Neue ÖMG Sandbox-Publikation

ÖMG Sandbox: Wie entsteht Vertrauen in E-Mobilität? Welche Faktoren beeinflussen Kaufentscheidungen – und warum reichen technische Fakten allein längst nicht mehr aus?

Diesen Fragen widmeten wir uns gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Vertreter:innen aus Wirtschaft, Marketing und Mobilität diskutierten, welche Rolle Marken, Kommunikation und Nutzererlebnisse für die Akzeptanz und den Erfolg der E-Mobilität spielen.

Das Ergebnis ist unsere neue Publikation „Vom Ladeanschluss zur Love Brand – wie E-Mobilität wirklich gekauft wird“. Sie bündelt die wichtigsten Erkenntnisse der Diskussion, zeigt aktuelle Herausforderungen auf und liefert wertvolle Impulse für Unternehmen, Organisationen und Entscheidungsträger.

Im Mittelpunkt der ÖMG Sandbox stehen unter anderem:

  • warum Vertrauen der entscheidende Erfolgsfaktor für E-Mobilität ist,
  • welche Bedeutung Markenführung und Kommunikation für Kaufentscheidungen haben,
  • welche Hürden Konsument:innen heute noch wahrnehmen und
  • welche konkreten Ansätze Unternehmen nutzen können, um E-Mobilität verständlicher und attraktiver zu vermitteln.

Mit den ÖMG Sandboxen schaffen wir Raum für den offenen Austausch zwischen Expertinnen unterschiedlicher Disziplinen. Ziel ist es, gemeinsam aktuelle Zukunftsthemen zu diskutieren, Perspektiven zusammenzuführen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Die Publikation steht ab sofort kostenlos zum Download bereit.

Wir wünschen eine spannende Lektüre und freuen uns auf dein Feedback sowie den weiteren Austausch bei einer unserer nächsten ÖMG Events.

Zur Anmeldung ÖMG Sommerfest geht es hier.

ÖMG-Sandbox mit ITdesign: Cloud, KI, Kontrolle: Wem gehört unsere digitale Zukunft?

ÖMG Sandbox – Cloud klingt nach Himmel. KI nach Magie. Digitale Transformation nach Fortschritt. Aber hinter all dem steht eine ziemlich handfeste Frage: Wer hat eigentlich die Kontrolle?

Denn bei digitaler Souveränität reden wir nur auf den ersten Blick über Technologie. In Wahrheit reden wir über Macht. Über Abhängigkeiten. Über Spielräume. Über Regeln, die andere setzen, während wir sie im Alltag ganz selbstverständlich übernehmen.

Wer Systeme baut, bestimmt die Logik.
Wer Daten kontrolliert, kontrolliert Wertschöpfung.
Wer Infrastruktur besitzt, definiert, was möglich ist.
Und wer keine Alternative hat, verhandelt nicht, sie / er klickt auf „Akzeptieren“.

Gerade im Marketing ist das Thema brisant. Fast alle relevanten Tools, Plattformen, Clouds, KI-Systeme und Datenökosysteme kommen von wenigen globalen Playern. Wir planen Kampagnen, analysieren Zielgruppen, automatisieren Customer Journeys und optimieren Content auf Infrastrukturen, die wir kaum verstehen, kaum beeinflussen und selten hinterfragen.

Ist das noch digitale Freiheit oder schon komfortable Abhängigkeit oder ein technisches K.O.?

In dieser ÖMG-Sandbox mit ITdesign stellen wir die großen Fragen hinter den kleinen Alltagsentscheidungen: Welche Abhängigkeiten nehmen wir im Marketing längst hin? Wo brauchen wir europäische Alternativen? Wie viel Kontrolle geben wir für Convenience auf? Und was bedeutet Souveränität in einer Zeit, in der KI, Cloud und Plattformen zum Betriebssystem unserer Kommunikation werden?

Cloud, KI, Kontrolle oder Souveränität: Wem gehört unsere digitale Zukunft?
Eine ÖMG-Sandbox über Marketing, Macht und die Frage, ob Europa digital nur mitspielt oder selbst Spielregeln setzen kann.

Was ist eine ÖMG-Sandbox?

Die ÖMG-Sandboxes sind bewusst klein gehaltene, kuratierte Think-Tank-Formate.

Ausgewählte Expert:innen aus Wirtschaft, Agenturen, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft kommen in einem interdisziplinären Setting zusammen. Ziel ist kein Frontalvortrag, sondern ein moderierter, offener Austausch auf Augenhöhe – mit klarer Ergebnisorientierung.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Publikationen für ÖMG-Mitglieder.

Die Teilnehmer:innenzahl ist bewusst limitiert, um einen intensiven Dialog zu ermöglichen.
Wann: 07. Juli 2026 9:00–12:00 Uhr

Wenn du Teil dieser Diskussion sein möchtest, bitten wir um Rückmeldung bis 15.06.2026 an info@marketinggesellschaft.at

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Vormittag und neue Perspektiven!

