nach dessen Titel auch die Veranstaltung benannt wurde: Democracy Dies in Darkness. Er skizzierte die letzten Jahre, in denen sich das Mediengeschäft und auch der Konsum der Medien stark verändert hat. Effekte, wie Fake News, wurden in Europa immer mehr und wir lernen gerade, mit ihnen umzugehen. Neue Disziplinen wie Factchecking entstehen, die weit über das faktenbasierte Berichten hinausgehen. Damit leitete Pig gleich die Fragen des heutigen Abends ein: Welche Rolle spielt ein glaubwürdiges (Medien)-Umfeld für Kommunikationsbotschaften; wie können wir Medien weiterentwickeln und welche Bedeutung hat künstliche Intelligenz dabei? Freie Medien sind das Lagerfeuer der Demokratie und müssen um jeden Preis geschützt werden, da die Demokratie sonst angegriffen werden kann.

„Saubere Nachrichten sind wie sauberes Trinkwasser. Wir brauchen beides, um zu überleben“, mit diesem Bild aus Pigs Buch eröffnete Barbara Haas/ Kleine Zeitung die Podiumsdiskussion. Und Pig stimmte zu: „Medien waren und sind das verbindende Element in unserem Leben. Früher haben wir am Morgen den Fernseher aufgedreht oder Zeitung gelesen. Heute sind es andere Medien, aber wir konsumieren, um uns weiterzubilden, am Laufenden zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das wahre Asset der Medien sind die Newsrooms, damit wir in der Lage sind, auf faktenbasierten Inhalten unsere Meinung zu bilden.“ Wie sieht das in der Wirtschaft aus, konkret im Marketing, dass oftmals den Ruf hat, Reichweite der Glaubwürdigkeit vorzuziehen? Unser ÖMG Präsident Alexander Oswald sieht das nicht so: „Wir haben im Marketing ein zwiegespaltenes Verhältnis. Das Marketing schätzt die Medien, vor allem wenn sie die eigene Botschaft authentisch transportieren. Gleichzeitig wollen wir aber auch, dass unsere Botschaften von so vielen Menschen wie möglich gesehen werden. Das geht nicht immer Hand in Hand und wird immer schwerer, weil viel in den letzten Jahren passiert ist. Das Vertrauen geht runter und die Emotionen rauf. Reichweite passiert durch Polarisieren, und dem Algorithmus ist es egal, ob es eine positive oder negative Geschichte ist. Den interessiert nur die emotionale Reaktion. Ob die Nachricht wahr ist, ist fast egal. Und im Marketing muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt noch ein Umfeld gibt, wo nicht der Wahnsinn herrscht. Deshalb sollte man unter Posts, die man nicht gut findet, auch nicht kommentieren. Man gibt den Inhalten so nur mehr Kraft.“

Die Moderatorin fragt Ingrid Gogl/ PRVA, wie die Pressearbeit diese ethischen Fragen einordnet, eine Kommunikationsdisziplin, der oftmals angekreidet wird, Inhalte weichzuzeichnen. „Ethik und Glaubwürdigkeit spiel in der Pressearbeit eine große Rolle. Deshalb distanzieren wir uns auch bewusst von Begriffen wie ‚PR-Stunts‘ weil diese suggerieren, etwas sei inszeniert. Ich denke sogar, dass Medien vielen Unternehmen gelernt haben, aufrichtiger zu kommunizieren, indem sie eben nicht alle Geschichten aufgegriffen haben. Weichzeichnen ist aber ganz klar keine Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit, dafür gibt es auch zu viele Korrektoren, sondern Geschichten spannend und abwechslungsreich zu erzählen. Wir kämpfen bewusst gegen Fake-PR.“

Kann KI beim Qualitätsjournalismus helfen?

