Handlungsfelder und Empfehlungen zu den SDGs für Marketer

Vielleicht haben wir alle lange in einer Fiktion gelebt! Einer Vorstellung in der Wirtschaft ein in sich geschlossenes System ist. Wir haben jahrzehntelang auf die Regulationskraft des Marktes vertraut.

Marketing und der „Markt“?

De facto hat „der Markt“ aber tatsächlich noch nie wirklich funktioniert.
Wir haben als Gesellschaft und Wirtschaft schlicht nicht alle relevanten Marktinformationen berücksichtigt. Waren wir blind? Nein. Wollten wir es nicht wissen? Nein. Wenn wir Marketing als Kreis aus den vielen P´s betrachten und Price, Product, People, Placement, Promotion, Partnership, Process, … usw. betrachten, dann hätten wir in unserer Preisbildung von Beginn an die natürlichen Ressourcen einpreisen müssen. Eigentlich nicht nur das, sondern auch die Schäden, die wir ihnen zufügen.

Da aber viele Ressourcen wie Wasser und Luft vielfach umsonst zur Verfügung standen, waren sie nutzbares Allgemeingut. Während wir also im Marktgeschehen flink die Gewinne (großteils) privatisiert haben, wurden die ökologischen Schäden frech auf das Konto der Allgemeinheit gebucht.

Das System schlägt nun zurück. Wir haben 6 der 9 planetaren Grenzen dermaßen überschritten, dass nachhaltiges Verhalten (gemeint als „bloß keine weiteren Schäden verursachen) uns nicht einmal mehr zu einem 2-Grad führt. (Schon gar nicht etwas, das darunter liegt.) Und gerade in Österreich sind wir mit einer fast weltmeisterlichen Blindheit in Sachen Klimaziele „gesegnet“. Wir werden erst 20-jähriger Verspätung das gesetzliche Ziel der EU erreichen. Beim Bodenverbrauch liegt Österreich um mehr als das Vierfache hinten.

Warum erzählen wir euch Marketeers das?

Was uns alle aktuell weiterbringt ist, die Teams zusammenzuziehen, Gehirnschmalz zu investieren um regenerativer, inklusiver und gerechter zu werden. Ein klassischer Job für Marketing. Denn: Die neue Perspektive soll attraktiv, sinn- und lustvoll sein (sonst sind wir als verwöhnt Tierchen nicht bereit Ressourcen darin zu investieren). Schuldzuweisungen sind sinnlos.

Egal, ob wir meinten die digitale Disruption überlebt zu haben und den 5 Jahres Sprung der Corona-Jahre in Sachen Digitalisierung, nun geht es ab in die regenerative Disruption! „Exponenzial“ ist wahrscheinlich der beste Begriff, um das nötige Tempo, mit dem wir das tun müssen, zu beschreiben. Da wir in wenigen Jahren in einer regenerativeren Wirtschaftswelt ankommen sollten, müssen sich Unternehmen, Handeln, Denken, Wirtschaften, Energiebedarf, Produkte, usw. wandeln.

Marketing Inspiration gefällig?

Diese durchaus radikale Umpriorisierung, um ökonomische Gewinne, aus unser aller Erfolgsmaßstäben zu streichen, braucht neue, werthaltige Ziele. Versuchen wir es doch mit Innovation! D.h. mit wirtschaftlichen Aktivitäten positive Lösungen schaffen und damit zur Bewahrung intakter Ökosysteme und zur Regeneration angegriffener Ökosysteme beizutragen.

Silos und Silodenken hilfen dabei ganz und gar nicht. Unser Wissen muss weitergegeben werden. Prozesse müssen aus ihren Wiederholungsloops herausgeholt werden und branchenweite Kooperationen müssen als Fortschrittsszenarien erkannt werden.

Schaffen wir Orte zum Austausch von Geschichten und Erfahrungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Schaffen wir Lösungen für erneuerbare Energien, für Materialbeschaffung, für Wiederaufbereitung und -verwertung. Von DIY-Experimenten in der Garage bis zu milliardenschweren Unternehmensprojekten. Teilen wir unser kollektives Wissen, ermutigen wir die/den Einzelnen, Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten zu ergreifen und geben wir uns gegenseitig die Werkzeuge dafür an die Hand.

Anregungen von der Fachgruppe

Jedes Unternehmen im Marketingbereich hat die Chance etwas zum Besseren zu verändern.

Eine Chance, über die SDGs wirklich auch Mehrwerte zu leisten, werden seitens der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in einem Whitepaper zusammengefasst. Dieses fasst die wichtigsten Handlungsfelder und Empfehlungen für die Branche zusammen und hilft so einen Einstieg zu finden.