Hier findest du den Nachbericht zu unserer letzten Sandbox.https://marketinggesellschaft.at/culture-x-performance-unternehmenskultur-marketingfaktor/

Unternehmenskultur als Marketingfaktor

Warum Culture x Performance über den Unternehmenserfolg entscheidet. Unternehmenskultur ist kein HR-Thema mehr. Sie ist ein Wettbewerbsfaktor.

Künstliche Intelligenz verändert Prozesse. Neue Arbeitsmodelle verändern Erwartungen. Der Fachkräftemangel verändert Märkte. Doch eine Frage bleibt: Warum schaffen es manche Unternehmen, auch in Zeiten permanenter Veränderung erfolgreich zu bleiben – während andere kämpfen?

Mit der Publikation „Culture x Performance“ legen wir gemeinsam mit den Erkenntnissen unserer ÖMG- Sandbox bei Great Place To Work Österreich eine Sammlung von Perspektiven, Erfahrungen und Impulsen vor, die zeigen, warum Unternehmenskultur heute weit mehr ist als ein internes Organisationsthema.

Unternehmenskultur wird zum Marketingfaktor

Lange galt Kultur als etwas, das innerhalb eines Unternehmens stattfindet. Heute wirkt sie weit darüber hinaus. Sie beeinflusst, wie Arbeitgeber wahrgenommen werden, wie glaubwürdig Marken auftreten und wie erfolgreich Unternehmen Veränderungen meistern.

Die Diskussionen der ÖMG Sandbox machten deutlich: Unternehmen konkurrieren längst nicht mehr nur über Produkte und Dienstleistungen. Sie konkurrieren über Vertrauen, Sinnstiftung und die Qualität der Zusammenarbeit.

Drei zentrale Fragen für Unternehmen

Die Publikation widmet sich drei wesentlichen Fragestellungen:

Wie verändert KI die Arbeitswelt?

Technologie kann Prozesse beschleunigen. Doch Innovation entsteht dort, wo Menschen bereit sind zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Warum wird Arbeitgeberqualität zum Erfolgsfaktor?

Mitarbeiter:innen erwarten heute mehr als attraktive Benefits. Vertrauen, Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten und eine glaubwürdige Führungskultur werden zunehmend zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.

Welche Rolle spielt Kultur für Marken und Performance?

Starke Unternehmenskulturen wirken nach innen und außen. Sie stärken die Mitarbeiterbindung, fördern Innovation und schaffen die Grundlage für glaubwürdige Markenkommunikation.

Für wen ist die Publikation gedacht?

„Culture x Performance“ richtet sich an Führungskräfte, Marketer:innen, HR-Verantwortliche und alle, die verstehen wollen, warum Unternehmenskultur künftig über Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitgeberattraktivität und Markenstärke mitentscheidet.

Die Publikation fasst die wichtigsten Erkenntnisse der ÖMG Sandbox bei Great Place To Work zusammen und liefert wertvolle Denkanstöße für die Zukunft von Unternehmen und Organisationen.

Jetzt kostenlos downloaden und entdecken, warum Unternehmenskultur zum entscheidenden Marketingfaktor wird.

Marketing Utopias 2030 ff.: Was jetzt zählt – und was morgen entscheidet.

Marketing Utopias 2030 ff.: Marketing steht nicht vor dem nächsten Trend. Marketing steht vor einer Entscheidung.

KI macht Inhalte schneller, Varianten billiger und Produktion skalierbar. Strategieansätze, Zielgruppenanalysen, Konzepte, Texte, Visuals, Headlines und Claims entstehen heute in Minuten. Doch genau dadurch verschiebt sich die eigentliche Frage: Wer entscheidet künftig, was gut, richtig, relevant und verantwortbar ist?

Mit „Marketing Utopias 2030 ff.“ legt die Österreichische Marketing-Gesellschaft gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation ein Whitepaper vor, das nicht noch einen weiteren Zukunftsbericht liefern will. Es ist ein Kompass für eine Branche, die lernen muss, mit mehr Möglichkeiten besser umzugehen.

Denn der Engpass im Marketing ist längst nicht mehr nur der Output. Der Engpass liegt in der Qualität der Entscheidungen, wie wir in unseren Sandboxes herausarbeiten konnten. Aber auch in der Klarheit von Briefings. In der Fähigkeit, Technologie zu führen. In Prozessen, die Tempo ermöglichen, ohne Verantwortung auszulagern. Und in Kommunikation, die nicht lauter wird, sondern glaubwürdiger.

Drei Fragen für Marketing 2030 ff.

Die Publikation bündelt Erkenntnisse aus drei ÖMG-Sandboxen, Stimmen aus der Praxis, Daten zur Wahrnehmung von Marketing in Österreich und konkrete Handlungsimpulse für Unternehmen, Agenturen und Marketer:innen.

Im Zentrum stehen drei große Zukunftsfragen.