Im Journalistischen wird mit KI bereits experimentiert, aber welche Rolle spielt sie im täglichen Arbeiten und bei den aufkommenden Aufgaben wie Factchecking wirklich? Anna Wallner/ Die Presse, dazu: „Wir müssen uns damit beschäftigen, denn wie der Buchdruck wird KI nicht weggehen. Die Medien haben bereits die Einführung des Internets und Social Media verschlafen, das sollte uns hier nicht wieder passieren. Aktuell verwende ich ChatGPT und Co. eher sporadisch, um beispielsweise Titel für Artikel zu verwenden. Die sind aber selten besser als unsere eigenen. Vielleicht noch zum Mitschreiben von Gesprächen. Ich sehe auch, dass wir die Algorithmen nicht so gut verstehen, wie Unternehmen. Hier ist noch viel Potenzial.“ Die Gefahren im Bereich Künstliche Intelligenz sehen die Expert*innen aktuell im Bereich der Foto- und Videoproduktion, denn das Internet wird immer mehr mit inszenierten Bildern zugespühlt. „Ja, man bekommt mittlerweile schnell Ergebnisse, aber was bringt mir viel und günstiger Content, wenn immer das Gleiche herauskommt. Dadurch wird der gute Journalismus immer schwerer auffindbar. Wir sollten lieber KI dafür nutzen, um mühsame und grundlegende Arbeiten zu ersetzen, um dann mehr Zeit für anderes zu haben.“ „Wir müssen auch offen darüber reden, dass wir den Journalismus abschaffen, wenn wir jetzt unser wichtigstes Asset an KI-Unternehmen verkaufen, nämlich Journalist*innen“, so Pig.

Emotion und Glaubwürdigkeit im Journalismus – geht beides?

„Es gibt einen Aufmerksamkeitskampf von Plattformen, den es früher nicht gegeben hat. Medien haben verlernt, Spaß zu machen. Deshalb ist Audio- und Videocontent auf Social Media auch auf der Überholspur. Aus dem gleichen Grund funktionieren Influencer*innen gut. Sie können ohne Befindlichkeiten über ihre Themen sprechen, nehmen die Zielgruppe in ihr Leben mit. Das geht bei Medien oder Journalist*innen nicht so gut“, so Wallner. Können Medien sich dahingehend anpassen? „Es ist natürlich schwieriger die Kommunikation von großen Medienunternehmen auf eine einzelne Person zu übertragen, auch wenn man sich mit Menschen leichter identifizieren kann. Was passiert denn mit der Unternehmenskommunikation, wenn die Person nicht mehr im Unternehmen ist?“, so Oswald. Kann uns das personifizierte Nachrichtenmachen näher zum Qualitätsjournalismus bringen? „Das sehe ich nicht. Ich glaube, dass Journalismus genau das Gegenteil sein sollte. Wir wollen Partner für die Menschen durch Zuverlässigkeit und Qualität sein. Wir haben die Aufgabe, Geschichten zu finden und aufzudecken. Wer zu sehr emotionalisiert, verliert die Zuverlässigkeit. Von Netflix und Co. können wir uns aber die Geschäftsmodelle abschauen“, so Pig. Gogl sieht das anders: „Fakten sind nicht das Gegenteil von Emotionen. Nur weil etwas emotional rübergebracht wird, ist es noch nicht falsch. Emotionen können ein Mittel sein, um Fakten besser zu transportieren.“

Wie sich Journalismus verändern muss

Zum Schluss fragt die Moderatorin, was die harte Währung der Glaubwürdigkeit für die PR und Marketing im Zwischenspiel mit den Medien ist. Gogl dazu: „Wir brauchen die Glaubwürdigkeit der Medien, denn wir planen unsere Kampagnen danach. Ich muss in der Pressearbeit auf die Inhalte der Medien reagieren und dementsprechend Kommunikationsmaßnahmen setzen. Mich auf Zahlen verlassen können.“