„Die SDGs stellen eine große Vision dar, die sich ohne unternehmerisches Engagement nicht umsetzen lässt. Meine feste Überzeugung ist: Wenn Unternehmen diesen Veränderungsprozess jetzt aktiv gestalten und für sich nutzen, werden sie als Gewinner daraus hervorgehen. Und deshalb kann keine Werbe- oder PR-Kampagne in diesem Jahrzehnt mehr ohne den Hintergrund der SDGs aufgesetzt werden.“ 

https://werbungwien.at/neuigkeiten-aktuelles/

Hier geht es zum Download des Whitepaper >>

KI: Neue Superkolleg*in oder Gfrast? Nachbericht & Aufzeichnung

Expertinnen am ÖMG-Podium erklären, was KI kann und wofür es im Marketing sinnvoll eingesetzt werden kann

Mit einem #allfemale Panel zum Thema Kl haben wir in Kooperation mit Mediaagentur groupM am Montag zum vierten Networking-Event des Jahres in die Location Audi house of progress eingeladen. Das Thema: Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf das Marketing der Zukunft. Als Expertinnen diskutierten Bernadette Fellner, Business Innovation Lead bei PwC, Alexandra Ebert, Chief Trust Office bei Mostly AI, CEO von danube.ai Sabine Walch und Nicola Pohoralek, Managing Director GroupM Digital, mit ÖMG-Präsident Alexander Oswald die Vor- und Nachteile, mögliche Anwendungsfelder und warum Marketer eine neue Ausbildung brauchen.

Mit Fakten aus dem jüngsten Artificial Intelligence Report 2023 und einem Überblick über schwache und starke KI eröffnete Nicola Pohoralek die ausgebuchte Veranstaltung. Von der einen Hälfte gefeiert, von der anderen verdammt – Künstliche Intelligenz spaltet nicht nur das Marketingvolk. Pohoralek sieht KI weniger als Konkurrenz, sondern vielmehr “als Unterstützung, um Marketing schneller zu machen und besser auf den User abzustimmen”. Derzeit kommt KI vor allem für Personalisierungen, Automationen, virtuelle Assistenz, Vorhersagen und Content Produktion zum Einsatz. Als jüngster Anwendungsfall gilt das Tool ChatGPT, das in den Medien zugleich diskutiert, gelobt und kritisiert wurde. Während viele ChatGPT als Gefahr für ihre Arbeitsplätze sehen, ist es für die Expertin vor allem eine Spielwiese und Chance, deren Auswirkungen man heute noch gar nicht vollumfänglich abschätzen kann. So ist beispielsweise unklar, wie derartige KI-Systeme die Suchergebnisse von Google beeinflussen und wie deren Antworten von der bislang größten Suchmaschine der Welt bewertet und gereiht werden? Oder diese gar ablösen? Die wichtigste Frage war jedoch: Was kann Künstliche Intelligenz und was kann sie nicht?

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KI wird viel kritisiert, weil falsch eingesetzt

KI wird gerne als Alleskönner dargestellt. Zurecht? Wenn man die Expertinnen auf dem ÖMG-Panel fragt: Nein. “Wir müssen die Tools verstehen und einsetzen, wofür sie gemacht wurden.”, sagt Sabine Walch, CEO von danube.ai. “Man fährt auch nicht mit dem Traktor auf dem Formel-1-Ring, bei KI und Machine Learning versuchen wir das aber derzeit. Mit Machine Learning können wir gelernte Abfolgen 1:1 auf gleiche Situationen reproduzieren, nicht mehr und nicht weniger. Und ChatGPT wurde auch nicht gemacht, um wissenschaftliche Arbeiten zu liefern, sondern um möglichst relevante und schöne Antworten auf präzise Fragen zu geben.” Da stellt sich natürlich die Frage nach der Qualität der Daten und der Glaubwürdigkeit.

Wie sehr können wir den Antworten von ChatGPT & Co. vertrauen? “Derzeit zu 0-10 %”, sagt Alexandra Ebert, Chief Trust Office bei Mostly AI. “Wenn wir im Hinterkopf behalten, wofür ChatGPT programmiert wurde und welche Daten in das System eingespeist werden, dann erkennen wir auch schnell, wofür es eingesetzt werden kann und wofür eben nicht. Und wir wissen, dass die Antworten schon allein aufgrund der Datenlage nicht unser gesamtes Weltbild widerspiegeln können.”

Auch auf EU-Ebene beschäftigt man sich intensiv mit den Einsatzgebieten von KI und arbeitet bereits an Gesetzesentwürfen. “Man versucht, die Anwendungsfelder in verschiedene Risikoklassen einzuteilen, um so den Einsatz von KI einzuschränken. Beispielsweise ist die Vergabe von Krediten oder der Zugang zu Ausbildung ein Bereich mit hohem Risiko. Hier darf KI noch nicht eingesetzt werden, weil Menschenleben von einer potenziellen Entscheidung stark und nachhaltig betroffen sind. Anders verhält es sich im Marketing, einem Feld mit niedrigem Risiko. Wenn wir einen gelben statt einem roten Pullover angeboten bekommen, ist der Impact weniger stark, als wenn wir nie wieder einen Kredit erhalten.”, erklärt Ebert, die auch am AI Act der Europäischen Kommission mitarbeitet.