  1. Was braucht Marketing im KI-Zeitalter wirklich?

Prompt & Purpose zeigt: KI-Kompetenz ist nicht nur Prompting. KI-Kompetenz ist Denken. Wenn Produktion immer leichter wird, braucht Marketing mehr Urteilskraft, bessere Qualitätsmaßstäbe und klare Verantwortung.

Es geht nicht darum, möglichst viel zu generieren. Es geht darum, richtig zu fragen, sauber zu prüfen, klug zu kuratieren und markenkonform zu entscheiden.

  1. Wie verändert sich Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen?

Von Full Service zu Full Flex beschreibt den Wandel von gewohnten Leistungspaketen hin zu flexibleren, modularen und stärker orchestrierten Arbeitsmodellen.

Full Flex klingt nach Freiheit. In Wahrheit braucht es mehr Führung. Mehr Klarheit. Mehr Verlässlichkeit. Wer mit mehreren Spezialist:innen, Partner:innen und Tools arbeitet, braucht ein Betriebssystem für Zusammenarbeit: klare Rollen, saubere Schnittstellen, definierte Abnahmen und gemeinsame Qualitätskriterien.

  1. Wie gelingt Kommunikation, wenn Themen unbequem werden?

Zwischen Widerstand und Wandel zeigt, warum Kommunikation nicht bei Botschaften beginnt, sondern bei Beziehungen. Gerade, wenn´s ruppig wird.

Transformation, Nachhaltigkeit, Kosten, Verzicht oder gesellschaftlicher Wandel stoßen oft nicht deshalb auf Widerstand, weil Informationen fehlen. Häufig fehlt Vertrauen. Wer sofort erklärt, erzeugt Abwehr. Wer zuerst zuhört und versteht, schafft die Grundlage für Wirkung.

Für wen ist das Whitepaper gedacht?

„Marketing Utopias 2030 ff.“ richtet sich an alle, die Marketing nicht nur als Disziplin der Sichtbarkeit verstehen, sondern als echte Führungsaufgabe.

An Marketer:innen, die KI nicht nur nutzen, sondern verantwortungsvoll integrieren wollen. An Unternehmen, die ihre Zusammenarbeit mit Agenturen neu denken. An Agenturen, die in flexibleren Modellen Orientierung, Qualität und Wirkung sichern wollen. An Kommunikator:innen, die auch dort Vertrauen aufbauen müssen, wo Themen schwierig, emotional oder widersprüchlich sind.

Was Leser:innen mitnehmen

Das Whitepaper liefert keine einfachen Prognosen. Es liefert Denkwerkzeuge.

Es zeigt, warum Marketing 2030 ff. nicht daran gemessen wird, wie viel es produziert, sondern ob es Orientierung schafft. Ob es Qualität definieren kann. Ob es Technologie sinnvoll einsetzt. Ob es Vertrauen baut. Und ob es Verantwortung übernimmt, wenn Entscheidungen komplexer werden.

Marketing Utopias 2030 ff. ist damit Einladung, Standortbestimmung und Arbeitsgrundlage zugleich.

Für alle, die Marketing nicht nur beobachten wollen. 
Sondern mitgestalten.
Jetzt kostenlos downloaden: [Download „Marketing Utopias 2030 ff.“]

Handlungsfelder und Empfehlungen zu den SDGs für Marketer

Vielleicht haben wir alle lange in einer Fiktion gelebt! Einer Vorstellung in der Wirtschaft ein in sich geschlossenes System ist. Wir haben jahrzehntelang auf die Regulationskraft des Marktes vertraut.

Marketing und der „Markt“?

De facto hat „der Markt“ aber tatsächlich noch nie wirklich funktioniert.
Wir haben als Gesellschaft und Wirtschaft schlicht nicht alle relevanten Marktinformationen berücksichtigt. Waren wir blind? Nein. Wollten wir es nicht wissen? Nein. Wenn wir Marketing als Kreis aus den vielen P´s betrachten und Price, Product, People, Placement, Promotion, Partnership, Process, … usw. betrachten, dann hätten wir in unserer Preisbildung von Beginn an die natürlichen Ressourcen einpreisen müssen. Eigentlich nicht nur das, sondern auch die Schäden, die wir ihnen zufügen.

Da aber viele Ressourcen wie Wasser und Luft vielfach umsonst zur Verfügung standen, waren sie nutzbares Allgemeingut. Während wir also im Marktgeschehen flink die Gewinne (großteils) privatisiert haben, wurden die ökologischen Schäden frech auf das Konto der Allgemeinheit gebucht.

Das System schlägt nun zurück. Wir haben 6 der 9 planetaren Grenzen dermaßen überschritten, dass nachhaltiges Verhalten (gemeint als „bloß keine weiteren Schäden verursachen) uns nicht einmal mehr zu einem 2-Grad führt. (Schon gar nicht etwas, das darunter liegt.) Und gerade in Österreich sind wir mit einer fast weltmeisterlichen Blindheit in Sachen Klimaziele „gesegnet“. Wir werden erst 20-jähriger Verspätung das gesetzliche Ziel der EU erreichen. Beim Bodenverbrauch liegt Österreich um mehr als das Vierfache hinten.