Oswald fügt hinzu: „Ich kann nicht einfach losgelöst von Umfeld arbeiten, sondern wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass ich ein lokales Ökosystem an Medien habe, mit denen ich zusammenarbeite. Wer immer nur günstig bei den Social Media Giganten einkauft, schadet langfristig der Marke.“ Pig ergänzt: „Journalismus ist schon seit langem ein Kampf zwischen Schnelligkeit und Richtigkeit, das ist aber auch eine Ressourcenfrage. Was ist denn falsch daran, dass etwas in der Sekunde nicht ganz klar ist? Oder wir ein paar Stunden brauchen, um komplexe Inhalte zu verifizieren?“ Gogl: „Diese Ressourcen würde ich aber gerne bei den Medien sehen, denn das erwarte ich mir von Qualitätsmedien, dass ich mich fürs Faktenchecken nicht auf eine Person auf der Social Media Plattform X verlassen muss.“ Wo gilt es also, zu investieren? Im Personal und in die Newsrooms? „Wir machen gute, auf Fakten basierende Arbeit, mit den Ressourcen, die wir haben. Wir müssen uns aber auch weiterentwickeln, warum in Zukunft also nicht auch mit sogenannten Personenmarken arbeiten, Expert*innen finden, die ein Medium hinaustragen? Oder gegebenenfalls nicht alles weitermachen, nicht alle Ressorts oder Plattformen bespielen, sondern sich auf bestimmte Themen fokussieren.“

Weitere Gäste, die an diesem Abend vor Ort waren, sind Louisa Böhringer/Personal Branding Wien, Veronika Beck/Komma4, Judith Belfkih/Wiener Zeitung, Lorin Polak/New Business Verlag, Alexander Raffeiner/Raffeiner Reputation, Vanessa Salzer/Ecker & Partner, Thomas Seifert/Journalist, Stefan Grampfelhuber/PRVA, Axel Maireder/IMWF, Barbara Oberrauter-Zabransky/KI Academy, Peter Thier/ÖBB, Simone Zwickl/FHWien, u.v.m.

Die ganze Aufzeichnung findet ihr hier! Und weiter Bilder des Abends hier!

ÖMG Neujahrsparty am 10.01.2024

Liebe ÖMG Mitglieder und solche, die das noch werden wollen,

am 10.1.2024 ab 17 Uhr findet sie statt. Die beste Party zum Jahresstart:

ÖMG Neujahrsparty im Loft Z13 statt.

Wir bauen in der grandiosen Location Loft Z13 in der Zollergasse 13/1 das Ding im Marketing in den kommenden Jahren. Und dazu ist euer Input gefragt!

Was ist DAS Ding mit dem wir alle uns im Marketing in den nächsten Jahren beschäftigen werden? Welche Spuren müssen wir als Marketeers hinterlassen? Kreative Spuren? Carbon Hand- oder Footprints? Künstliche, kreative Intelligenzen? Marketingautomatismen?

Wir sind die Baumeister*innen der Zukunft. Wir schaffen den Demand der Zukunft. Aber mit welchen Trends und Gegebenheiten werden wir uns wirklich auseinandersetzen müssen?

Die Teilnehmer*innen haben bereits eines erhalten, oder erhalten am Event ein Holzstück. Es ist dies ein Baustein einer Skulptur – wir nennen diese Skulptur, das „MarkeDing“.
Sie wird gemeinsam aus allen mitgebrachten Bausteinen gebaut und zwar mit dem grandiosen Team der Do Something Great Co-Working-Werkstatt kuratiert und aus vielen Ideen geschaffen von Jan Hosa.

Seid dabei!

Lasst uns gemeinsam DAS Sinnbild einer gemeinsamen Vision zur Zukunft des Marketings erbauen. Macht mit – entweder durchs selbst mitbauen oder gerne auch mit Meinungen, Zwischenrufen oder Einbringen. Gebt dem „MarkeDing“ Eure Handschrift.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

WO: Z13 Loft, Zollergasse 13/1, 1070 Wien
Anfahrtsinfo: bitte bei der Anfahrtbeschreibung 13/1 in Navigation und/ oder Google Maps eingeben. Das Loft befindet sich gegenüber von Cafe Europa und oberhalb des Interiorshops Johann.

Anmeldungen hier!

Eure ÖMG

(c) Bilder Location Loftz13