Anwendungspotenziale im Marketing sind mannigfaltig

Aber auch im Marketing sollten ChatGPT und andere KI-Systeme nicht blind eingesetzt werden. Bewährt hat sich die Technologie bereits im Brainstorming, Einholen von kreativem Input, Umtexten von Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen, als Sparringspartner oder für die Systematisierung und Strukturierung von Content. “KI ist super als Kreativbooster in Kreationsphasen und für das schnelle, agile Testen von Daten und Ideen. Heute können wir innerhalb von ein paar Stunden Ideen und Werbemittel gestalten, umsetzen und testen, wofür wir früher Wochen gebraucht haben.”, erklärt Bernadette Fellner, Business Innovation Lead bei PwC. Eines muss Marketingverantwortlichen jedoch klar sein: Der Mensch trägt nach wie vor die Verantwortung und muss die Inhalte stets kontrollieren. Fellner weiter: “Die KI sollte nie komplett allein agieren, sondern braucht ein Human-in-the-Loop-System, eine Symbiose, keine Abgabe!”

Deshalb ersetzen KI-basierte Systeme auch keine qualitative, journalistische Arbeit oder Faktenchecks. “Aktuell ist KI-generierter Content aufregend und neu. Aber wir werden uns auch daran satt lesen. Wir sind Menschen und wollen von anderen inspiriert werden. Da man den Stil von KI-Systemen leicht erkennt, wird es langfristig beides geben: den schnellen KI-Content und die qualitative Reportage von uns Menschen”, so Walch.

Neben der Contenterstellung gibt es auch in Sachen Personalisierung noch viel Potenzial. Sowohl für große Unternehmen mit vielen Daten, als auch KMUs mit wenigen. “Mehr Daten sind nicht unbedingt immer besser. Auch im Geschäft werden wir nicht vom Verkäufer nach unserer gesamten Lebensgeschichte gefragt, wenn wir eine Waschmaschine kaufen wollen. Echtzeit-Personalisierung geht auch mit wenigen Daten.”

Und wo bleibt die Marke?

Individualisierung ist auch auf Seiten der Marketingverantwortlichen ein wichtiges Thema, denn oft fehlt es den KI-generierten Texten und Ads an Charakter und Markenpersönlichkeit. Laut den Expertinnen ist es möglich, KI-Systemen mehr oder weniger kreative Varianz zu erlauben und somit der Eintönigkeit entgegenzuwirken. Mehr Spielraum führt zwar zu individuelleren, weniger mechanischen Antworten, erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit für Fehlformulierungen und Fairnessproblemen.

Die Rolle der Marketer wird zukünftig also die eines Dirigenten von KI-Tools sein. Das erfordert die Fähigkeit, gute und präzise Fragen – sogenannte Prompts – zu formulieren und ein Grundverständnis für Potenzial, Grenzen, Risiken und auch für die Technologie. Durch manuelle Kontrolle kann dann für den letzten Markenschliff gesorgt werden. Ob man die Systeme zur Superkollegin oder zum Feindbild macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Verfolgt haben die spannende Diskussion vor Ort oder im Livestream unter anderem Joachim Feher, CEO von RMS Austria, Petra Schenner von Payback Austria GmbH, Andrea Löffler von Hofer, Silke Übele von Wavemaker, Manuela Princic von EssenceMediacom, oder Michael Dörflinger von BSH.

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Weitere Bilder finden Sie unter folgendem Link.
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Nachhaltigkeit in der Bilanz

CSRD heißt sie, die neue europäische Richtline zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie nimmt EU-weit rd. 50.000 Unternehmen in die Pflicht, deren Bilanzen mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsbericht zu ergänzen.

Weitere regulatorische Hebel sind die CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive) kurz auch die EU-Lieferkettenrichtlinie (ein sehr kritisch gesehenes „Werkzeug“) oder die EU-Taxonomie-Verordnung zur Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten. Das ist nur einige der Maßnahmen, die eine Hebelwirkung für Veränderungen zum Wohle des Klimas bringen sollen. Wissend, dass diese Themen viele in eine „lalala-Ohren zu“-Verweigerungshaltung bringen, wollen wir dennoch allen Marketeers konstant die Chancen und Positionierungsoptionen schmackhaft machen.

Anders denken lohnt sich – immer schon

Ein neues, weit ganzheitlicheres Verständnis unserer Wirtschaft tut uns sicherlich gut. Denn ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte zeigen uns (über mühselige Regulatorien) auf, dass Wirtschaft, wenn wir sie regenerativer, erneuernder und breiter denkt, durchaus nicht nur unseren ökonomischen Belangen Genüge tut, sondern auch unseren ressourcenschonenden, ökologischen.

Davon auszugehen, dass unsere natürlichen Ressourcen quasi endlos bereitstehen, wäre realitätsverweigernd. Nun werden diese umfassender erfasst, bewertet und auch kommuniziert. Der Fokus liegt auf der Betrachtung und Kommunikation der gesamten Wertschöpfungskette. Was hier nun also über Regulatorien passiert, nervt uns aus Unternehmersicht, aber es zeigt die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft – diese per se nicht zu leugnen sind. Aber auch viele haben schon ehrlich werthaltige, „nachhaltige“ Initiativen, Impulse für ihre Geschäftsfelder entwickelt. Und genau da liegen auch Chancen im Marketing!

Warum erzählen wie Ihnen als Marketeers das?