Warum erzählen wir euch Marketeers das?

Was uns alle aktuell weiterbringt ist, die Teams zusammenzuziehen, Gehirnschmalz zu investieren um regenerativer, inklusiver und gerechter zu werden. Ein klassischer Job für Marketing. Denn: Die neue Perspektive soll attraktiv, sinn- und lustvoll sein (sonst sind wir als verwöhnt Tierchen nicht bereit Ressourcen darin zu investieren). Schuldzuweisungen sind sinnlos.

Egal, ob wir meinten die digitale Disruption überlebt zu haben und den 5 Jahres Sprung der Corona-Jahre in Sachen Digitalisierung, nun geht es ab in die regenerative Disruption! „Exponenzial“ ist wahrscheinlich der beste Begriff, um das nötige Tempo, mit dem wir das tun müssen, zu beschreiben. Da wir in wenigen Jahren in einer regenerativeren Wirtschaftswelt ankommen sollten, müssen sich Unternehmen, Handeln, Denken, Wirtschaften, Energiebedarf, Produkte, usw. wandeln.

Marketing Inspiration gefällig?

Diese durchaus radikale Umpriorisierung, um ökonomische Gewinne, aus unser aller Erfolgsmaßstäben zu streichen, braucht neue, werthaltige Ziele. Versuchen wir es doch mit Innovation! D.h. mit wirtschaftlichen Aktivitäten positive Lösungen schaffen und damit zur Bewahrung intakter Ökosysteme und zur Regeneration angegriffener Ökosysteme beizutragen.

Silos und Silodenken hilfen dabei ganz und gar nicht. Unser Wissen muss weitergegeben werden. Prozesse müssen aus ihren Wiederholungsloops herausgeholt werden und branchenweite Kooperationen müssen als Fortschrittsszenarien erkannt werden.

Schaffen wir Orte zum Austausch von Geschichten und Erfahrungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Schaffen wir Lösungen für erneuerbare Energien, für Materialbeschaffung, für Wiederaufbereitung und -verwertung. Von DIY-Experimenten in der Garage bis zu milliardenschweren Unternehmensprojekten. Teilen wir unser kollektives Wissen, ermutigen wir die/den Einzelnen, Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten zu ergreifen und geben wir uns gegenseitig die Werkzeuge dafür an die Hand.

Anregungen von der Fachgruppe

Jedes Unternehmen im Marketingbereich hat die Chance etwas zum Besseren zu verändern.

Eine Chance, über die SDGs wirklich auch Mehrwerte zu leisten, werden seitens der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in einem Whitepaper zusammengefasst. Dieses fasst die wichtigsten Handlungsfelder und Empfehlungen für die Branche zusammen und hilft so einen Einstieg zu finden.

„Die SDGs stellen eine große Vision dar, die sich ohne unternehmerisches Engagement nicht umsetzen lässt. Meine feste Überzeugung ist: Wenn Unternehmen diesen Veränderungsprozess jetzt aktiv gestalten und für sich nutzen, werden sie als Gewinner daraus hervorgehen. Und deshalb kann keine Werbe- oder PR-Kampagne in diesem Jahrzehnt mehr ohne den Hintergrund der SDGs aufgesetzt werden.“ 

https://werbungwien.at/neuigkeiten-aktuelles/

Hier geht es zum Download des Whitepaper >>

KI: Neue Superkolleg*in oder Gfrast? Nachbericht & Aufzeichnung

Expertinnen am ÖMG-Podium erklären, was KI kann und wofür es im Marketing sinnvoll eingesetzt werden kann

Mit einem #allfemale Panel zum Thema Kl haben wir in Kooperation mit Mediaagentur groupM am Montag zum vierten Networking-Event des Jahres in die Location Audi house of progress eingeladen. Das Thema: Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf das Marketing der Zukunft. Als Expertinnen diskutierten Bernadette Fellner, Business Innovation Lead bei PwC, Alexandra Ebert, Chief Trust Office bei Mostly AI, CEO von danube.ai Sabine Walch und Nicola Pohoralek, Managing Director GroupM Digital, mit ÖMG-Präsident Alexander Oswald die Vor- und Nachteile, mögliche Anwendungsfelder und warum Marketer eine neue Ausbildung brauchen.