Der Aufbau eines angepassten Nachhaltigkeitsmanagements wird essentiell, weil auch die Klimathematik essentiell wird. Relevante Kriterien wie der Energie- und Ressourcenverbrauch brauchen nun von uns allen mehr Aufmerksamkeit – auch und insbesondere im Marketing.
Die Chancen für den Betrieb, die Produkte und deren Kommunikation, die Alleinstellung, neue Perspektiven sind groß und das ureigenste Terrain von Marketing in einem breiten Verständnis (und nicht bloß im Blickwinkel der Marketingkommunikation). Darum sollten wir uns Marketeer in der Pflicht sehen und die Möglichkeit ergreifen, viel zu verändern und so dem Klimawandel Paroli zu bieten.

Mehr erfahren?

Klar, gerne. Wir sind Partner des Climate Lab – ein Ort – der hervorragend ausgestattet ist und gut Platz für Workshops u.ä. bietet. Ein Ort der Vernetzung, der Diskussion und des Austausches. Wer gerne eine Tour machen möchte, findet hier die nächsten Termine >>
Die Themen des Climate Labs sind vielfältig: Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft, Taxonomie im Immobilienbereich, Matratzenrecycling,… uvm. In Workshops und Industry Circles tauschen sich Unternehmer*innen, Marketeers untereinander und mit Expert*innen aus. Eine wertvolle Möglichkeit die eigenen Blickwinkel zu ändern/ erweitern und von anderen zu lernen.

KI – Superkolleg*in oder Gfrast?

Im Rahmen der Diskussion werden wir uns bemühen zu klären, wie sich die Arbeit (im Marketing) durch den bevorstehenden massiven Einsatz von KI verändern wird. Dazu sprechen wir mit Expert*innen aus dem Marketing und anderen Bereichen, um von diesen zu lernen.

Künstliche Intelligenz (KI) wurde plötzlich präsent und es stellt sich die Frage, ob sie eine Bereicherung oder eher eine Bedrohung für unsere Arbeit als Marketingexpert*innen darstellt. In unserem Event am 24. April ab 17:30 in der Moon City (E-Mobility Store, Kärntner Straße 26, 1010 Wien), werden wir uns dieser Frage widmen und zusammen mit Expert*innen diskutieren, wie wir KI in unsere Arbeit integrieren können und sollen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Anschließend laden wir wieder zum gemütlichen Networking bei Drinks und Snacks ein.

Am Podium:

  • Bernadette Fellner – Business Innovation Lead, PwC
  • Alexandra Ebert – Chief Trust Office,  Mostly AI
  • Sabine Walch – CEO danube.ai
  • Nicola Pohoralek – Managing Director GroupM Digital

Wir werden uns mit verschiedenen Aspekten der künstlichen Intelligenz auseinandersetzen, wie beispielsweise ihren Einsatzmöglichkeiten im Marketing, den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bzw. die Gesellschaft sowie ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung von KI.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen unter:

Eure ÖMG gemeinsam mit GroupM

Was können Marketer in Sachen Umsetzung der SDGs tun? Vieles!

Moderiert von ÖMG-Präsident Alexander Oswald, diskutierten Expert*innen wie Lena Müller-Kress, Senior Open Innovation Specialist bei winnovation, Sabrina Oswald, Managing Partner bei Futura GmbH, der Gründungsrektor der Charlotte Fresenius Universität Bernhard Sams, Thomas Kaissl, Partnermanager des Climate Lab und Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, welche Rolle Marketing bei nachhaltiger Entwicklung einnehmen kann.

Podium und Publikum kamen gemeinsam zum Schluss, dass die Unternehmen zeitnah Maßnahmen und Strategien zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) umsetzen müssen. Gerade die „Wirtschaft“ ist hier besonders gefragt, wenn es darum geht, die Nachhaltigkeitsziele rasch und umfassend zu unterstützen.

Marketing- und Kommunikationsprofis sind bei dieser Kehrtwende besonders gefragt, um einerseits für die Verbreitung der Handlungsempfehlungen, der Werthaltungen und auch für die Attraktivität in einer breiten Zielgruppe zu sorgen. Die Chancen mittels der SDGs einen wirklichen Mehrwert sowohl für Kund*innen als Mitarbeiter*innen zu schaffen, und so einen Wettbewerbsvorteil zu haben, sind sehr groß.

Um nun aber zu wissen, wo man ansetzen kann, wurden seitens der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation die wichtigsten Handlungsfelder und Empfehlungen für die Branche definiert. In einem halbjährigen Prozess mit Expert*innen entstand schließlich ein Whitepaper, das nun im Rahmen des Kooperations-Events von Fachgruppe und ÖMG als Input für die Diskussion herangezogen wurde.

Marketing kann deutlich mehr bewegen, als nur „bunte Bildchen“ zu erzeugen

Lena Müller-Kress, Senior Open Innovation Specialist der winnovation, setzt den Anfangspunkt “Klar ist: Wir müssen jetzt handeln, um eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Dazu sind breite Prozesse nötig, an denen alle in Unternehmen teilnehmen sollten. Breite Kollaboration ist hier das Schlagwort.”

„Marketing und Comms spielen absolut zentrale Rollen, vielleicht sogar die wichtigste Rolle überhaupt“, setzt Bernhard Sams, von der Charlotte Fresenius Universität fort. Er setzt als Rektor der Universität erstmals in Österreich verschiedene Studiengänge mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt auf.

Die Anmerkung von Fachgruppen-Obmann Jürgen Bauer, dass es die Frage sei: „Wie kann Nachhaltigkeit „sexy“, attraktiv und zugänglich für alle gemacht werden?“ bringt durchaus Emotionen in die Diskussion. Kann oder muss nachhaltige Entwicklung attraktiv sein? Thomas Kaissl, Sustainability Experte und Partnermanager des Climate Lab meint: “Bleiben wir bei der Wahrheit. Sonst kommt es zu einem Widerspruch zwischen vorherrschenden Denkstrukturen, Ethik und Verantwortung – und im schlimmsten Falle zu dem ohnehin schon zu verbreiteten ‚Green washing‘“. Das Thema Klimaschutz ist kein Fun Thema, müssen wir es tatsächlich „sexy“ machen? Immerhin ignorieren wir seit Jahren, dass Menschen wegen des übertriebenen Konsums der „westlichen Welt“ sterben?

Bernhard Sams hält fest: „Es ist eine schizophrene Situation: Manche Unternehmen bemühen sich und wollen etwas verändern, die anderen Unternehmen kommunizieren noch immer Reichtum und Wohlstand als Ultimum.“ Für ihn ist klar: „Auch Produkte, die nachhaltig sind, müssen ansprechend sein. Die Kunst der Marketingindustrie: Wie schaffen wir es, dass nicht nachhaltige Produkte cool sind, sonst bleibt es immer nur bei einem moralischen Impetus?“

Medien und Kommunikator*innen spielen eine zentrale Rolle dabei, neue Visionen, neue Ideen in die Köpfe der Menschen pflanzen, neue Motivationsstrukturen, die andere Sachen verherrlichen. Und Budgets so auszurichten, dass damit nachhaltige Veränderung deutlich rascher in Gang kommen kann. Das wäre das Ziel.

Jürgen Bauer hält fest: „Unser Business ist ja auch, Dinge für die Gesellschaft annehmbar und attraktiv zu machen. Vor fünf Jahren war es auch nicht cool, an der Donau Müll einzusammeln. Heute ist das so. Die Aufgabe der gesamten Branche ist es, mehr Spirit, mehr Attraktivität hineinzubringen und Handlungsdruck zu erzeugen.“

Der Fokus, dass Marketeers sich dafür stark machen, Nachfrage sinnvoll zu gestalten und ihre Themen auch in einem Gesamtkontext von Klimawandel, Diversität, Gleichbehandlung, mental health usw. zu stellen, eröffnet tatsächlich aus Sicht der Expert*innen viele Perspektiven.

„Alle reden immer noch von Wirtschaftswachstum, wir sollten aber deutlich mehr über Wirtschaft als regeneratives System nachdenken, das nichts an positiven Wachstumsperspektiven einbüßt, aber nachhaltig und ressourcenschonend ist“, so Sabrina Oswald, Vorstandsmitglied der ÖMG.

Wie kann der Weg der Branche nun aber aussehen?

Podium und Publikum sind sich einig: „Vieles ist in der Szene immer noch nicht weitergegangen.“ so Thomas Kaissl. Allerdings pointiert er weiter: „Bei dem, was sich verändert hat, frage ich mich allerdings, ob es trotz oder wegen Marketing passiert ist. Denn: Auch Greenwashing kommt nicht von ungefähr. Ich empfinde Marketing so, das man immer ein bisschen über die Stränge schlägt. Warum machen wir Kommunikation nicht ehrlicher, bodenständiger, transparenter?“, formuliert Kaissl weiter.

Das ganze Set an SDGs ist gewaltig und eher als politischer Handlungsrahmen zu verstehen. Dieser muss für die unternehmerische Umsetzungsebenen angepasst werden. „Es ist erforderlich einen Weg zu finden, wie man die SDGs für sich und sein Team leichter verständlich macht, um rasch in die Umsetzung in Richtung Kund*innen zu kommen“, so Jürgen Bauer weiter.

Nachhaltige Entwicklung zu fördern, bringt Attraktivität bei potenziellen Mitarbeitenden

„Zusammenarbeiten und die Menschen ins Zentrum zu rücken, individuelles Eingehen auf die spezifische Unternehmenskultur und Unternehmen sind als erster Schritt wichtig. Dafür gibt es kein Template. Das muss man im Unternehmen erarbeiten“, so Lena Müller-Kress, winnovation. Im Team die Aktivitäten, Umstellungen und Maßnahmen zu entwickeln, schafft gemeinsame Kraft und neue spannende Zielsetzungen. Denn – so Fachgruppen-Obmann Jürgen Bauer: „Bei den vielen Agenturen, die jung und neu am Start sind, ist dieses Mindset schon etabliert. Mitarbeiter*innen wollen für Unternehmen arbeiten, deren Tun einen Sinn hat.“ Wie können wir alle in der Branche also andere Maßnahmen und Reize setzen, um neue Sichtweisen in die Köpfe zu bringen?