Mit Fakten aus dem jüngsten Artificial Intelligence Report 2023 und einem Überblick über schwache und starke KI eröffnete Nicola Pohoralek die ausgebuchte Veranstaltung. Von der einen Hälfte gefeiert, von der anderen verdammt – Künstliche Intelligenz spaltet nicht nur das Marketingvolk. Pohoralek sieht KI weniger als Konkurrenz, sondern vielmehr “als Unterstützung, um Marketing schneller zu machen und besser auf den User abzustimmen”. Derzeit kommt KI vor allem für Personalisierungen, Automationen, virtuelle Assistenz, Vorhersagen und Content Produktion zum Einsatz. Als jüngster Anwendungsfall gilt das Tool ChatGPT, das in den Medien zugleich diskutiert, gelobt und kritisiert wurde. Während viele ChatGPT als Gefahr für ihre Arbeitsplätze sehen, ist es für die Expertin vor allem eine Spielwiese und Chance, deren Auswirkungen man heute noch gar nicht vollumfänglich abschätzen kann. So ist beispielsweise unklar, wie derartige KI-Systeme die Suchergebnisse von Google beeinflussen und wie deren Antworten von der bislang größten Suchmaschine der Welt bewertet und gereiht werden? Oder diese gar ablösen? Die wichtigste Frage war jedoch: Was kann Künstliche Intelligenz und was kann sie nicht?

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KI wird viel kritisiert, weil falsch eingesetzt

KI wird gerne als Alleskönner dargestellt. Zurecht? Wenn man die Expertinnen auf dem ÖMG-Panel fragt: Nein. “Wir müssen die Tools verstehen und einsetzen, wofür sie gemacht wurden.”, sagt Sabine Walch, CEO von danube.ai. “Man fährt auch nicht mit dem Traktor auf dem Formel-1-Ring, bei KI und Machine Learning versuchen wir das aber derzeit. Mit Machine Learning können wir gelernte Abfolgen 1:1 auf gleiche Situationen reproduzieren, nicht mehr und nicht weniger. Und ChatGPT wurde auch nicht gemacht, um wissenschaftliche Arbeiten zu liefern, sondern um möglichst relevante und schöne Antworten auf präzise Fragen zu geben.” Da stellt sich natürlich die Frage nach der Qualität der Daten und der Glaubwürdigkeit.

Wie sehr können wir den Antworten von ChatGPT & Co. vertrauen? “Derzeit zu 0-10 %”, sagt Alexandra Ebert, Chief Trust Office bei Mostly AI. “Wenn wir im Hinterkopf behalten, wofür ChatGPT programmiert wurde und welche Daten in das System eingespeist werden, dann erkennen wir auch schnell, wofür es eingesetzt werden kann und wofür eben nicht. Und wir wissen, dass die Antworten schon allein aufgrund der Datenlage nicht unser gesamtes Weltbild widerspiegeln können.”

Auch auf EU-Ebene beschäftigt man sich intensiv mit den Einsatzgebieten von KI und arbeitet bereits an Gesetzesentwürfen. “Man versucht, die Anwendungsfelder in verschiedene Risikoklassen einzuteilen, um so den Einsatz von KI einzuschränken. Beispielsweise ist die Vergabe von Krediten oder der Zugang zu Ausbildung ein Bereich mit hohem Risiko. Hier darf KI noch nicht eingesetzt werden, weil Menschenleben von einer potenziellen Entscheidung stark und nachhaltig betroffen sind. Anders verhält es sich im Marketing, einem Feld mit niedrigem Risiko. Wenn wir einen gelben statt einem roten Pullover angeboten bekommen, ist der Impact weniger stark, als wenn wir nie wieder einen Kredit erhalten.”, erklärt Ebert, die auch am AI Act der Europäischen Kommission mitarbeitet.

Anwendungspotenziale im Marketing sind mannigfaltig

Aber auch im Marketing sollten ChatGPT und andere KI-Systeme nicht blind eingesetzt werden. Bewährt hat sich die Technologie bereits im Brainstorming, Einholen von kreativem Input, Umtexten von Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen, als Sparringspartner oder für die Systematisierung und Strukturierung von Content. “KI ist super als Kreativbooster in Kreationsphasen und für das schnelle, agile Testen von Daten und Ideen. Heute können wir innerhalb von ein paar Stunden Ideen und Werbemittel gestalten, umsetzen und testen, wofür wir früher Wochen gebraucht haben.”, erklärt Bernadette Fellner, Business Innovation Lead bei PwC. Eines muss Marketingverantwortlichen jedoch klar sein: Der Mensch trägt nach wie vor die Verantwortung und muss die Inhalte stets kontrollieren. Fellner weiter: “Die KI sollte nie komplett allein agieren, sondern braucht ein Human-in-the-Loop-System, eine Symbiose, keine Abgabe!”

Deshalb ersetzen KI-basierte Systeme auch keine qualitative, journalistische Arbeit oder Faktenchecks. “Aktuell ist KI-generierter Content aufregend und neu. Aber wir werden uns auch daran satt lesen. Wir sind Menschen und wollen von anderen inspiriert werden. Da man den Stil von KI-Systemen leicht erkennt, wird es langfristig beides geben: den schnellen KI-Content und die qualitative Reportage von uns Menschen”, so Walch.