Der gesellschaftliche Wandel findet statt, Marketing muss „reinhören“ und identifizieren, welche Strömungen es gibt und welche helfen, die Kraft der Veränderung zu entfachen. Viele junge Menschen und auch die polarisierende Debatte rund um Klimakleber*innen sind dafür verantwortlich, dass mehr und mehr Leute darüber nachdenken. Aber es gibt Kritik an den Medien. „Viele der an SDGs ausgerichteten Unternehmen kommen in den Medien gar nicht oder nur selten vor. Für diese Player muss man Sichtbarkeit schaffen und neue Vorbilder etablieren“, so Sabrina Oswald, Futura.

Hier finden Sie den gesamten Nachbericht inklusive APA-Fotogalerie.

Hier geht es zur Aufzeichnung des Live-Streams.

ÖMG stellt sich in den Dienst der aktuellen Klima-Herausforderungen

Die Themen für die kommende Zwei-Jahres-Periode der Österreichischen Marketing-Gesellschaft sind klar und ein wirklich großes Vorhaben: Impulse, Workshops, Kooperationen und Denkanstöße werden für alle Mitglieder der ÖMG rund um die von der UN formulierten SDGs (Sustainable Development Goals) angeboten.

Mitwirken werden dabei nicht nur Marketing-Expert*innen, sondern Branchenspezialist*innen, die z.B. im Bereich Industrie angesiedelt sind, darüber hinaus natürlich Profis aus dem Umweltbereich. Ein erster Wandel wurde dazu im Vorstand der ÖMG vollzogen, der sich ganz klar zu den nötigen Veränderungen im Marketing bekennt und diese maßgeblich mitgestalten will.

Der neu gewählte ÖMG-Vorstand setzt damit ein Statement in eine Branche, die zu dieser Veränderung beitragen kann. Verschrieben haben sich dieser Ausrichtung für die kommenden Jahre das Präsidenten-Duo Barbara Rauchwarter, CMO APA-Gruppe, und Alexander Oswald, Managing Partner Futura, neu hinzugekommen sind Kosima Kovar, Gründerin sgreening und Ada Growth, und Andreas Perotti, Bereichsleiter Marketing & Communications FACC, im Vorstand mittragen werden dies Maimuna Mosser, CCO Ikea Austria, Sabrina Oswald, Managing Partner Futura und Manfred Gansterer, Grundauf.

Unsere Kooperation mit dem Climate Lab

Um diesen selbstgewählten Anforderungen gerecht zu werden, hat die ÖMG ab 2023 eine vitale Kooperation mit dem Climate Lab. Dieses startet im September 2022 als Initiative des österreichischen Klima- und Energiefonds gemeinsam mit Wien Energie, EIT Climate-KIC und Impact Hub in Wien. Ziel des Climate Lab ist eine sektorenübergreifende Bündelung von Kräften und Allianzen, um die Transformation zur Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.

Genau hier soll die Kooperation mit ÖMG ansetzen. Unternehmen, Organisationen, Start-Ups, NGOs und Wissenschaft sollen zusammengebracht werden und die Potenziale und Möglichkeiten für Umsetzungen diskutieren. Marketing mit all seinen Disziplinen kann und soll diesen Wandel sowohl in den Köpfen der Menschen positiv aufladen als auch die vielen Möglichkeiten aufzeigen, die durch neue Zugänge/neues Denken bestehen.

Warum SDGs? Warum Nachhaltigkeit?

Auf der Webseite der ÖMG findet sich ein Ticker – eigentlich genauer ein Countdown. Er zählt die Tage bis Ende 2030. In der Periode von 2020 bis 2030 soll und kann laut dem „Club of Rome“ im Szenario „Giant Leap“ („Riesensprung“) noch der nötige Change geschafft werden, um den Klimawandel herbeizuführen. Dieser „Giant Leap“ kann ermöglichen, dass das Wirtschaftssystem durch mutige, außerordentliche Bemühungen zum Aufbau einer resilienteren Zivilisation beiträgt und die Transformation hin zur Klimaneutralität gelingt.

Warum kann Marketing zum Gamechanger werden?

Die ÖMG versteht Marketing als „Demand-Creation“, also als zentrale Disziplin, um Bedürfnisse der Zukunft mitzugestalten. Dieser Demand muss rasch einem Wandel unterzogen werden. Keine leichte Sache, da (österreichische) Unternehmen „am Markt bestehen müssen“ und diese Märkte aktuell deutlich zu wenig divers, nachhaltig oder auf das Wohlergehen von Planeten und Menschen ausgerichtet sind.

Immer noch ist der einzige Parameter der Wirtschaft reines Wachstum. Ziel der neuen ÖMG-Ausrichtung ist es daher, Allianzen zu bilden und Energie zu investieren, damit gemeinsam, schnell, positiv und innovativ Klimaneutralität erreicht werden kann.

Kreislaufwirtschaft ist dabei ebenso ein Denkansatz, den es rascher voranzutreiben gilt, wie die Aufladung der Thematik an sich mit positiven Aspekten. Sichtweisen, neue KPIs, Bewusstsein etc., die das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen, Innovationen, den Wandel mitbewirken können, stehen im Mittelpunkt und sollen neue Potenziale eröffnen, die keine oder wenige neue Ressourcen benötigen.

New generations, new demands. Nachbericht & Aufzeichnung

Recht haben oder (wertvolle Fachkräfte) gewinnen?

Die ÖMG lud am 20. Oktober zum hybriden Pressroom-Talk bei der APA ein. Diskutiert wurden New Work, Diversität und die Wünsche der aktuell vier Generationen im Jobleben im Bereich Marcom. Das Podium widmete sich dem Thema „New generations, new demands. Worauf die Changemaker*innen von morgen Wert legen“. Das Podium war hochkarätig mit Dr. Ulla Havas-Harsch (Randstad) und Katharina Miller (Jobtwins), Kosima Kovar (Ada), Jürgen Bauer (Werbung Wien) und Manfred Gansterer (ÖMG) unter der Moderation von Alexander Oswald besetzt.

„Wer kann es sich leisten, darauf zu verzichten, mehr Lösungsansätze in kürzerer Zeit zu finden?“ fragte Manfred Gansterer am Ende einer spannenden Diskussion zu New Work, Diversität, Inklusion und neuen, flexibleren Arbeitsmodellen u.a. im MARCOM-Bereich.

Fachkräftemangel und dennoch Potenziale „liegen lassen“?

Immer deutlicher kommt auch im Bereich Marcom (Marketingkommunikation) der Fachkräftemangel an. Es mutet da schon fast kurios an, dass seitens der Unternehmen viel Potenzial an Wissensarbeiter*innen nicht oder deutlich zu wenig in den Markt eingebunden werden. Denn: Viele Frauen finden nicht mehr in die Arbeit zurück, weil die Jobs meist nur in Vollzeit ausgeschrieben werden. Ihr Wissen geht dem Markt quasi verloren. so Katharina Miller. Damit „produziere“ man für viele, denen aufgrund ihrer Lebensplanung nicht möglich ist in Vollzeit zu arbeiten, ein Problem.

Bestätigt wird dies durch Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Wien und seine brandaktuelle Employer Branding Studie Der Arbeitsdruck wird von 37 Prozent aller Befragten in unserer Studie klar am häufigsten genannt, wenn es um die unattraktiven Faktoren der Branche geht. Grundsätzlich wird die Branche aber dennoch aufgrund ihrer Gestaltungsmöglichkeiten für Themen und Anliegen in der Öffentlichkeit als sehr attraktiv empfunden.

„Teilzeit“ wird insbesondere dann zu einem starken Thema, wenn es um Lebensqualität geht. Der Wunsch nach Teilzeitmodellen ist in der MARCOM Branche enorm hoch. „So gut wie niemand will Vollzeit arbeiten. Das Konzept 40 Stunden Job „stresst“ die Mitarbeitenden nahezu aller Generationen geschlechterübergreifend. Man will das Gefühl haben flexibel auch für andere Dinge im Leben Zeit zu haben.“, so Bauer weiter. Und: Führen bleibt einem nicht erspart. Denn Menschen wollen ihren Freiraum, aber sie wollen ganz klar auch Führung. bestätigt Ulla Havas-Harsch.

Wertschätzung als Grundbedürfnis

Studienzahlen von Dr. Ulla Havas-Harsch, COO von Randstad bestätigen, dass „wir aktuell erstmals vier Generationen im Arbeitsprozess haben. Diese Bandbreite an Bedürfnissen und Sichtweisen sorgt durchaus für Spannungen.“, so Havas-Harsch, COO von Randstad.

Das offensichtlichste verbindende Element ist dabei aber „Wertschätzung“. „Sie geht über alle Generationen und jeden Joblevel“, so Katharina Miller, Mitgründerin von Jobtwins. Keine der Generationen, die aktuell im Arbeitsprozess ist, kann darauf verzichten auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten, offene Dialoge zu führen und jene Dinge anzusprechen, die im Gesamtgefüge der Job- und Arbeitswelt wichtig sind. Jeder in einem Job will Wertschätzung. Das hängt auch eng mit „mental health“ zusammen, die dabei ein wesentlicher Faktor ist. Denn: Wertschätzung ist, analog zur Maslowschen Bedürfnispyramide, ein menschliches Grundbedürfnis. ergänzt Kosima Kovar, Gründerin von Ada.

Teilt die Zeit und die Jobs!

Das Gute für alle Arbeitgeber*innen, in der Teilzeitarbeit liegt enorm viel Potenzial! Darin ist sich das Podium einig. „Viele Menschen schaffen in Vollzeit nicht das, was andere in Teilzeit hinbekommen“, so Ulla Havas-Harsch. Hier hat sich seit den Coronajahren viel verändert. Prangerte man damals die fehlende Produktivität an, so lobt man diese heute insbesondere bei Teilzeitbeschäftigten.

Organisationsprobleme seitens der Arbeitgeber*innen , die die Leistungsbereitschaft unterschätzen, sehen alle am Podium als Hauptproblem im Umstellungsprozess auf die neuen „demands“ an. Dabei sind sich alle einig, dass es „ausschließlich ein Thema für Führungskräfte“ ist, sich umzustellen.