Neben der Contenterstellung gibt es auch in Sachen Personalisierung noch viel Potenzial. Sowohl für große Unternehmen mit vielen Daten, als auch KMUs mit wenigen. “Mehr Daten sind nicht unbedingt immer besser. Auch im Geschäft werden wir nicht vom Verkäufer nach unserer gesamten Lebensgeschichte gefragt, wenn wir eine Waschmaschine kaufen wollen. Echtzeit-Personalisierung geht auch mit wenigen Daten.”

Und wo bleibt die Marke?

Individualisierung ist auch auf Seiten der Marketingverantwortlichen ein wichtiges Thema, denn oft fehlt es den KI-generierten Texten und Ads an Charakter und Markenpersönlichkeit. Laut den Expertinnen ist es möglich, KI-Systemen mehr oder weniger kreative Varianz zu erlauben und somit der Eintönigkeit entgegenzuwirken. Mehr Spielraum führt zwar zu individuelleren, weniger mechanischen Antworten, erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit für Fehlformulierungen und Fairnessproblemen.

Die Rolle der Marketer wird zukünftig also die eines Dirigenten von KI-Tools sein. Das erfordert die Fähigkeit, gute und präzise Fragen – sogenannte Prompts – zu formulieren und ein Grundverständnis für Potenzial, Grenzen, Risiken und auch für die Technologie. Durch manuelle Kontrolle kann dann für den letzten Markenschliff gesorgt werden. Ob man die Systeme zur Superkollegin oder zum Feindbild macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Verfolgt haben die spannende Diskussion vor Ort oder im Livestream unter anderem Joachim Feher, CEO von RMS Austria, Petra Schenner von Payback Austria GmbH, Andrea Löffler von Hofer, Silke Übele von Wavemaker, Manuela Princic von EssenceMediacom, oder Michael Dörflinger von BSH.

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Weitere Bilder finden Sie unter folgendem Link.
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Nachhaltigkeit in der Bilanz

CSRD heißt sie, die neue europäische Richtline zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie nimmt EU-weit rd. 50.000 Unternehmen in die Pflicht, deren Bilanzen mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsbericht zu ergänzen.

Weitere regulatorische Hebel sind die CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive) kurz auch die EU-Lieferkettenrichtlinie (ein sehr kritisch gesehenes „Werkzeug“) oder die EU-Taxonomie-Verordnung zur Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten. Das ist nur einige der Maßnahmen, die eine Hebelwirkung für Veränderungen zum Wohle des Klimas bringen sollen. Wissend, dass diese Themen viele in eine „lalala-Ohren zu“-Verweigerungshaltung bringen, wollen wir dennoch allen Marketeers konstant die Chancen und Positionierungsoptionen schmackhaft machen.

Anders denken lohnt sich – immer schon

Ein neues, weit ganzheitlicheres Verständnis unserer Wirtschaft tut uns sicherlich gut. Denn ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte zeigen uns (über mühselige Regulatorien) auf, dass Wirtschaft, wenn wir sie regenerativer, erneuernder und breiter denkt, durchaus nicht nur unseren ökonomischen Belangen Genüge tut, sondern auch unseren ressourcenschonenden, ökologischen.

Davon auszugehen, dass unsere natürlichen Ressourcen quasi endlos bereitstehen, wäre realitätsverweigernd. Nun werden diese umfassender erfasst, bewertet und auch kommuniziert. Der Fokus liegt auf der Betrachtung und Kommunikation der gesamten Wertschöpfungskette. Was hier nun also über Regulatorien passiert, nervt uns aus Unternehmersicht, aber es zeigt die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft – diese per se nicht zu leugnen sind. Aber auch viele haben schon ehrlich werthaltige, „nachhaltige“ Initiativen, Impulse für ihre Geschäftsfelder entwickelt. Und genau da liegen auch Chancen im Marketing!

Warum erzählen wie Ihnen als Marketeers das?

Der Aufbau eines angepassten Nachhaltigkeitsmanagements wird essentiell, weil auch die Klimathematik essentiell wird. Relevante Kriterien wie der Energie- und Ressourcenverbrauch brauchen nun von uns allen mehr Aufmerksamkeit – auch und insbesondere im Marketing.
Die Chancen für den Betrieb, die Produkte und deren Kommunikation, die Alleinstellung, neue Perspektiven sind groß und das ureigenste Terrain von Marketing in einem breiten Verständnis (und nicht bloß im Blickwinkel der Marketingkommunikation). Darum sollten wir uns Marketeer in der Pflicht sehen und die Möglichkeit ergreifen, viel zu verändern und so dem Klimawandel Paroli zu bieten.

Mehr erfahren?

Klar, gerne. Wir sind Partner des Climate Lab – ein Ort – der hervorragend ausgestattet ist und gut Platz für Workshops u.ä. bietet. Ein Ort der Vernetzung, der Diskussion und des Austausches. Wer gerne eine Tour machen möchte, findet hier die nächsten Termine >>
Die Themen des Climate Labs sind vielfältig: Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft, Taxonomie im Immobilienbereich, Matratzenrecycling,… uvm. In Workshops und Industry Circles tauschen sich Unternehmer*innen, Marketeers untereinander und mit Expert*innen aus. Eine wertvolle Möglichkeit die eigenen Blickwinkel zu ändern/ erweitern und von anderen zu lernen.

KI – Superkolleg*in oder Gfrast?

Im Rahmen der Diskussion werden wir uns bemühen zu klären, wie sich die Arbeit (im Marketing) durch den bevorstehenden massiven Einsatz von KI verändern wird. Dazu sprechen wir mit Expert*innen aus dem Marketing und anderen Bereichen, um von diesen zu lernen.

Künstliche Intelligenz (KI) wurde plötzlich präsent und es stellt sich die Frage, ob sie eine Bereicherung oder eher eine Bedrohung für unsere Arbeit als Marketingexpert*innen darstellt. In unserem Event am 24. April ab 17:30 in der Moon City (E-Mobility Store, Kärntner Straße 26, 1010 Wien), werden wir uns dieser Frage widmen und zusammen mit Expert*innen diskutieren, wie wir KI in unsere Arbeit integrieren können und sollen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Anschließend laden wir wieder zum gemütlichen Networking bei Drinks und Snacks ein.

Am Podium:

  • Bernadette Fellner – Business Innovation Lead, PwC
  • Alexandra Ebert – Chief Trust Office,  Mostly AI
  • Sabine Walch – CEO danube.ai
  • Nicola Pohoralek – Managing Director GroupM Digital

Wir werden uns mit verschiedenen Aspekten der künstlichen Intelligenz auseinandersetzen, wie beispielsweise ihren Einsatzmöglichkeiten im Marketing, den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bzw. die Gesellschaft sowie ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung von KI.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen unter:

Eure ÖMG gemeinsam mit GroupM

Was können Marketer in Sachen Umsetzung der SDGs tun? Vieles!

Moderiert von ÖMG-Präsident Alexander Oswald, diskutierten Expert*innen wie Lena Müller-Kress, Senior Open Innovation Specialist bei winnovation, Sabrina Oswald, Managing Partner bei Futura GmbH, der Gründungsrektor der Charlotte Fresenius Universität Bernhard Sams, Thomas Kaissl, Partnermanager des Climate Lab und Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, welche Rolle Marketing bei nachhaltiger Entwicklung einnehmen kann.

Podium und Publikum kamen gemeinsam zum Schluss, dass die Unternehmen zeitnah Maßnahmen und Strategien zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) umsetzen müssen. Gerade die „Wirtschaft“ ist hier besonders gefragt, wenn es darum geht, die Nachhaltigkeitsziele rasch und umfassend zu unterstützen.

Marketing- und Kommunikationsprofis sind bei dieser Kehrtwende besonders gefragt, um einerseits für die Verbreitung der Handlungsempfehlungen, der Werthaltungen und auch für die Attraktivität in einer breiten Zielgruppe zu sorgen. Die Chancen mittels der SDGs einen wirklichen Mehrwert sowohl für Kund*innen als Mitarbeiter*innen zu schaffen, und so einen Wettbewerbsvorteil zu haben, sind sehr groß.

Um nun aber zu wissen, wo man ansetzen kann, wurden seitens der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation die wichtigsten Handlungsfelder und Empfehlungen für die Branche definiert. In einem halbjährigen Prozess mit Expert*innen entstand schließlich ein Whitepaper, das nun im Rahmen des Kooperations-Events von Fachgruppe und ÖMG als Input für die Diskussion herangezogen wurde.

Marketing kann deutlich mehr bewegen, als nur „bunte Bildchen“ zu erzeugen

Lena Müller-Kress, Senior Open Innovation Specialist der winnovation, setzt den Anfangspunkt “Klar ist: Wir müssen jetzt handeln, um eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Dazu sind breite Prozesse nötig, an denen alle in Unternehmen teilnehmen sollten. Breite Kollaboration ist hier das Schlagwort.”

„Marketing und Comms spielen absolut zentrale Rollen, vielleicht sogar die wichtigste Rolle überhaupt“, setzt Bernhard Sams, von der Charlotte Fresenius Universität fort. Er setzt als Rektor der Universität erstmals in Österreich verschiedene Studiengänge mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt auf.

Die Anmerkung von Fachgruppen-Obmann Jürgen Bauer, dass es die Frage sei: „Wie kann Nachhaltigkeit „sexy“, attraktiv und zugänglich für alle gemacht werden?“ bringt durchaus Emotionen in die Diskussion. Kann oder muss nachhaltige Entwicklung attraktiv sein? Thomas Kaissl, Sustainability Experte und Partnermanager des Climate Lab meint: “Bleiben wir bei der Wahrheit. Sonst kommt es zu einem Widerspruch zwischen vorherrschenden Denkstrukturen, Ethik und Verantwortung – und im schlimmsten Falle zu dem ohnehin schon zu verbreiteten ‚Green washing‘“. Das Thema Klimaschutz ist kein Fun Thema, müssen wir es tatsächlich „sexy“ machen? Immerhin ignorieren wir seit Jahren, dass Menschen wegen des übertriebenen Konsums der „westlichen Welt“ sterben?