Die PR-wirksam diskutierte 4-Tage Woche ist aus Sicht der Podiumsteilnehmer*innen nur bedingt eine Lösung. Denn ihr fehlt es deutlich an Flexibilität. Arbeitgeber*innen sind gefordert, deutlich aktiver zu führen und anzunehmen, dass es um die Leistung geht und dabei die Unflexibilität bei der zeitlichen Gestaltung diese Arbeitsleistung tatsächlich drosselt.

„Teilzeit ist vielfach noch nicht akzeptiert und eher die Ausnahme – und sie ist – quer über alle Branchen – meist noch ein weibliches Thema.“ meint Jobtwins-Gründerin Katharina Miller. „Der „neue“ Modus lautet: Auf Augenhöhe zusammenarbeiten, offen Dialoge führen, Dinge ansprechen.“, so Jürgen Bauer.

So richtig divers

Diversität, Inklusion und echte Gleichberechtigung ist eine wirkliche Umstellung allerorts. In global orientierten Unternehmen und Konzernen müssen dem Topmanagement meist Schulungen „verordnet“ werden. Egal, wie mühevoll die Umstellung und wie schwierig neue Sichtweisen anzunehmen sind – es lohnt sich.

Wenn echte Diversität in den Teams angekommen ist, sehen die Manager*innen das auch rasch in den positiven Ergebnissen und verstehen die Sinnhaftigkeit, so Manfred Gansterer.

Die Marcom-Branche hat in Sachen Diversität kein Problem. „Diese sollte allerdings noch in den obersten Führungsrängen Platz greifen“ ergänzt Moderator Alexander Oswald. „Wir müssen zu einem neuen Selbstverständnis finden und die Transformation, die wir unseren Kunden predigen, auch selbst praktizieren“, so Werbung Wien-Obmann Bauer pointiert.

Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie

Zur Aufzeichnung

Impfkampagne der Wiener Werbewirtschaft

Die ÖMG ist Teil der großen Impfkampagne der Wiener Werbewirtschaft!

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wiener Wirtschaftskammer hat sich mit den Verbänden iab austria, Dialog Marketing Verband Österreich, dem Marketing Club Österreich und der ÖMG zusammengetan, um das beste Werbesujet zum Impfaufruf auszuzeichnen und an die Wiener Bevölkerung auszuspielen.
 
Teilnahmebedingungen & Preis:
Alle aktiven Mitglieder der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wiener Wirtschaftskammer können ihre Ideen unter werbungwien@wkw.at bis zum 14. Jänner einreichen. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro. Obendrein wird das Sujet auf den digitalen Werbeflächen der Gewista beworben und von der Fachgruppe und den Verbänden über deren Kanäle veröffentlicht.

Welche Anforderungen das Sujet erfüllen muss und alle weiteren Infos unter: https://werbungwien.at/2021/12/20/impfkampagne-der-wiener-werbewirtschaft/ 

(Re-)Branding – Markenstrategie vs Content Strategie: Challenge oder Chance?

Markenstrategien sind der Blueprint, wie Marken aufzubauen und zu führen sind. Sie beschreiben, wer man ist, warum man existiert, was man macht und wie man dies kommuniziert. Die Content Strategie übersetzt dies in passende und für die Zielgruppe relevante Inhalte.

Wie sticht Content aus der Menge an Content-Mitbewerbern heraus? Wie verbindet man die Marke sichtbar mit dem Content? Kann Content, der sich – wie heute propagiert, auf User:innen fokussiert zu sein, der Marke schaden? Wie wird Marke in Inhalten sichtbar?

Wir sprechen über Stolpersteine, Aktionismus, Konsistenz, Markensichtbarkeit in Inhalten und Wege, wie man sicherstellt, dass man den Spagat zwischen dem gesetzten strategischen Framework und Kreativität im Content-Marketing-Alltag sicherstellt. Als Auftaktimpuls präsentieren wir eine Studie: das Brandranking der APA-Comm.

Podium:

  • Nicola Dietrich, Cope Group,
  • Barbara Klapper, Indola (Henkel),
  • Barbara Rauchwarter, APA-Gruppe,
  • Christian Rausch, Rewe

Moderation: Alexander Oswald 

Programm:

17.00 Uhr Präsentation Brand Ranking APA-Comm, Christoph Bauer (APA-Comm)

17.15 Uhr Impulsstatement „Wie Marken im Content erlebbar und konsistent bleiben“, Nicola Dietrich (Cope Group)

17.25 Uhr Podiumsdiskussion

Wann? 30.11.2021 ab 17.00 Uhr

Anmeldung bitte unter: https://eventmaker.at/austria_presse_agentur_eg/re-_branding__markenstrategie_vs_content_strategie_challenge_oder_chance/anmeldung.html

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der gemeinsamen Podiumsdiskussion der COPE Content Performance Group, der APA – Austria Presse Agentur und der ÖMG Österreichische Marketing-Gesellschaft. Den Link zum Livestream erhalten Sie nach erfolgter Zusage.