Bernhard Sams hält fest: „Es ist eine schizophrene Situation: Manche Unternehmen bemühen sich und wollen etwas verändern, die anderen Unternehmen kommunizieren noch immer Reichtum und Wohlstand als Ultimum.“ Für ihn ist klar: „Auch Produkte, die nachhaltig sind, müssen ansprechend sein. Die Kunst der Marketingindustrie: Wie schaffen wir es, dass nicht nachhaltige Produkte cool sind, sonst bleibt es immer nur bei einem moralischen Impetus?“

Medien und Kommunikator*innen spielen eine zentrale Rolle dabei, neue Visionen, neue Ideen in die Köpfe der Menschen pflanzen, neue Motivationsstrukturen, die andere Sachen verherrlichen. Und Budgets so auszurichten, dass damit nachhaltige Veränderung deutlich rascher in Gang kommen kann. Das wäre das Ziel.

Jürgen Bauer hält fest: „Unser Business ist ja auch, Dinge für die Gesellschaft annehmbar und attraktiv zu machen. Vor fünf Jahren war es auch nicht cool, an der Donau Müll einzusammeln. Heute ist das so. Die Aufgabe der gesamten Branche ist es, mehr Spirit, mehr Attraktivität hineinzubringen und Handlungsdruck zu erzeugen.“

Der Fokus, dass Marketeers sich dafür stark machen, Nachfrage sinnvoll zu gestalten und ihre Themen auch in einem Gesamtkontext von Klimawandel, Diversität, Gleichbehandlung, mental health usw. zu stellen, eröffnet tatsächlich aus Sicht der Expert*innen viele Perspektiven.

„Alle reden immer noch von Wirtschaftswachstum, wir sollten aber deutlich mehr über Wirtschaft als regeneratives System nachdenken, das nichts an positiven Wachstumsperspektiven einbüßt, aber nachhaltig und ressourcenschonend ist“, so Sabrina Oswald, Vorstandsmitglied der ÖMG.

Wie kann der Weg der Branche nun aber aussehen?

Podium und Publikum sind sich einig: „Vieles ist in der Szene immer noch nicht weitergegangen.“ so Thomas Kaissl. Allerdings pointiert er weiter: „Bei dem, was sich verändert hat, frage ich mich allerdings, ob es trotz oder wegen Marketing passiert ist. Denn: Auch Greenwashing kommt nicht von ungefähr. Ich empfinde Marketing so, das man immer ein bisschen über die Stränge schlägt. Warum machen wir Kommunikation nicht ehrlicher, bodenständiger, transparenter?“, formuliert Kaissl weiter.

Das ganze Set an SDGs ist gewaltig und eher als politischer Handlungsrahmen zu verstehen. Dieser muss für die unternehmerische Umsetzungsebenen angepasst werden. „Es ist erforderlich einen Weg zu finden, wie man die SDGs für sich und sein Team leichter verständlich macht, um rasch in die Umsetzung in Richtung Kund*innen zu kommen“, so Jürgen Bauer weiter.

Nachhaltige Entwicklung zu fördern, bringt Attraktivität bei potenziellen Mitarbeitenden

„Zusammenarbeiten und die Menschen ins Zentrum zu rücken, individuelles Eingehen auf die spezifische Unternehmenskultur und Unternehmen sind als erster Schritt wichtig. Dafür gibt es kein Template. Das muss man im Unternehmen erarbeiten“, so Lena Müller-Kress, winnovation. Im Team die Aktivitäten, Umstellungen und Maßnahmen zu entwickeln, schafft gemeinsame Kraft und neue spannende Zielsetzungen. Denn – so Fachgruppen-Obmann Jürgen Bauer: „Bei den vielen Agenturen, die jung und neu am Start sind, ist dieses Mindset schon etabliert. Mitarbeiter*innen wollen für Unternehmen arbeiten, deren Tun einen Sinn hat.“ Wie können wir alle in der Branche also andere Maßnahmen und Reize setzen, um neue Sichtweisen in die Köpfe zu bringen?

Der gesellschaftliche Wandel findet statt, Marketing muss „reinhören“ und identifizieren, welche Strömungen es gibt und welche helfen, die Kraft der Veränderung zu entfachen. Viele junge Menschen und auch die polarisierende Debatte rund um Klimakleber*innen sind dafür verantwortlich, dass mehr und mehr Leute darüber nachdenken. Aber es gibt Kritik an den Medien. „Viele der an SDGs ausgerichteten Unternehmen kommen in den Medien gar nicht oder nur selten vor. Für diese Player muss man Sichtbarkeit schaffen und neue Vorbilder etablieren“, so Sabrina Oswald, Futura.

Hier finden Sie den gesamten Nachbericht inklusive APA-Fotogalerie.

Hier geht es zur Aufzeichnung des Live-Streams.

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